Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

aufsuchen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung auf-su-chen
Wortzerlegung auf- suchen
Wortbildung  mit ›aufsuchen‹ als Erstglied: Aufsuchung
eWDG

Bedeutungen

1.
jmdn., etw. kurz besuchen
Beispiele:
gleich nach seiner Ankunft seinen Freund, die Verwandten aufsuchen
jmdn. in seinem Heim, Zimmer, zu Hause aufsuchen
auf der Durchreise ein Grab, berühmte Gedenkstätten, Stätten seiner Jugend aufsuchen (= besichtigen)
Sobald es tagte, suchte Elisabeth ihren Vater auf [ BrodTycho Brahe90]
2.
papierdeutsch in einen bestimmten Raum gehen
Beispiele:
während der Bahnfahrt den Speisewagen aufsuchen
bei Fliegeralarm mussten alle den Keller aufsuchen
sein Heim, Zimmer aufsuchen
das Bett aufsuchen (= ins Bett gehen)
3.
papierdeutsch jmdn. konsultieren
Beispiel:
den Arzt, Notar aufsuchen
4.
etw., jmdn. (an einem bestimmten Ort) suchen
Beispiele:
jmds. Wohnung im Adressbuch, Telefonnummer im Fernsprechbuch aufsuchen
etw. mit dem Fernglas aufsuchen
5.
etw. aufsammeln, auflesen
Beispiel:
Splitter, Stecknadeln, Geldstücke vom Erdboden aufsuchen

Thesaurus

Synonymgruppe
(bei jemandem) Station machen · (sich) begeben zu · aufsuchen · einen Besuch abstatten · visitieren · zu Besuch kommen  ●  besuchen  Hauptform · (jemandem) auf die Bude rücken  ugs., salopp · (sich) blicken lassen  ugs. · eine Visite abstatten  geh., veraltet · kommen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›aufsuchen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufsuchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufsuchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zurückgekehrt, suchte ich mehr der Ordnung halber verschiedene Ärzte auf. [Düffel, John von: Vom Wasser, München: dtv 2006, S. 246]
Ich suche Tag für Tag zur bestimmten Stunde das meinige auf. [Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 82]
Überhaupt wäre es am geschicktesten, ein Gebäude aufzusuchen – wenn doch noch eines der gestreßten Fenster reißen sollte, dann habe ich hier draußen keine Chance. [C't, 1990, Nr. 1]
Als ich – um vierzig Jahre zu früh – aus der Kirche austrat, mußte ich dazu ein Amt aufsuchen. [Die Zeit, 15.04.1999, Nr. 16]
Ich halte das für unwahrscheinlich, sonst hätte er mich aufgesucht. [o. A.: Einhundertster Tag. Freitag, 5. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9121]
Zitationshilfe
„aufsuchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufsuchen>.

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