Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

auftauchen

Grammatik Verb · taucht auf, tauchte auf, ist aufgetaucht
Aussprache 
Worttrennung auf-tau-chen
Wortzerlegung auf- tauchen
Wortbildung  mit ›auftauchen‹ als Letztglied: wieder auftauchen · wiederauftauchen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. aus dem Wasser emportauchen
  2. 2. [übertragen] zum Vorschein kommen
    1. a) sichtbar werden
    2. b) auftreten
    3. c) [gehoben] bewusst werden
eWDG

Bedeutungen

1.
aus dem Wasser emportauchen
Beispiele:
der Kopf des Ertrinkenden tauchte noch einmal auf
der Seehund, Wal taucht in Abständen auf, um Luft zu holen
das U-Boot ist aufgetaucht
2.
übertragen zum Vorschein kommen
a)
sichtbar werden
Beispiele:
am Horizont tauchte ein Schiff, eine Insel auf
in der Ferne tauchten die Gipfel des Berges, Türme der Stadt auf
er sah eine Gestalt, einen Baum im Nebel auftauchen
wo er auftauchte, gab es Gelächter
salopper ist plötzlich wieder aus der Versenkung aufgetaucht
der Verbrecher soll in B aufgetaucht (= gesehen worden) sein
falsche Fünf-Euro-Scheine sind im Handel aufgetaucht (= erschienen)
b)
auftreten
Beispiele:
Fragen, Meinungen, Probleme, Zweifel, Gedanken tauchen auf
in letzter Zeit ist ein Gerücht aufgetaucht
bei der Arbeit sind plötzlich Schwierigkeiten aufgetaucht
c)
gehoben bewusst werden
Beispiel:
Erinnerungen, Bilder der Jugend tauchten in ihm, vor seinem geistigen Auge auf

Thesaurus

Synonymgruppe
Verwendung finden · auftauchen · auftreten · verwendet werden · vorkommen
Synonymgruppe
(aus dem Wasser) auftauchen · (aus dem Wasser) zum Vorschein kommen · nicht (mehr) von Wasser überspült werden  ●  trockenfallen  fachspr., Hauptform
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich irgendwo) hinbemühen · (sich) einfinden · (sich) einstellen · ankommen · eintreffen · erscheinen  ●  (irgendwohin / irgendwo / irgendwoher) kommen  Hauptform · (sich irgendwo) herbemühen  förmlich · einlangen  österr. · (irgendwo) aufkreuzen  ugs., Hauptform · (irgendwo) einschweben  ugs., ironisch, fig. · (sich irgendwohin) bemühen  geh., förmlich · (sich) blicken lassen (bei)  ugs. · andackeln  ugs. · angeschoben kommen  ugs., salopp, variabel · anmarschiert kommen  ugs. · anreisen  fachspr. · anrücken  fachspr., Jargon · antanzen  ugs. · anwackeln  ugs. · aufschlagen  ugs., fig., scherzhaft-ironisch · auftauchen  ugs. · im Anflug sein  ugs., fig. · im Anmarsch sein  ugs., fig. · um die Ecke kommen  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • eintrudeln · hereingeflattert kommen (Briefe) · nach und nach eintreffen  ●  angekleckert kommen (Gäste)  ugs., negativ · kleckerweise kommen  ugs., negativ
  • angefahren kommen · angelaufen kommen · dahergelaufen kommen · daherkommen · vorbeikommen  ●  (irgendwoher) (+ Partizip Perfekt) kommen  veraltend · angedackelt kommen  ugs. · angeschlappt kommen  ugs. · angeschoben kommen  ugs. · des Weg(e)s kommen  geh., veraltend · gesprungen kommen  ugs., süddt. · um die Ecke kommen  ugs.
  • ankommen · eingehen (Sendung, Geldüberweisung) · zugestellt werden  ●  (seinen) Bestimmungsort erreichen  Amtsdeutsch · einlangen  österr. · (noch nicht / schon) da sein  ugs. · kommen  ugs.
  • (hin)kommen bis · erreichen · gelangen bis (zu) · vordringen bis
  • (jemanden) erreichen (Information) · ankommen bei (jemandem) · durchdringen (bis) zu
  • (sich) begeben (nach / zu ...) · (sich) bewegen (nach / zu ...) · (sich) hinbegeben · hingehen  ●  (irgendwohin) gehen  Hauptform, variabel · (sich) bemühen (nach / zu ...)  geh. · (sich) hinbemühen  geh. · (sich) verfügen (nach / zu ...)  geh., Amtsdeutsch, altertümelnd

Typische Verbindungen zu ›auftauchen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auftauchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›auftauchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tage später tauchten ungelöste Fragen zu den Bildern in uns auf. [Kriegk, Otto: Der deutsche Film im Spiegel der Ufa, Berlin: Ufa-Buchverl. 1943, S. 381]
Und heute Morgen taucht sie nicht in der Schule auf! [Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 160]
Und hier tauchte schon früh auch eine zweite besondere Idee auf. [Bölsche, Wilhelm: Das Leben der Urwelt, Leipzig: Dollheimer 1931 [1931], S. 323]
Um 1650 taucht der heutige sprichwörtliche Sinn des Namens zuerst in der Literatur auf. [Röhrich, Lutz: Ballhorn, Balhorn. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 625]
Und siehe da, einen Monat vor den Wahlen taucht sie wieder auf. [Der Spiegel, 27.01.1997]
Zitationshilfe
„auftauchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auftauchen>.

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