auftauchen

Grammatik Verb · taucht auf, tauchte auf, ist aufgetaucht
Aussprache 
Worttrennung auf-tau-chen
Wortzerlegung auf-tauchen
Wortbildung  mit ›auftauchen‹ als Letztglied: ↗wieder auftauchen · ↗wiederauftauchen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. aus dem Wasser emportauchen
  2. 2. [übertragen] zum Vorschein kommen
    1. a) sichtbar werden
    2. b) auftreten
    3. c) [gehoben] bewusst werden
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
aus dem Wasser emportauchen
Beispiele:
der Kopf des Ertrinkenden tauchte noch einmal auf
der Seehund, Wal taucht in Abständen auf, um Luft zu holen
das U‑Boot ist aufgetaucht
2.
übertragen zum Vorschein kommen
a)
sichtbar werden
Beispiele:
am Horizont tauchte ein Schiff, eine Insel auf
in der Ferne tauchten die Gipfel des Berges, Türme der Stadt auf
er sah eine Gestalt, einen Baum im Nebel auftauchen
wo er auftauchte, gab es Gelächter
salopper ist plötzlich wieder aus der Versenkung aufgetaucht
der Verbrecher soll in B aufgetaucht (= gesehen worden) sein
falsche Fünf‑Euro‑Scheine sind im Handel aufgetaucht (= erschienen)
b)
auftreten
Beispiele:
Fragen, Meinungen, Probleme, Zweifel, Gedanken tauchen auf
in letzter Zeit ist ein Gerücht aufgetaucht
bei der Arbeit sind plötzlich Schwierigkeiten aufgetaucht
c)
gehoben bewusst werden
Beispiel:
Erinnerungen, Bilder der Jugend tauchten in ihm, vor seinem geistigen Auge auf

Thesaurus

Synonymgruppe
Verwendung finden · auftauchen · ↗auftreten · verwendet werden · ↗vorkommen
Synonymgruppe
(aus dem Wasser) auftauchen · (aus dem Wasser) zum Vorschein kommen · nicht (mehr) von Wasser überspült werden  ●  ↗trockenfallen  fachspr., Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›auftauchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auftauchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›auftauchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In eigenen Filmen tauche ich übrigens nicht als Schauspieler auf, das versuche ich zu vermeiden.
Die Zeit, 13.04.2013, Nr. 16
Und heute Morgen taucht sie nicht in der Schule auf!
Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 160
Tage später tauchten ungelöste Fragen zu den Bildern in uns auf.
Kriegk, Otto: Der deutsche Film im Spiegel der Ufa, Berlin: Ufa-Buchverl. 1943, S. 381
Das Wort ist eben aufgetaucht, ich weiß nicht, wer es geschaffen hat.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1928. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1928], S. 271
Auf dem Gebiet der schönen Literatur tauchten einige neue Namen auf.
Diederichs, Eugen: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 23406
Zitationshilfe
„auftauchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auftauchen>, abgerufen am 07.08.2020.

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