aufwallen

GrammatikVerb · wallt auf, wallte auf, ist/hat aufgewallt
Aussprache
Worttrennungauf-wal-len
Wortzerlegungauf-wallen1
Wortbildung mit ›aufwallen‹ als Erstglied: ↗Aufwallung
eWDG, 1967

Bedeutung

emporwallen
a)
mit Hilfsverb ›ist‹, mit Hilfsverb ›hat‹
Beispiele:
Wasser, wallt beim Kochen auf
Mehl mit Milch verrühren und kurz, einmal aufwallen lassen
gehoben, bildlich in Wallung geraten
Beispiel:
sein Blut wallte auf, war aufgewallt
b)
mit Hilfsverb ›ist‹, mit Hilfsverb ›hat‹
übertragen plötzlich aufsteigen
Beispiele:
Freude, Zärtlichkeit, Zorn, Hass wallte in ihm auf
es wallte heiß in ihm auf
oft im Part. Präs.
aufwallendplötzlich
Beispiele:
in aufwallendem Zorn schlug er ihn
in aufwallender Leidenschaft, Dankbarkeit jmdn. umarmen
c)
mit Hilfsverb ›ist‹
gehoben wallend in die Luft steigen
Beispiele:
Rauch wallt auf
aus den Tälern wallen Nebelschleier auf

Thesaurus

Synonymgruppe
aufkochen (lassen) · aufwallen (lassen) · ↗hochkochen (lassen) · wallen (lassen)
Synonymgruppe
an Heftigkeit gewinnen · ↗aufbranden · ↗aufflackern · ↗auflodern · aufwallen · heftiger werden
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Emotion Gefühl Wut wallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufwallen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In ihrem Herzen wallte eine große Sehnsucht auf, zu sorgen und pflegen, zu lieben und schenken.
Heyking, Elisabeth von: Der Tag Anderer. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9679
Immer wieder lässt er die Klänge machtvoll aufwallen und zieht sich gleichwohl in den lyrischen Passagen auf einen suggestiv sinnierenden Tonfall zurück.
Die Zeit, 05.04.2010, Nr. 14
Auch als der Kanzler seine Rede beendet hat, wallt wenig Gefühl auf.
Süddeutsche Zeitung, 22.10.1996
Nur wenn das Wasser sehr hart ist, kann man es zweimal aufwallen lassen.
o. A.: Die grosse Welt der Getränke, Hamburg: Tschibo Frisch-Röst-Kaffee Max Herz 1977, S. 273
In der Milch die geriebenen Nüsse einmal aufwallen und 30 Minuten ziehen lassen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 176
Zitationshilfe
„aufwallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufwallen>, abgerufen am 20.10.2019.

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