aufwallen

Grammatik Verb · wallt auf, wallte auf, ist/hat aufgewallt
Aussprache 
Worttrennung auf-wal-len
Wortzerlegung auf- wallen1
Wortbildung  mit ›aufwallen‹ als Erstglied: Aufwallung

Bedeutungsübersicht+

  1. emporwallen
    1. a) ...
    2. b) [übertragen] plötzlich aufsteigen
    3. c) [gehoben] wallend in die Luft steigen
eWDG

Bedeutung

emporwallen
a)
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’/‘hat’
Beispiele:
Wasser, wallt beim Kochen auf
Mehl mit Milch verrühren und kurz, einmal aufwallen lassen
gehoben, bildlich in Wallung geraten
Beispiel:
sein Blut wallte auf, war aufgewallt
b)
übertragen plötzlich aufsteigen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’/‘hat’
Beispiele:
Freude, Zärtlichkeit, Zorn, Hass wallte in ihm auf
es wallte heiß in ihm auf
aufwallendplötzlich
Grammatik: oft im Partizip I
Beispiele:
in aufwallendem Zorn schlug er ihn
in aufwallender Leidenschaft, Dankbarkeit jmdn. umarmen
c)
gehoben wallend in die Luft steigen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
Rauch wallt auf
aus den Tälern wallen Nebelschleier auf

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
an Heftigkeit gewinnen · aufbranden · aufflackern · auflodern · aufwallen · heftiger werden
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›aufwallen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In ihrem Herzen wallte eine große Sehnsucht auf, zu sorgen und pflegen, zu lieben und schenken. [Heyking, Elisabeth von: Der Tag Anderer. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1905], S. 9679]
Nur wenn das Wasser sehr hart ist, kann man es zweimal aufwallen lassen. [o. A.: Die grosse Welt der Getränke, Hamburg: Tschibo Frisch-Röst-Kaffee Max Herz 1977, S. 273]
Immer wieder lässt er die Klänge machtvoll aufwallen und zieht sich gleichwohl in den lyrischen Passagen auf einen suggestiv sinnierenden Tonfall zurück. [Die Zeit, 05.04.2010, Nr. 14]
Auch als der Kanzler seine Rede beendet hat, wallt wenig Gefühl auf. [Süddeutsche Zeitung, 22.10.1996]
In der Milch die geriebenen Nüsse einmal aufwallen und 30 Minuten ziehen lassen. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 176]
Zitationshilfe
„aufwallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufwallen>.

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