aufwecken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-we-cken
Wortzerlegungauf-wecken
Wortbildung mit ›aufwecken‹ als Grundform: ↗aufgeweckt
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. aus dem Schlaf wecken, wach machen
Beispiele:
der Lärm, das Geschrei weckte mich auf
sei leise und wecke das Kind nicht auf!
gehoben, bildlich etw. wachrufen
Beispiele:
der Krieg hatte böse Instinkte im Menschen aufgeweckt
Studiere die Menschen ... um das Gute in ihnen aufzuwecken [G. KellerFähnlein7,297]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

wecken · Wecker · aufwecken · erwecken
wecken Vb. ‘wach, munter machen, aus dem Schlaf holen’, ahd. (um 800), mhd. wekken ‘wach machen, erwecken, erregen, beginnen’, asächs. wekkian, mnd. mnl. wecken, nl. wekken, aengl. weccan, anord. vekja, schwed. väcka, got. uswakjan ist Kausativum (germ. *wakjan) zu einem stark flektierenden Verb, resthaft bezeugt in mnl. wiec (Prät.) ‘wachte’, aengl. wacan (Prät. wōc) ‘erwachen, geboren werden’, anord. vakinn (Part. Prät.) ‘wach’. Es ist verwandt mit ↗wachen, ↗Wacht, ↗wacker (s. d.) sowie mit aind. vā́jaḥ ‘Kraft, Stärke, Schnelligkeit, (Wett)kampf, Kampfpreis’, lat. vegēre ‘munter sein, antreiben’, so daß eine Wurzel ie. *u̯eg̑- ‘frisch, stark sein’ anzusetzen ist. Die germ. Bedeutung ‘aus dem Schlaf holen’ ist eine Verengung der umfassenderen ‘wach, munter machen’. Wecker m. ‘Uhr mit Signalwerk’ (17. Jh.), ‘Schlaginstrument zum Aufwecken’ (16. Jh.), ‘wer andere aus dem Schlaf weckt’, mhd. wecker. aufwecken Vb. ‘wach machen, aus dem Schlaf rütteln’ (15. Jh.). erwecken Vb. ‘hervorrufen, erregen, wiederaufleben lassen, inspirieren, wach machen’, ahd. irwecken (8. Jh.), mhd. erwecken.

Thesaurus

Synonymgruppe
alarmieren · ↗aufrütteln · ↗aufscheuchen · ↗aufschrecken · aufwecken · ↗emporreißen · ↗erschüttern · ↗wachrütteln · wecken  ●  ↗elektrisieren  ugs.
Synonymgruppe
aufwecken · munter machen · wecken  ●  ↗elektrisieren  ugs.
Antonyme
  • aufwecken · aufwecken · aufwecken · aufwecken
Synonymgruppe
(unbeabsichtigt) wecken · aufwecken
Assoziationen
  • (jemanden) aufwecken · (jemanden) aus dem Bett holen (für / um zu) · (jemanden) aus dem Schlaf holen (für / um zu) · (jemanden) aus seinen Träumen reißen · (jemanden) wach machen · (jemanden) wachklingeln · ↗(jemanden) wachrütteln · (jemanden) wecken · aus dem Schlaf reißen
Synonymgruppe
(jemanden) aufwecken · (jemanden) aus dem Bett holen (für / um zu) · (jemanden) aus dem Schlaf holen (für / um zu) · (jemanden) aus seinen Träumen reißen · (jemanden) wach machen · (jemanden) wachklingeln · ↗(jemanden) wachrütteln · (jemanden) wecken · aus dem Schlaf reißen
Assoziationen
  • (unbeabsichtigt) wecken · aufwecken

Typische Verbindungen zu ›aufwecken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dornröschenschlaf Eisbär Geräusch Gewissen Koma Krach Lethargie Leut Lärm Mannschaft Morgen Nacht Rechner Religion Riese Schlaf Schlafende Schläfer Seele Tote alle als du endlich mitten morgens nachts vielleicht wecken wieder

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufwecken‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufwecken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Andere Banken, die noch kein entsprechendes Angebot haben, scheinen aufgeweckt worden zu sein.
Der Tagesspiegel, 18.05.2000
Und wenn sie schläft, wie man ihr erzählt, weshalb kann man sie nicht einfach aufwecken?
Bild, 29.10.1998
Dann fängt sie an zu weinen und weckt damit die anderen auf.
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 246
Du müßtest sie aufwecken, dachte er, aber das wagte er nicht.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 330
Keiner von ihnen ist imstande, die sechs Millionen wieder aufzuwecken.
Hilsenrath, Edgar: Der Nazi & der Friseur, Köln: Literar. Verl. Braun 1977, S. 200
Zitationshilfe
„aufwecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufwecken>, abgerufen am 22.01.2020.

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