aufziehen

Grammatik Verb · zieht auf, zog auf, ist/hat aufgezogen
Aussprache 
Worttrennung auf-zie-hen
Wortzerlegung auf-ziehen
Wortbildung  mit ›aufziehen‹ als Erstglied: ↗Aufziehpuppe  ·  mit ›aufziehen‹ als Grundform: ↗Aufzug · ↗aufgezogen
eWDG

Bedeutungen

1.
heranziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
a)
in größerer Zahl und in geordneter Weise herankommen und sich aufstellen
Beispiele:
der Posten, die Parade, das Regiment ist aufgezogen
das Aufziehen der Wache lockte viele Neugierige herbei
eine Kapelle ist mit Musik aufgezogen
er war mit großem Gefolge aufgezogen
vor dem Rathaus, unter dem Balkon des berühmten Gastes aufziehen
b)
heraufziehen, aufkommen
Beispiele:
Wolken, Sterne ziehen (am Himmel) auf
Nebel, Dunst zieht auf
ein Gewitter wird bald aufziehen
übertragen
Beispiele:
eine Gefahr zieht auf
eine leichte Röte zog in ihrem fahlen Antlitz auf [ MusilMann938]
2.
etw. hochziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
eine Last aufziehen
die Netze aus dem Meer, einen Eimer Wasser aus dem Ziehbrunnen aufziehen
die Schleuse, den Schlagbaum, das Signal, die Zugbrücke aufziehen
mit aufgezogenem Visier
eine Fahne aufziehen
die Jalousie war nur halb aufgezogen
eine Spritze aufziehen (= die Flüssigkeit in der Spritze hochziehen)
jmdn. vom Stuhl, Lager, Erdboden aufziehen
veraltetein Mädchen (zum Tanz) aufziehen (= engagieren)
3.
etw. auseinanderziehen, öffnen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Gegenwort zu zuziehen
Beispiele:
die Gardinen, einen Tabaksbeutel aufziehen
eine Schleife aufziehen
etw. Gestricktes (wieder) aufziehen
die Schublade, alle Register aufziehen (= herausziehen)
4.
etw. auf etw. spannen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Gegenwort zu abziehen
Beispiel:
die Saiten (der Geige) aufziehen
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
er will jetzt andere, strengere, mildere Saiten aufziehen (= will anders, strenger, milder vorgehen)
Landkarten auf ein Gewebe, ausgeschnittene Bilder auf Pappe aufziehen (= aufkleben)
5.
jmdn., etw. großziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
ein fremdes Kind aufziehen
jmdn. als seinen Sohn, wie ein eigenes Kind aufziehen
sie war musisch, in einem bestimmten Glauben aufgezogen worden
ein Reh mit der Flasche aufziehen
Jungvieh, Stecklinge aufziehen
6.
eine Feder von etw. anspannen, straffen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Uhr täglich aufziehen
das Schlagwerk, die Automatik, den Kreisel, das Spielzeug aufziehen
7.
umgangssprachlich, übertragen etw. ins Leben rufen, starten, eröffnen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
ein Unternehmen, eine Abteilung, einen Handel, Betrieb, eine Aktion, Kampagne aufziehen
als man in Berlin die letzte Olympiade aufzog [ A. ZweigBeil321]
etw. in einer bestimmten Weise arrangieren, aufmachen
Beispiele:
das Fest war groß, die Kundgebung war wirkungsvoll, die Unternehmung war geschickt, mustergültig, schlecht aufgezogen
etw. nach einem bestimmten Muster, in einem gewissen Rahmen aufziehen
ein groß aufgezogener Apparat
Sie [die Sozialhilfe] war überparteilich und überkirchlich aufgezogen [ BrugschArzt353]
8.
jmdn. aufziehenjmdn. zum Besten halten, necken
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
du willst mich wohl aufziehen?
er zog sie den ganzen Abend über (ein wenig) auf
sie wurde mit ihrem Bruder, mit der zerbrochenen Vase, mit ihrem Namen, wegen ihrer Langsamkeit (dauernd) aufgezogen
sie zogen sich beide gegenseitig auf
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ziehen · ungezogen · abziehen · Abzug · abzüglich · anziehen · Anzug · anzüglich · aufziehen · Aufzug · ausziehen · Auszug · beziehen · Beziehung · beziehungsweise · Bezug · bezüglich · erziehen · Erzieher · Erziehung · nachziehen · Nachzügler · überziehen · Überzieher · Überzug · umziehen · Umzug · verziehen · Verzug · vollziehen · Vollzug · vorziehen · Vorzug · vorzüglich · zuziehen · zuzüglich
ziehen Vb. ‘mit Kraft zu sich her oder hinter sich her bewegen, zerren, zu ganzer Länge ausdehnen, aufziehen, züchten, sich fortbewegen’, reflexiv ‘sich dehnen, in die Länge erstrecken’; zusammen mit einem Substantiv dient ziehen häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffs, vgl. in Zweifel ziehen ‘bezweifeln’ (16. Jh.), Lehren ziehen ‘lernen’ (18. Jh.); ahd. ziohan (8. Jh.), mhd. ziehen, asächs. tiohan, mnd. tēn, tīen, mnl. tīen, afries. tiā, aengl. tēon, anord. (nur Part. Prät.) toginn ‘gezogen’, got. tiuhan ‘führen’ (germ. *teuhan). Außergerm. vergleichen sich griech. dadýssesthai (δαδύσσεσθαι) ‘zerrissen werden’, dé͞ukein (δεύκειν) ‘denken, nachdenken, Sorge tragen’, lat. dūcere ‘ziehen, schleppen, führen, leiten’, mkymr. dygaf (aus *dukami) ‘bringe’. Zugrunde liegt ie. *deuk- ‘ziehen’. Dazu gehören aus dem germ. Sprachbereich die unter ↗Zaum, ↗Zeug, ↗Zeuge, ↗zögern, ↗Zögling, ↗Zucht, ↗zucken, ↗zücken, ↗Zug, ↗Zügel behandelten Wörter sowie auch ↗Herzog (eigentlich ‘Heerführer’, s. d.). Zum Part. Prät. gezogen in der Bedeutung ‘erzogen’ gehört ungezogen Adj. ‘unartig, ungehorsam’, ahd. ungizogan ‘noch nicht erzogen, unbändig’ (8. Jh.), mhd. ungezogen ‘ohne gehörige Bildung, unartig, zuchtlos’. abziehen Vb. ‘durch Ziehen entfernen, herunterziehen, wegnehmen, weggehen, vermindern, subtrahieren’, ahd. abaziohan (9. Jh.), mhd. abeziehen; Abzug m. ‘Vorgang, Ergebnis des Abziehens, Weggang, abgezogener Betrag, Vorrichtung zum Ableiten’, mhd. abezuc; abzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘mit Abzug von, abgerechnet’ (19. Jh.), vgl. schon (md.) abezogelich (15. Jh.). anziehen Vb. ‘an sich heranziehen, straff ziehen, Kleidung anlegen’, mhd. aneziehen, auch ‘anklagen, beschuldigen’ (eigentlich ‘etw. als Beweis heranziehen’); Anzug m. ‘Vorwurf, Beschuldigung, Anmarsch, Ankunft’ (15. Jh.), im Anzuge sein ‘im Anmarsch sein, bevorstehen, beginnen’ (16. Jh.), ‘Kleidung’ (Ende 16. Jh., geläufig seit 18. Jh.), dann speziell ‘Jacke und Hose’, spätmhd. anzuc ‘Anzug (im Schachspiel)’; anzüglich Adj. ‘auf Unangenehmes, Peinliches anspielend, ungehörig, zweideutig’ (16. Jh.), vgl. anzügliche und schimpfliche Wort (17. Jh.), zu frühnhd. anzug ‘Vorwurf, Beschuldigung’ (s. oben); daneben auch im Sinne von ‘anziehend’ (Anfang 16. Jh., noch bei Goethe). aufziehen Vb. ‘durch Ziehen öffnen, in die Höhe ziehen, großziehen, erziehen, eine Feder spannen, ins Werk setzen, necken’, ahd. ūfziohan ‘emporziehen’ (um 1000), mhd. ūfziehen ‘sich erheben, in die Höhe ziehen, emporheben, auf-, erziehen, fördern, pflegen’; Aufzug m. ‘Vorrichtung zum Hochziehen, Hochfahren’, dann (ab 17. Jh.) ‘Aufmarsch, Festzug, Prozession’, mhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum In-die-Höhe- Ziehen, Aufschub, Anziehung, Einfluß’; Aufzug im Sinne von ‘Aufmachung’ (17. Jh.) ist eigentlich ‘die Art und Weise, wie man vor anderen aufzieht’, dann eingeschränkt auf ‘Kleidung’; die Bedeutung ‘Schauspielakt’ (seit 17. Jh.) stammt aus dem feierlichen Auftritt der Schauspieler zu Beginn eines Aktes. ausziehen Vb. ‘herausziehen, in die Länge ziehen, auseinanderziehen, ablegen, aus-, entkleiden, ausplündern, einen Auszug machen, exzerpieren, wegziehen, wegmarschieren, die Wohnung aufgeben’, ahd. ūʒziohan (9. Jh.), mhd. ūʒziehen ‘aus-, herausziehen, sich entfernen, in den Krieg ziehen, entkleiden, ausnehmen, befreien’; Auszug m. ‘das Ausziehen, Abmarsch, Auswanderung, Teilabschrift, Exzerpt, Extrakt’, mhd. ūʒzuc ‘Auszug, Einwand, Widerrede, Ausflucht, Ausnahme’. beziehen Vb. ‘auf, über etw. ziehen, (be)spannen, regelmäßig erhalten, in einen bestimmten Zusammenhang bringen’, reflexiv ‘sich berufen auf, verweisen auf’, ahd. biziohan ‘festbinden, über-, zusammenziehen, zusammenfügen, wegnehmen’ (8. Jh.), mhd. beziehen ‘zu etw. kommen, erreichen, überziehen, ein Kleid besetzen, füttern, an sich nehmen, einziehen’; Beziehung f. ‘Verbindung, innerer Zusammenhang, wechselseitiges Verhältnis, Bezug(nahme), Anspielung, Hinsicht’ (17. Jh.); beziehungsweise Konj. ‘oder vielmehr, genauer gesagt, im anderen Fall’ (Mitte 18. Jh.), älter beziehlicher Weise (17. Jh.); Bezug m. ‘Bezugnahme, Hinsicht, Beziehung, das Beziehen (von Waren), Überzug’ (Anfang 18. Jh.; Einzelbeleg schweiz. 1483); vgl. ahd. bizog ‘Decke’ (Hs. 11./12. Jh.), mhd. bezoc ‘Unterfutter’; bezüglich Adj. ‘sich auf etw. beziehend’ (vereinzelt 16. Jh., häufig seit Ende 18. Jh.); auch Präp. (19. Jh.). erziehen Vb. ‘jmdn., besonders ein Kind, geistig und charakterlich formen, seine Neigungen und Fähigkeiten entfalten’, ahd. irziohan ‘ziehen, aufziehen, erziehen’ (8. Jh.), mhd. erziehen, eigentlich ‘herausziehen’; die Bedeutung des Verbs steht seit ahd. Zeit unter dem Einfluß von lat. ēducāre ‘auf-, großziehen, ernähren, erziehen’; Erzieher m. (17. Jh., vereinzelt 15. Jh.), Erziehung f. (um 1500). nachziehen Vb. ‘hinter sich herziehen, fester anziehen, nachzeichnen, verstärken, nachfolgen’, ahd. nāhziohan (um 1000), mhd. nāchziehen; Nachzügler m. ‘wer verspätet eintrifft, Nachkömmling’, zuerst (1792) bei Goethe im Sinne von ‘hinter dem Heere zurückbleibender Soldat, Marodeur’, gebildet zu heute nicht mehr gebräuchlichem Nachzug ‘Nachhut eines Heeres’. überziehen Vb. (in trennbarer Verbindung) ‘ein Kleidungsstück über den Körper ziehen, (über etw. anderes) anziehen’ (17. Jh.); vgl. die Wendung jmdm. eins, ein paar überziehen ‘jmdm. einen Hieb, Hiebe versetzen, jmdn. schlagen’ (um 1600); (in untrennbarer Verbindung) ‘mit einem Überzug versehen, bedecken, bespannen’, auch mit Krieg überziehen ‘zum Kriegsschauplatz machen’, das Konto überziehen ‘mehr abheben, als auf dem Konto steht’; ahd. ubarziohan ‘verziehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. überziehen ‘über etw. ziehen, an sich ziehen, gewinnen, bedecken, überfallen, besetzen, übertreffen’; Überzieher m. ‘leichter Herrenmantel’ (Mitte 19. Jh.), früher ‘Überziehrock der Männerkleidung’ (18. Jh.); Überzug m. ‘auswechselbare Hülle, Bezug, dünne Decke, Schicht, Auflage’, auch frühnhd. überzog ‘Überfall, feindlicher Angriff’ (15. Jh.), ahd. ubarzug ‘Kleidungsstück’ (Hs. 13. Jh.). umziehen Vb. (trennbar) ‘in eine andere Wohnung ziehen, den Wohnsitz wechseln, ein anderes Kleid, einen anderen Anzug anziehen, die Kleidung wechseln’ (18. Jh.), älter ‘herum-, umherziehen, -schweifen, -wandern’ (Anfang 16. Jh.), (untrennbar) ‘sich um … herumbewegen, ziehend umkreisen, mit etw. rings umgeben, bedecken’, reflexiv ‘sich bewölken, beziehen’, mhd. umbeziehen ‘umgeben, -zingeln, überfallen, herumziehen’; Umzug m. ‘das Umherziehen, (feierlicher) Aufzug, Festzug’ (Anfang 16. Jh.), ‘Wohnungswechsel’ (19. Jh.). verziehen Vb. ‘durch Ziehen in eine vom Normalen, Üblichen abweichende Form bringen, verzerren, die Wohnung, den Wohnort wechseln, falsch, nicht in der richtigen Weise erziehen, verwöhnen, zu dicht stehende junge Pflanzen herausziehen, vereinzeln’, reflexiv ‘allmählich weiterziehen und verschwinden, sich (unauffällig) entfernen’, ahd. firziohan ‘wegnehmen, entziehen, falsch erziehen’ (8. Jh.), mhd. verziehen ‘auseinanderziehen, herausziehen, entfernen, hinziehen, aufschieben, verzögern’; Verzug m. ‘Verzögerung, Rückstand im Erfüllen einer Verpflichtung’, mhd. verzuc, verzoc, auch ‘Einspruch, Einwand’. vollziehen Vb. ‘in die Tat umsetzen, ausführen, vollstrecken’, reflexiv (seit 19. Jh.) ‘vor sich gehen, geschehen, ablaufen’, ahd. fol(l)aziohan ‘unterstützen helfen, vollenden’ (8. Jh.), mhd. vol(le)ziehen ‘vollständig ziehen, ausführen, unterstützen, gemäß verfahren, genügen, befriedigen’, eigentlich ‘etw. bis zum Ende, zum Ziele ziehen’; Vollzug m. ‘Verwirklichung, Ausführung, Vollstreckung’, mhd. volzuc. vorziehen Vb. ‘nach vorn ziehen, hervorziehen, vor etw. ziehen, bevorzugen, lieber mögen, für später Vorgesehenes auf einen früheren Zeitpunkt legen, zuerst in Angriff nehmen’, ahd. furiziohan ‘hervorziehen, vorbringen, etw., jmdn. vorziehen’ (10. Jh.), mhd. vür-, vorziehen (frühnhd. für-, vorziehen) ‘vorführen (Pferd), darlegen, anführen, geltend machen, vorenthalten’; Vorzug m. ‘Vergünstigung, Vorteil, Vorrang, Vorrecht’, mhd. vürzuc, vürzoc (frühnhd. Für-, Vorzug); auch im Sinne von ‘wertvolle, vortreffliche Eigenschaft, Vorzüglichkeit, gute Seite’ (seit 17. Jh.); vorzüglich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet, vortrefflich’ (18. Jh.). zuziehen Vb. ‘durch Heranziehen schließen, zusammenziehen, festziehen, herbeirufen, von auswärts an den hiesigen Ort ziehen’, sich etw. zuziehen (z. B. etw. Übles, eine Krankheit, 18. Jh.), ahd. zuoziohan ‘anziehen, (die Bogensehne) spannen’ (um 1000), mhd. zuoziehen ‘zuziehen, zufügen, schließen, entgegenziehen, jmdm. zusetzen’; zuzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘hinzukommend, hinzuzurechnen’ (20. Jh.), wohl nach abzüglich (s. oben) gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) zusetzen · ↗hänseln · ↗necken · ↗plagen · ↗quälen · ↗sticheln · ↗traktieren · zu schaffen machen  ●  zwicken und zwacken  fig. · auf die Schippe nehmen  ugs. · aufziehen  ugs. · ↗piesacken  ugs. · ↗triezen  ugs. · utzen  ugs. · ↗uzen  ugs. · ↗vexieren  geh., veraltet · ↗ärgern  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
abhalten · ↗arrangieren · aufziehen · ↗formen · ↗gestalten
Synonymgruppe
aufspannen · aufziehen · ↗spannen
Synonymgruppe
aufpflegen · aufziehen · ↗bemuttern · ↗großziehen · ↗heranziehen · ↗pflegen
Synonymgruppe
aufziehen · ↗erziehen · ↗großziehen · ↗heranziehen · ↗versorgen
Synonymgruppe
(jemanden) aufziehen (mit) · (jemanden) hochnehmen (mit) · ↗(jemanden) veralbern · ↗(jemanden) verulken · (seine) Späße treiben (mit)
Assoziationen
  • (einen) Scherz machen (über) · (jemandem) ins Gesicht lachen · (sich) auf jemandes Kosten amüsieren · (sich) ein Lachen kaum verkneifen können (angesichts) · (sich) lustig machen (über) · (sich) mokieren (über) · Scherze treiben mit · Witze machen (über) · ↗auslachen · ins Lächerliche ziehen · lächerlich machen · nicht ernst nehmen · seinen Spaß haben (mit/bei) · ↗spotten (über) · ↗verlachen · ↗witzeln · zum Gespött machen  ●  Späße treiben (mit)  veraltend · ↗verspotten  Hauptform · (jemandem) eine lange Nase drehen  ugs., fig. · (jemandem) eine lange Nase machen  ugs., fig. · (sich) belustigen (über)  geh. · Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.  geh., Sprichwort · ↗durch den Kakao ziehen  ugs., fig. · ↗frotzeln (über)  ugs. · ↗verhohnepiepeln  ugs.
  • (jemandem) zusetzen · ↗hänseln · ↗necken · ↗plagen · ↗quälen · ↗sticheln · ↗traktieren · zu schaffen machen  ●  zwicken und zwacken  fig. · auf die Schippe nehmen  ugs. · aufziehen  ugs. · ↗piesacken  ugs. · ↗triezen  ugs. · utzen  ugs. · ↗uzen  ugs. · ↗vexieren  geh., veraltet · ↗ärgern  ugs.
  • (jemandem) ein X für ein U vormachen · ↗foppen · ↗narren · ↗nasführen · ↗täuschen · zum Besten haben · zum Besten halten · zum Narren halten  ●  (jemanden etwas) glauben machen  Hauptform · ↗(jemandem etwas) weismachen  ugs. · (jemandem) einen Bären aufbinden  ugs. · (jemanden) für dumm verschleißen  ugs., rheinisch, veraltend · (mit jemandem) sein(e) Spielchen treiben  ugs. · an der Nase herumführen  ugs. · ↗anführen  ugs. · ↗anmeiern  ugs. · ↗anschmieren  ugs. · auf den Arm nehmen  ugs., fig. · auf die Rolle nehmen  ugs. · auf die Schippe nehmen  ugs. · aufziehen  ugs. · ↗einseifen  ugs. · für dumm verkaufen  ugs. · ↗hochnehmen  ugs. · ↗hopsnehmen  ugs. · ↗verarschen  derb · ↗verdummbeuteln  ugs. · verdummdeubeln  ugs. · ↗vergackeiern  ugs. · verkaspern  ugs. · ↗verkohlen  ugs. · ↗verladen  ugs. · vernatzen  ugs., regional · ↗verschaukeln  ugs. · ↗verscheißern  derb · ↗veräppeln  ugs.
Synonymgruppe
(jemandem) ein X für ein U vormachen · ↗foppen · ↗narren · ↗nasführen · ↗täuschen · zum Besten haben · zum Besten halten · zum Narren halten  ●  (jemanden etwas) glauben machen  Hauptform · ↗(jemandem etwas) weismachen  ugs. · (jemandem) einen Bären aufbinden  ugs. · (jemanden) für dumm verschleißen  ugs., rheinisch, veraltend · (mit jemandem) sein(e) Spielchen treiben  ugs. · an der Nase herumführen  ugs. · ↗anführen  ugs. · ↗anmeiern  ugs. · ↗anschmieren  ugs. · auf den Arm nehmen  ugs., fig. · auf die Rolle nehmen  ugs. · auf die Schippe nehmen  ugs. · aufziehen  ugs. · ↗einseifen  ugs. · für dumm verkaufen  ugs. · ↗hochnehmen  ugs. · ↗hopsnehmen  ugs. · ↗verarschen  derb · ↗verdummbeuteln  ugs. · verdummdeubeln  ugs. · ↗vergackeiern  ugs. · verkaspern  ugs. · ↗verkohlen  ugs. · ↗verladen  ugs. · vernatzen  ugs., regional · ↗verschaukeln  ugs. · ↗verscheißern  derb · ↗veräppeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(alte Stricksachen) aufziehen · ↗auftrennen  ●  ↗(Pullover) aufräufeln  ugs., regional · ↗aufrebbeln  ugs., regional · ↗aufribbeln  ugs., ruhrdt., veraltend
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›aufziehen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufziehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufziehen‹

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Und man versuchte, um ihn herum ein Fest aufzuziehen, daß niemand so schnell vergessen sollte.
Der Tagesspiegel, 22.09.1997
Und so haben wir den Mut gehabt, dies mal aufzuziehen, und der Erfolg stellt sich eigentlich ein.
Süddeutsche Zeitung, 27.12.1995
Schon von weitem hatte man ihn die Uhr aufziehen hören.
Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 30
Sie hätte damals gern eine ganze Brut aufgezogen, und das verhinderte ich.
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr, München: R. Piper & Co. Verlag 1961, S. 87
Er zieht seine Uhr auf, legt sie neben das Glas.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 218
Zitationshilfe
„aufziehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufziehen>, abgerufen am 16.01.2021.

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