Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ausbürgern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung aus-bür-gern
formal verwandt mitBürger
Wortbildung  mit ›ausbürgern‹ als Erstglied: Ausbürgerung  ·  mit ›ausbürgern‹ als Letztglied: zwangsausbürgern
eWDG

Bedeutung

jmdm. das Bürgerrecht, die Staatsangehörigkeit entziehen
in gegensätzlicher Bedeutung zu einbürgern
Beispiele:
Antifaschisten, Emigranten wurden von den Nazis ausgebürgert
Bruckner erfuhr … daß er »ausgebürgert« und kein Deutscher mehr sei [ K. MannMephisto288]

Typische Verbindungen zu ›ausbürgern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausbürgern‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausbürgern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wurden ein paar Dissidenten ausgebürgert – das war es auch schon. [Der Spiegel, 08.01.1996]
Man könnte sie auch ausbürgern, aber das würde nicht so viel bringen. [Die Zeit, 11.06.1982, Nr. 24]
Er sei ja nicht nur dreizehn Jahre ausgebürgert gewesen, sondern fünfundzwanzig Jahre lang verboten gewesen, erklärte er immer wieder. [Der Tagesspiegel, 13.11.1996]
Doch schon bald wurde er verhaftet und 1980 schließlich ausgebürgert. [Der Tagesspiegel, 17.11.2004]
Denn ein System, das seine Gegner integrieren kann, ist jedem System überlegen, das seine Gegner verfolgen, zerstören und ausbürgern muss. [Der Tagesspiegel, 01.07.2001]
Zitationshilfe
„ausbürgern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausb%C3%BCrgern>.

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