ausbauen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-bau-en (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-bauen1
Wortbildung mit ›ausbauen‹ als Erstglied: ↗ausbaufähig
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
ein Teil aus einer Maschine, einer technischen Anlage herausnehmen, etw. ausmontieren
Gegenwort zu einbauen
Beispiele:
den Motor, das Armaturenbrett aus dem Auto ausbauen
der schadhafte Kessel muss ausgebaut werden
die ausgebauten Teile einer Maschine, eines Gerätes reinigen, ölen
2.
etw. planmäßig vergrößern, erweitern
Beispiel:
einen Hafen, eine Straße, das Eisenbahnnetz ausbauen
übertragen
Beispiele:
seine berufliche Position, seine geschäftlichen Verbindungen ausbauen
ein Staat baut seine wirtschaftlichen Beziehungen zu anderen Staaten aus
seine Erfolge ausbauen
der Spitzenreiter konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen
eine Lehre, Theorie, seine Kenntnisse, Studien weiter ausbauen (= vertiefen)
3.
etw. zu einem bestimmten Zweck umbauen, durch Bauarbeiten zu etw. umwandeln
Beispiele:
einen Saal zum, als Theater ausbauen
einige Räume zu einem, als Laboratorium ausbauen
die als Flottenstützpunkte ausgebauten Inseln
das Dachgeschoss eines Hauses ausbauen (= in das Dachgeschoß Zimmer hineinbauen)
ein Zimmer, eine Wohnung in einem beschädigten Haus ausbauen (= wieder als Wohnraum herstellen)
Ein Teil des Weinkellers war ... als Luftschutzkeller ausgebaut worden [RemarqueZeit zu leben195]
[eine] Bodenkammer, die der alte Tischler vortrefflich ausgebaut hatte [BredelEnkel49]

Thesaurus

Synonymgruppe
ausbauen · ↗ergänzen · ↗erweitern · ↗nachrüsten
Synonymgruppe
(einen) Zugewinn verbuchen (können) · (einen) Zugewinn zu verbuchen haben · ↗aufstocken · ausbauen · ↗ausdehnen · ↗dazugewinnen · ↗hinzugewinnen · ↗vergrößern  ●  ↗zulegen  ugs.
Oberbegriffe
  • Erfolg haben · erfolgreich sein · ↗reüssieren  ●  (die) Lorbeeren ernten  fig.
Synonymgruppe
ausbauen · ↗auseinandernehmen · ↗ausschlachten · ↗demontieren · in (seine) Einzelteile zerlegen · in einzelne Komponenten zergliedern · ↗modularisieren · ↗tranchieren (Kochkunst) · ↗zergliedern · ↗zerlegen · ↗zerteilen
Assoziationen
  • auseinanderbekommen · ↗auseinanderbringen · voneinander lösen · voneinander trennen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktivität Angebot Beziehung Engagement Festung Flughafen Führung Gesamtwertung Geschäft Infrastruktur Kapazität Kooperation Marktanteil Marktführerschaft Marktposition Marktstellung Netz Position Präsenz Standort Stellung Tabellenführung Vorsprung Zusammenarbeit bauen kontinuierlich kräftig modernisieren weiter Übernahme

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausbauen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Stück für Stück sollen die anderen deutschen Städte hinzukommen und langfristig auch die Angebote für das flache Land ausgebaut werden.
Der Tagesspiegel, 18.01.2001
Zwar sei auch der nördliche Teil der Straße vierspurig ausgebaut, wegen parkender Autos aber weitgehend nur zweispurig befahrbar.
Süddeutsche Zeitung, 13.12.2000
Da war es schon vernünftiger, ein Leiden, nämlich die »Tage«, ordentlich auszubauen.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 376
Von den mehr als 40 bestehenden Schulen sind nur einige wenige voll ausgebaut.
Klee, Ernst: Behinderten-Report, Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch-Verl. 1981 [1974], S. 50
Sie können also Ihre Anlage stetig weiter bereichern und ausbauen.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 150
Zitationshilfe
„ausbauen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausbauen>, abgerufen am 16.11.2018.

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