ausbitten

GrammatikVerb · bittet aus, bat aus, hat ausgebeten
Aussprache
Worttrennungaus-bit-ten (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-bitten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
sich [Dativ] von jmdm. etw., jmdn. ausbittensich von jmdm. etw., jmdn. erbitten, etw., jmdn. verlangen
Beispiele:
sich von jmdm. Bedenkzeit, eine Gunst, die Erlaubnis für etw. ausbitten
sich von jmdm. ein Buch, eine Bescheinigung, ein Andenken ausbitten
er hat sich von mir die Zeitung ausgebeten
sich (vom Vorgesetzten) einen zuverlässigen Mann ausbitten
ich bitte euch von den Eltern aus [G. Hauptm.3,161]
etw. nachdrücklich, streng fordern
Beispiele:
ich bitte mir Ruhe, Sauberkeit, Ordnung aus!
das möchte ich mir auch ausgebeten haben! (= das habe ich auch nicht anders erwartet!)
Nur bittʼ ich mir aus, daß du nicht später als halb elf nach Hause kommst [HeyseIII 3,571]
2.
veraltend jmdn. zum Ausgehen bitten
Beispiele:
jmdn. zum Essen, Tanz ausbitten
Willy ist heute zum Diner ausgebeten [Suderm.SodomII 2]

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) ausbitten · ↗erbitten · ↗fordern · ↗verlangen
Unterbegriffe
  • ein Anliegen haben · einen Wunsch haben  ●  etwas auf dem Herzen haben  ugs.
Assoziationen
  • (inständig) verlangen nach · (jemandem) steht der Sinn nach · (sich) sehnen nach · (sich) verzehren nach · ...närrisch · Lust haben (auf) · aus sein auf · ↗begehren · begehren nach · begehrlich nach · begierig auf · besessen von · brennen auf · ↗ersehnen · fiebern nach · ↗gieren (nach) · ↗herbeisehnen · ↗herbeiwünschen · kaum erwarten können · nicht warten können auf · schmachten nach · sehnlichst begehren · sehnlichst vermissen · spitzen auf · süchtig nach · unbedingt haben wollen · vergehen nach · verrückt nach · ↗verschmachten (nach) · versessen auf · vor Lust (auf etwas) vergehen · vor Verlangen (nach etwas) vergehen  ●  (sehr) verlangen nach  Hauptform · (sich die) Finger lecken nach  fig. · hinter etwas her (sein) wie der Teufel hinter der armen Seele  sprichwörtlich · hungern nach  fig. · ↗(einen) Gieper (haben) auf  ugs. · ↗(einen) Jieper (haben) auf  ugs. · (einen) Jieper haben (auf)  ugs., norddeutsch · (ganz) wild auf (etwas)  ugs. · (jemandem) (das) Wasser im Mund zusammenlaufen (beim Gedanken an)  ugs. · (sehr) hinter (etwas) her sein  ugs. · dürsten nach  geh., poetisch, fig. · erpicht auf  geh., veraltend · geil auf (etwas)  ugs. · gelüsten nach  geh. · giepern nach  ugs., regional · heiß auf (etwas)  ugs. · jiepern nach  ugs., regional · lange Zähne kriegen  ugs., selten · ↗lechzen (nach)  geh. · scharf auf (etwas)  ugs. · spitz sein auf  ugs. · verrückt auf (etwas)  ugs.
  • mögen (fälschlich "möchten") · ↗wollen · ↗wünschen
  • (es gibt) (viel) Beifall für · (gut) angenommen werden · (jemandem) angenehm (sein) · ↗(jemandem) behagen · ↗(jemandem) gefallen · ↗(jemandem) passen · (jemandem) sympathisch sein · Anklang finden (bei) · Gefallen finden (an) · Zuspruch erfahren · Zuspruch finden · akzeptiert werden · auf Gegenliebe stoßen · auf Resonanz stoßen (bei) · auf Sympathie stoßen · auf Zustimmung treffen · begrüßt werden · freundlich aufgenommen werden · nach jemandes Geschmack sein · positiv aufgenommen werden · ↗zusagen  ●  auf fruchtbaren Boden fallen (Vorschlag, Idee)  fig. · ↗(jemandem) konvenieren  geh. · gut ankommen (bei)  ugs.
Synonymgruppe
(sich) ausbitten · ↗(sich) offenhalten · ↗offenlassen · ↗vorbehalten

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bedenkzeit Ruhe bitten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausbitten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da bittet sie zu seiner Überraschung von sich aus, ihn ins Theater begleiten zu dürfen.
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2004
Sie baten sich bestimmte Posten aus, fast alle in der Verwaltung.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 241
Ich bitte mir aus, daß Sie bei der Geschichte ernst bleiben, sehr ernst sogar.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Da bitte ich mir doch die berühmten 100 Tage Schonfrist aus, die Zahlen kenne ich natürlich.
Die Welt, 22.04.2000
Was ist das für ein Spektakel, ich bitte mir Ruhe aus.
Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Oberstleutnants Roos. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1910], S. 986
Zitationshilfe
„ausbitten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausbitten>, abgerufen am 16.10.2019.

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