ausbringen

Grammatik Verb · bringt aus, brachte aus, hat ausgebracht
Aussprache 
Worttrennung aus-brin-gen
Wortzerlegung aus-bringen
Wortbildung  mit ›ausbringen‹ als Erstglied: ↗Ausbringung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. ...
    1. ⟨jmds. Gesundheit, Wohl ausbringen⟩ auf jmds. Gesundheit, Wohl trinken
  2. 2. etw. aus etw. herausbringen
    1. a) [Hüttenwesen] ...
    2. b) [Seemannssprache] ...
  3. 3. [veraltet] etw. ausplaudern
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Beispiele:
einen Trinkspruch, Toast, ein Hoch (auf jmdn., etw.) ausbringen (= aussprechen, ausrufen)
Hochrufe auf das Brautpaar, einen Staatsmann, eine Partei ausbringen
jmds. Gesundheit, Wohl ausbringenauf jmds. Gesundheit, Wohl trinken
Beispiele:
Wir brachten sogleich die Gesundheit des Kindes und der Mutter aus [Hausm.Überfall133]
Es wurde ... das Wohl der Verlobten ausgebracht [HeyseI 3,407]
2.
etw. aus etw. herausbringen
a)
Hüttenwesen
Beispiele:
Eisen, Kupfer, Uran ausbringen (= durch Aufbereitung gewinnen)
noch im 19. Jahrhundert war im Vogtland das Ausbringen an Eisen hoch [Urania1957]
b)
Seemannssprache
Beispiel:
ein Rettungsboot, den Anker ausbringen (= außenbords bringen)
3.
veraltet etw. ausplaudern
Beispiele:
ein Gerücht, Geheimnis ausbringen
Welche Versicherung begehrt Ihr von mir, daß ich Eure Heimlichkeit nicht ausbringe [Immerm.Münchh.4,68]

Typische Verbindungen zu ›ausbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausbringen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausbringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit einem Kahn wollen sie auf dem See Bojen ausbringen.
Bild, 27.03.1998
Er brachte ein Hurra aus, und die Versammlung stimmte ein.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 282
Wir wollen derselben hier in Ehren gedenken und bringen zu Ehren der draußen stehenden Helden ein dreifaches Hurra aus.
Wilhelm II. (Kaiser des Deutschen Reiches): Eine Ansprache im Hauptquartier. In: Johann, Ernst (Hg.), Reden des Kaisers, München: Deutscher Taschenbuch-Verl. 1966 [27.08.1914], S. 119
Ich polemisierte gegen ihn und brachte ein Hoch auf die allgemeine Bildung aus.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 29020
Ob der Bauer die Abfälle später auch auf seine Felder ausgebracht hat, entziehe sich ihrer Kenntnis.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2004
Zitationshilfe
„ausbringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausbringen>, abgerufen am 07.08.2020.

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