auseinandergehen

GrammatikVerb
Worttrennungaus-ei-nan-der-ge-hen · aus-ein-an-der-ge-hen
Wortzerlegungauseinander-gehen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
sich trennen
Beispiel:
um Mitternacht gingen wir auseinander
übertragen
Beispiele:
unsere Meinungen gehen in gewissen Punkten auseinander (= differieren)
umgangssprachlich ihre Verlobung ist wieder auseinandergegangen (= gelöst)
2.
salopp
Beispiel:
sie ist ziemlich auseinandergegangen (= dick geworden)

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · aus dem Leim gehen  ugs. · auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · ↗hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (völlig) kaputt · ↗baufällig · ↗entzwei · ↗irreparabel · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  aus dem Leim gegangen  ugs. · auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · ↗hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
Synonymgruppe
(sich) auflösen · auseinandergehen
Synonymgruppe
(sich) scheiden lassen (wollen) · ↗(sich) trennen · auseinandergehen · kein Paar mehr sein  ●  (jemandes) Wege trennen sich  fig. · getrennte Wege gehen  fig. · Schluss machen  ugs. · auseinander sein  ugs. · nicht mehr zusammen sein  ugs.
Assoziationen
  • (die) Beziehung beenden  ●  (jemandem) den Laufpass geben  geh., fig. · ↗(jemanden) abschießen  ugs. · ↗(jemanden) abservieren  ugs., salopp · Schluss machen (mit)  ugs. · in die Wüste schicken  ugs.
  • (sich) auseinanderleben · ↗(sich) entfremden · (sich) fremd werden · (sich) nichts mehr zu sagen haben · nebeneinander her leben
  • (sich) entzweien · ↗(sich) verfeinden · ↗(sich) verzanken · ↗(sich) zerstreiten · ↗(sich) überwerfen · brechen mit · im Streit auseinandergehen · uneins werden  ●  ↗(sich) verkrachen  ugs.
  • eigene Wege gehen (jeder, die beiden)  fig. · geschiedene Leute sein  fig. · getrennte Wege gehen  fig.
  • (sich) scheiden lassen (von) · (sich) trennen (von) · geschieden werden (von)  ●  nicht mehr zusammen sein mit  ugs.
  • (das) Tischtuch ist zerschnitten (zwischen) · getrennt von Tisch und Bett sein · getrennte Wege gehen · heillos zerstritten sein · im Streit auseinandergegangen sein · nicht mehr miteinander sprechen  ●  (sich) mit dem Arsch nicht mehr angucken  derb
  • (den) Kontakt abbrechen (zu) · (den) Kontakt beenden (zu) · ↗(jemandem) die Freundschaft (auf)kündigen · (sich) abwenden (von jemandem) · mit jemandem brechen
Antonyme
Synonymgruppe
(ganz schön) auseinandergehen · (sehr) dick werden · (sehr) in die Breite gehen · ↗(zu stark) zunehmen · aus der Form geraten · kräftig zulegen  ●  mehr werden  ironisch · aufgehen wie ein Hefekloß  ugs. · aufgehen wie ein Hefekuchen  ugs.
Assoziationen
  • (kräftig) zulegen · an Gewicht zulegen · ↗ansetzen · dick(er) werden · in die Breite gehen · ↗zunehmen  ●  mehr werden  ironisch · (etwas) auf die Rippen kriegen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschauung Ansicht Auffassung Beurteilung Bewertung Ehe Einkommensschere Einschätzung Expertenmeinung Freundschaft Gute Meinung Ost Preisvorstellung Prognose Schere Schilderunge Schätzung Unfriede Vorstellung allerdings darüber diametral ergebnislos freilich gehen meilenweit naturgemäß weit weiter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auseinandergehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Selbst innerhalb der Städte gehen die Interessen noch weit auseinander.
Süddeutsche Zeitung, 09.07.2002
Und am Ende gehen die beiden auseinander, wie sie gekommen sind.
Der Tagesspiegel, 27.01.1997
Die Versammlungen waren oft überfüllt - und man ging wieder auseinander.
Baader, Ottilie: Ein steiniger Weg, Lebenserinnerungen einer Sozialistin. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 23072
Er gab Sie vollständig frei, in vollständiger Harmonie sollten Sie auseinandergehen.
Friedländer, Hugo: Grete Beier, Tochter des Bürgermeisters Beier zu Brand, wegen Ermordung ihres Bräutigams vor dem Schwurgericht zu Freiberg i. Sa. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 4269
Die in der alten Kirche noch unklar gemischten Tendenzen gehen auseinander.
Troeltsch, Ernst: Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen, Tübingen: Mohr 1912, S. 177
Zitationshilfe
„auseinandergehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auseinandergehen>, abgerufen am 19.10.2019.

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