ausfällen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung aus-fäl-len
Wortzerlegung aus-fällen
Wortbildung  mit ›ausfällen‹ als Erstglied: ↗ausfällbar  ·  mit ›ausfällen‹ als Grundform: ↗Ausfällung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Chemie] einen Stoff aus einer Lösung ausscheiden
  2. 2. [schweizerisch, Jura] eine Strafe verhängen
eWDG

Bedeutungen

1.
Chemie einen Stoff aus einer Lösung ausscheiden
Beispiele:
Aluminium als Hydroxyd ausfällen
bei der chemischen Analyse ist Kalziumkarbonat ausgefällt worden
ausgefälltes Kupfersulfid
2.
schweizerisch, Jura eine Strafe verhängen
Beispiele:
das Gericht fällt für das Vergehen 14 Tage Haft aus
der Verurteilte hat die ausgefällte Strafe verbüßt

Verwendungsbeispiele für ›ausfällen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur wenn diese Lösung einwandfrei ausfällt, wird die Verbindung hergestellt.
o. A. [hen.]: Ki-Codierung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1996]
Bei der Ausscheidung wird der Zucker durch staubförmigen Kalk ausgefällt.
o. A.: M. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 39333
Danach wird die Hemizellulose quantitativ durch einen Überschuß an Alkohol ausgefällt.
Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 397
Azetessigester löst sich in Alkalien in der Kälte und kann mit Säuren wieder ausgefällt werden.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 133
Aus wäßrigen Lösungen von Hg(CN)2 kann Hg2+ nur mit Sulfidionen ausgefällt werden.
o. A.[Autorenkollektiv]: Chemie der Pseudohalogenide, Heidelberg: Hüthig 1979 [1978], S. 69
Zitationshilfe
„ausfällen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausf%C3%A4llen>, abgerufen am 17.04.2021.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Ausfallbürgschaft
Ausfallbein
ausfällbar
Ausfall
Ausfahrweg
ausfallend
Ausfallerscheinung
ausfällig
Ausfallmuster
Ausfallprobe