ausfüllen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-fül-len (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-füllen
Wortbildung mit ›ausfüllen‹ als Erstglied: ↗Ausfüllung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
einen leeren Raum mit etw. füllen
a)
etw. zuschütten
Beispiel:
die Grube, den Graben mit Kies, Steinen ausfüllen
etw. zustopfen
Beispiel:
ein Loch, eine Fuge ganz, vollständig ausfüllen
bildlich
Beispiel:
er hatte empfindliche Lücken in seiner Bildung auszufüllen
b)
einen Platz einnehmen
Beispiele:
der Tisch füllte eine Ecke der Stube aus
Der dicke Gastwirt ... stand breit und behaglich in seiner Haustür, die er ganz ausfüllte [EichendorffTaugenichts3,79]
c)
die in einem Schriftstück geforderten Angaben eintragen
Beispiel:
einen Fragebogen, Vordruck, ein Formular, einen Meldezettel gewissenhaft, deutlich, mit Tinte ausfüllen
2.
die Zeit mit etw. hinbringen, nutzen
Beispiele:
die Wartezeit, Pause unterhaltsam, mit einem Zeitvertreib ausfüllen
ihr Leben ist ganz mit Arbeit ausgefüllt
[der Tag] ging dahin ... vom Morgen bis zum Abend mit eifriger Beschäftigung ausgefüllt [UhseBertram41]
3.
übertragen etw. erfüllen
a)
seine beruflichen Aufgaben meistern
Beispiele:
einen Platz, eine Stellung gut, gewissenhaft, voll, schlecht ausfüllen
Laßt jeden nur seinen Posten ausfüllen [G. Hauptm.SonnenuntergangIII]
b)
etw. füllt jmdn. ausetw. beherrscht jmdn.
Beispiele:
ein Gedanke, das Glück füllt jmdn. aus
Nur noch ein Gefühl füllte sie aus [BrodTycho Brahe207]
etw. befriedigt jmdn.
Beispiele:
die Arbeit, der Beruf, eine Beschäftigung füllt jmdn. aus
Er hatte ein ausgefülltes, vielbeneidetes Leben geführt [Feuchtw.Narrenweisheit11]

Thesaurus

Synonymgruppe
ausfüllen · ↗eintragen · ↗registrieren
Synonymgruppe
ausfüllen · ↗ausstopfen · füllen · voll stopfen · ↗vollstopfen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Amt Anmeldeformular Antrag Antragsformular Bildschirm Bogen Formblatt Formular Fragebogen Hohlraum Leere Leerstelle Lottoschein Lücke Machtvakuum Nische Part Posten Rolle Scheck Schein Steuererklärung Stimmzettel Vakuum Vordruck Wahlzettel Zettel Zwischenraum abschicken füllen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausfüllen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur so hatte ich gelernt, in der Welt zu sein, ihre Leere mit meiner Sehnsucht auszufüllen.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 370
Ein Amt muss mit der ganzen Person ausgefüllt, ein Job dagegen nur erledigt werden.
Der Tagesspiegel, 16.06.2002
Der füllt überhaupt nichts aus, das ist nur die Verwaltung des Nichts.
Süddeutsche Zeitung, 19.09.1998
Sein innerpolitisches Wirken wird manche Jahre, bis Ende des Jahrhunderts, ausgefüllt haben, aber das läßt sich nur vermuten.
Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3565
Und wie stets füllte sie den größten Teil des Tages aus.
Schulze, Friedrich: Der Deutsche Buchhandel und die geistigen Strömungen der letzten hundert Jahre. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 8702
Zitationshilfe
„ausfüllen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausfüllen>, abgerufen am 18.07.2019.

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