ausfransen
GrammatikVerb · franste aus, ist ausgefranst
Aussprache
Worttrennungaus-fran-sen
Wortzerlegungaus-fransen
eWDG, 1967

Bedeutung

sich am Rand in einzelne Fransen auflösen
Beispiele:
der Saum des Ärmels, die Ränder von Stoffgürteln fransen aus
die Hosenbeine waren ausgefranst
oft im Part. Prät.
Beispiele:
ein ausgefranster Rock, Teppich
eine ausgefranste Hose, Matte
ein ausgefranstes Knopfloch
bildlich
Beispiele:
ein ausgefranster Schnauzbart
mit dem vom vielen Schwatzen gleichsam ausgefransten Mund [K. MannMephisto254]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Franse · fransen · ausfransen
Franse f. ‘herunterhängender Faden’, meist im Plur. ‘Fadenbüschel’ (als Saumschmuck an Decken, Tüchern, Teppichen). Mhd. *franse (bis ins 13. Jh. gesprochen fransche), belegt in spätmhd. franze, franse, ist Entlehnung von afrz. frenge, frz. frange, das sich wohl über eine durch r-Metathese entstandene Zwischenstufe vlat. *frimbia aus lat. fimbria ‘Faden, Troddel, Zierfaden am Gewandsaum’ herleitet. fransen Vb. ‘sich in Fäden auflösen, mit Fransen verzieren’, mhd. franzen ‘mit Fransen besetzen’. ausfransen Vb. ‘sich in Fäden auflösen’ (17. Jh.), modern häufiger als fransen.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ecken Konturen Rändern Saum Songs franst hin langsam weiter

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es sind weiße Socken, am Rand leicht ausgefranst, nicht gerade passend für einen Mann von dreiundachtzig Jahren.
Die Zeit, 21.04.2008, Nr. 16
Nun aber droht die Koalition an ihrem rechten Rand auszufransen.
Süddeutsche Zeitung, 30.12.2004
Die Schnitte und Wundmale, die ich dem Werk beigebracht hatte, wurden nun sorgfältig an den Rändern ausgefranst und geglättet.
Strauß, Botho: Der junge Mann, München: Hanser 1984, S. 265
Ecken fransen leicht aus, weil der Nahtrand zur Ecke hin bis knapp an die Naht einzuschneiden ist, um einen sauberen Winkel zu erhalten.
Janusch, Antonie: Unser Schneiderbuch, Leipzig: Verlag für d. Frau 1979 [1965], S. 53
Sie war am linken Knie etwas eingerissen und unten, an den Hosenbeinen, ausgefranst.
Sparschuh, Jens: Der Zimmerspringbrunnen, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1995, S. 151
Zitationshilfe
„ausfransen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausfransen>, abgerufen am 24.02.2018.

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