ausgehen

GrammatikVerb · ging aus, ist ausgegangen
Aussprache
Worttrennungaus-ge-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-gehen
Wortbildung mit ›ausgehen‹ als Erstglied: ↗Ausgehanzug · ↗Ausgehgarnitur · ↗Ausgehtag · ↗Ausgehtipp · ↗Ausgehuniform · ↗Ausgehverbot · ↗ausgehbereit · ↗ausgehfertig
 ·  mit ›ausgehen‹ als Grundform: ↗Ausgang · ↗ausgehend
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
hinausgehen
a)
das Haus, die Wohnung für eine gewisse Zeit verlassen
Beispiele:
die Mutter ist ausgegangen, um Besorgungen zu machen
der Kranke darf täglich nur eine Stunde ausgehen
er war am Ausgehen verhindert
Dann ging Fabian aus, sich die Gegend anzusehen [RennKrieg201]
zu Vergnügungen, zum Tanz gehen
Beispiele:
der junge Mann geht fast jeden Abend, nur selten aus
am Sonntag werden wir mal nett ausgehen
b)
nur im Part. Präs. gebräuchl.
Gegenwort zu eingehen
Beispiele:
die ausgehende Post muss noch eingetragen werden
die (über See) ausgehenden Güter, Waren werden verladen
c)
veraltet
Beispiel:
Geh aus, mein Herz, und suche Freud' [Kirchenlied]
ergehen
Beispiel:
Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging [Anfang der biblischen Weihnachtsgeschichte]
etw. ausgehen lassen
Beispiele:
eine Botschaft, einen Befehl ausgehen lassen
Mitteilungen, welche der tätige Oberamtmann an die benachbarten Ämter ... ausgehen ließ [H. KurzSonnenwirt5,34]
2.
auf etw. ausgehenes auf etw. anlegen, absehen
Beispiele:
auf Abenteuer, Eroberungen, Entdeckungen ausgehen
auf Gewinn, Betrug ausgehen
auf Raub, Beute ausgehen
die Parteien gehen vor den Wahlen auf Stimmenfang aus
dieser Schauspieler geht nur auf Effekthascherei aus
er geht darauf aus, mich zu ärgern, zu schädigen, zu verdrängen
der Diskussionsbeitrag, Zeitungsartikel geht darauf aus, die Gründe für einige Missstände aufzudecken
3.
von etw., jmdm. ausgehen
a)
jmd. geht von etw. ausjmd. nimmt etw. zum Ausgangspunkt
Beispiele:
der Lehrer geht im Unterricht von etwas Bekanntem aus
der Gelehrte ist in seiner Untersuchung von historischen Quellen ausgegangen
in seinen Überlegungen von einer bestimmten Ansicht, Vorstellung, Idee, Theorie ausgehen
der Redner ging in seinen Ausführungen von der Voraussetzung, Tatsache aus, dass ...
in unserer Diskussion waren wir von der Frage, dem Problem ausgegangen, wie ...
jmd. kehrt an einen Ort zurück, von dem er ausgegangen (= ausgezogen) ist
er rastete nicht eher, als bis die Türme der engen Stadt, von der er ausgegangen war, sich vor ihm ... erhoben [Th. MannKröger9,239]
b)
etw. geht von jmdm., einer Sache ausetw. nimmt von jmdm., einer Sache seinen Ausgang
α)
etw. wird von jmdm. geäußert, veranlasst
Beispiele:
der Gedanke, Plan ging von mehreren Mitarbeitern aus
der Vorschlag, die Anregung zu dieser Tarifvariante ist von der Gewerkschaft ausgegangen
die Verfügung, Anordnung ging von der vorgesetzten Dienststelle aus
alle Staatsgewalt geht vom Volke aus (= hat ihre Wurzeln im Volke)
β)
etw. wird von jmdm., einer Sache ausgeströmt, ausgestrahlt
Beispiele:
eine beruhigende Wirkung, zuversichtliche Stimmung, menschliche Wärme geht von der Krankenpflegerin aus
von dem Redner ging eine große Überzeugungskraft aus
von der Leselampe geht ein warmer Schein aus
vom Ofen geht eine behagliche Wärme aus
von der Pflanze geht ein zarter Duft aus
der Patient klagt über Beschwerden, die vom Magen ausgehen
Von ihr geht eine Spannung aus, die sich wie ein Druck auf die Ankömmlinge überträgt [A. ZweigErziehung191]
γ)
abgehen
Beispiele:
vom Marktplatz gehen mehrere Straßen aus
die Reise ging von L aus (= begann in L)
4.
mit einem bestimmten Ergebnis enden
Beispiele:
die Angelegenheit kann für ihn schlecht, schlimm, böse, übel ausgehen
der Prozess ging für den Kläger günstig, erfolgreich aus
ich werde es versuchen, es mag ausgehen wie es will
der Roman geht tragisch aus
die Geschichte geht gut aus
auf etw. ausgehen
sprichwörtlich etw. geht aus wie das Hornberger Schießen
in etw. enden
Beispiele:
das Wort geht auf einen Vokal, Konsonanten aus
der Vers geht auf einen klingenden Reim aus
in etw. ausgehenin etw. auslaufen
Beispiele:
das Ornament geht oben in eine Blume, Rosette aus
[das Haar] das nach rückwärts wie in einen Zopf auszugehen schien [Halbe6,118]
5.
jmd. geht leer ausjmd. bekommt nichts ab
Beispiele:
die letzten Käufer gingen beim Sommerschlussverkauf leer aus
kein Kind darf bei der Verteilung der Geschenke leer ausgehen
jmd. geht (straf)frei ausjmd. erhält keine Strafe
Beispiele:
der Schüler, der sein Vergehen selbst meldete, ging (straf)frei aus
Warum war der Knecht des Sägemüllers, dieser Lump, heil ausgegangen [LöscherAlles Getrennte192]
6.
schwinden
a)
umgangssprachlich zur Neige gehen
Beispiele:
der Expedition war die Verpflegung, der Proviant ausgegangen
in der heißen Jahreszeit waren die Getränke ausgegangen
dem Kraftfahrer ist das Benzin, dem Raucher sind die Zigaretten ausgegangen
dieser Artikel ist leider ausgegangen
auf der Reise war ihr das Geld ausgegangen
jmdm. geht der Gesprächsstoff aus
ihm geht nie die Geduld, der Humor aus
wie Bergsteiger, denen an einer steilen Wand die Kräfte ausgehen [Kellerm.Tunnel252]
b)
umgangssprachlich jmdm. geht der Atem ausjmdm. bleibt der Atem weg
Beispiel:
dem Sportler geht beim Laufen, der alten Frau geht beim Treppensteigen die Luft aus
bildlich jmdm. schwinden die finanziellen, materiellen Kräfte
Beispiele:
kleineren Firmen, Theaterunternehmen geht im Konkurrenzkampf oft die Luft aus
salopp Dem Inhaber der Bar war bei dem allgemeinen Wettrennen um die rollende Mark die Puste nicht ausgegangen [R. BartschGeliebt477]
c)
jmdm. gehen die Haare ausjmd. verliert die Haare
Beispiele:
mir gehen in letzter Zeit die Haare sehr aus
dem Hund, der Katze gehen im Sommer die Haare aus
7.
umgangssprachlich aufhören zu brennen, erlöschen
Beispiele:
jmdm. geht (beim Erzählen) die Pfeife aus
Er zündete seine ausgegangene Zigarre von neuem an [MusilMann1434]
Gegenwort zu angehen
Beispiele:
das Licht, Feuer geht aus
die Lampe ist ausgegangen (= das Licht ist ausgegangen)
der Ofen ist ausgegangen (= das Feuer ist ausgegangen)
das Streichholz ist ausgegangen (= die Flamme ist ausgegangen)
8.
Beispiele:
die Farben (des Kleides) sind beim Waschen ausgegangen (= blasser geworden) (= ausgelaufen)
dieser Stoff geht nicht aus
9.
veraltet etw. geht an jmdm. ausetw. wird an jmdm. ausgelassen
Beispiele:
Der Zorn gegen den Vater ging wie schon so oft auch diesmal an dem Kind aus [Auerbach5,67]
An dir wird es ausgehen, sagte Laban mit schwerer Zunge und wies ... auf den Neffen [Th. MannJoseph3,238]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gehen · abgehen · Abgang · angehen · aufgehen · Aufgang · ausgehen · Ausgang · begehen · eingehen · Eingang · entgehen · ergehen · hintergehen · übergehen · Übergang · untergehen · Untergang · vergehen · Vergehen · Vergangenheit · vorgehen · Vorgang · Vorgänger
gehen Vb. ‘sich zu Fuß fortbewegen’. Im Paradigma von nhd. gehen sind die Formen von zwei verschiedenen, nicht miteinander verwandten Verben vereinigt. Das gemeingerm. starke Verb ahd. gangan (8. Jh.), mhd. gangen, asächs. aengl. gangan, mnl. ganghen, anord. ganga, got. gaggan gehört zu den reduplizierenden Verben und ist vielleicht als Rückbildung aus einem jan-Verb germ. *gangjan (vgl. ahd. zigengen ‘zergehen machen, vernichten’, um 1000, mhd. gengen ‘gehen machen, losgehen’, aengl. gengan ‘gehen, reisen, reiten’) anzusehen. Es ist verwandt mit ↗Gang (s. d.) und außergerm. mit aind. jáṅghā ‘Unterschenkel’, jáṁhaḥ ‘Flügel, Schwinge’, lit. žeñgti ‘schreiten, gehen’ und vielleicht griech. kochṓnē (κοχώνη) ‘Stelle zwischen den Schenkeln, Hinterbacke’. Erschließbar ist ie. *g̑hengh- ‘schreiten, Schritt, Schenkelspreize, Schamgegend’. Auf dieses durch ahd. gangan vertretene Verb gehen das Prät. (ging) und das Part. Prät. (gegangen) von nhd. gehen zurück. Daneben steht gleichbed. ahd. gān (8. Jh.) und (zunächst nur bair. und frk.) gēn (8. Jh.), mhd. gān, gēn, asächs. -gān, mnd. aengl. gān, engl. to go, mnl. gaen, nl. gaan, anord. aschwed. , krimgot. geen, das ahd. nur durch den Infinitiv und athematisch gebildete Präsensformen (gām, gās(t), gāt usw. neben gēm, gēs(t), gēt usw.) belegt ist (vgl. aber aengl. Part. Prät. gegān), die Infinitiv und Präsens des nhd. Verbs gehen ergeben haben. Dieses Verb verbindet sich mit griech. (homerisch) kichā́nein (κιχάνειν) ‘erreichen, erlangen, antreffen’, aind. jíhītē ‘springt auf, begibt sich zu’ und führt auf eine Wurzel ie. *g̑hē-, *g̑hēi- ‘leer sein, fehlen, verlassen, fortgehen’, dann auch ‘gehen’, wobei eine Identität mit ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ erwogen wird (s. ↗gähnen), da sich ‘fortgehen’ aus ‘klaffend abstehen’ entwickelt haben kann. abgehen Vb. ‘sich entfernen, fehlen, sterben, abschreiten’, ahd. abagangan, -gān ‘aufhören, vergehen’ (um 1000), mhd. abegān ‘abnehmen, etw. versagen, fehlen’; Abgang m. ‘Weggang, Tod, Weg nach unten’, mhd. abeganc ‘das Hinabgehen, ein hinabführender Weg, Mangel, Abfall’. angehen Vb. ‘beginnen, betreffen, um etw. bitten’, ahd. anagangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. anegān ‘anfangen, hineingehen, folgen, angreifen’. aufgehen Vb. ‘sich öffnen, emporsteigen, sichtbar werden’, ahd. ūfgangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. ūfgān, -gēn ‘aufgehen, sich erheben, entstehen, gedeihen’; Aufgang m. ‘Erscheinen, Weg nach oben, Treppe’, ahd. ūfgang (8. Jh.), mhd. ūfganc. ausgehen Vb. ‘fortgehen, sich aufbrauchen, enden, abzielen auf etw.’, ahd. ūʒgangan, -gān, -gēn ‘hinausgehen, aufhören’ (8. Jh.), mhd. ūʒgān, -gēn ‘heraus-, hervorgehen, über die Ufer treten, zu Ende gehen, sich verlieren’; Ausgang m. ‘das Hinausgehen, Schluß, Ende, Weg nach außen’, ahd. ūʒgang (um 800), mhd. ūʒganc ‘das Herausgehen, Ausgang, Ende’. begehen Vb. ‘besichtigen, entlanggehen, feiern’, ahd. bigangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. begān, -gēn ‘erreichen, antreffen, sorgen um etw., feiern, zu Grabe geleiten’. eingehen Vb. ‘hineingehen, eintreffen, sich mit etw. oder jmdm. beschäftigen, kleiner werden, schrumpfen, aufhören zu existieren’, ahd. ingangan, -gān, -gēn ‘hineingehen, ein-, betreten, eindringen, überfallen’ (8. Jh.), mhd. īngān, asächs. mnd. ingān, got. inngaggan. Eingang m. ‘Öffnung, Tür, Ankunft, Weg nach innen’, ahd. ingang (8. Jh.), mhd. īn-, inganc. entgehen Vb. ‘entkommen, nicht bemerkt werden’, ahd. intgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. engān, -gēn ‘entkommen, fortgehen, verlorengehen, sich entziehen’. ergehen Vb. ‘angeordnet werden’, reflexiv ‘spazierengehen’, auch unpersönlich mir ergeht es gut, schlecht, ahd. irgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. ergān, -gēn ‘zu gehen beginnen, kommen, geschehen, sich ereignen, einholen, zu Ende gehen’. hintergehen Vb. ‘betrügen, täuschen’, spätmhd. hindergān ‘von hinten herangehen, überfallen, betrügen’. übergehen Vb. ‘nicht beachten, übersehen, überlaufen, überfließen’, ahd. ubargangan, ubar(i)gān ‘überströmen, hinübergehen’ (8. Jh.), mhd. übergān, -gēn ‘übergehen, -fließen, vorübergehen, über etw. gehen, überfallen, übertreten’; Übergang m. ‘überführender Weg, das Überschreiten, Wechsel’, ahd. ubargang ‘das Herausgehen, Abweichung, Verderben, Seuche, Pest’ (8. Jh.), frühnhd. übergang ‘das Hinübergehen, Durchgang, Stelle, wo man hinübergeht’ (15. Jh.). untergehen Vb. ‘zugrunde gehen, versinken’, ahd. untargangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. untergān, -gēn ‘dazwischentreten, überkommen, befallen, versperren’; Untergang m. ‘das Zugrundegehen, Scheitern, Sinken’, ahd. untargang (9. Jh.), mhd. underganc ‘Verderben, Sinken (der Sonne), Unterwerfung, Schiedsgericht’. vergehen Vb. ‘aufhören zu existieren, vorbeigehen, verstreichen’, reflexiv ‘gegen eine Norm verstoßen, ein Verbrechen an jmdm. ausführen’, ahd. firgangan, -gān, -gēn ‘vorwärtsgehen, verstreichen’ (9. Jh.), mhd. vergān, -gēn, auch ‘übergehen, meiden, auseinandergehen, sich verirren’; Vergehen n. ‘zu bestrafende Handlung, Verbrechen’ (18. Jh.), vgl. mhd. vergān ‘das Vorübergehen, Hinweggehen’; Vergangenheit f. ‘zurückliegende, verflossene Zeit’ (18. Jh.), in diesem Sinne grammatischer Terminus für Zeitformen des Verbs, die ein Geschehen oder Sein als vergangen darstellen (19. Jh.), vgl. di vergangen zeit (um 1400), die verlauffene Zeit (Anfang 17. Jh.). vorgehen Vb. ‘vorwärtsgehen, nach vorn gehen, den Vorrang haben, sich ereignen’, ahd. foragangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. vor-, vürgān ‘vorangehen, übertreffen’; Vorgang m. ‘Ereignis, Ablauf eines Geschehens, in den Akten festgehaltener Fall’, mhd. vor-, vürganc ‘das Vorausgehende, Einleitung, Vortritt, Fortschritt, Erfolg’; Vorgänger m. ‘in Amt oder Stellung Vorangegangener’, spätmhd. vorganger, -genger.

Thesaurus

Synonymgruppe
(von etwas) ausgehen · ↗annehmen · ↗denken · ↗erwarten · ↗glauben · ↗meinen · ↗mutmaßen · ↗vermuten  ●  tippen auf  fig. · ↗schätzen  ugs. · zu wissen glauben  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) erschöpfen · aufgebraucht sein · leer werden · nicht mehr am Lager (Kaufmannsspr.) · nicht mehr auf Lager · zur Neige gehen  ●  (da) nix mehr von da sein  ugs., ruhrdt. · alle sein  ugs. · ↗aus sein  ugs. · ausgehen  ugs. · ham wer nich  ugs., Jargon · is nich (mehr)  ugs. · keine / nichts mehr da sein  ugs. · nichts mehr davon da sein  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
ausgehen · ↗erlöschen
Antonyme
  • ausgehen
Synonymgruppe
(ein) Ende haben · (in bestimmter Weise) ausgehen · ↗ablaufen · ↗aufhören · ↗ausklingen · ↗auslaufen · ein (...) Ende finden · ↗enden · ↗schließen · ↗verfallen · zu Ende gehen  ●  zu Ende sein  ugs.
Assoziationen
  • (dem) Ende näherkommen · (sich dem) Ende zuneigen · langsam zu Ende gehen
Synonymgruppe
(gerade) noch ausreichen · (noch) knapp passen  ●  (sich) ausgehen  ugs., österr. · so gerade reichen  ugs.
Synonymgruppe
aufhören zu laufen · ausgehen · nicht funktionieren · ↗stehenbleiben · ↗streiken (Motor)
Assoziationen
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · ↗hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (eine) Panne haben · ↗liegen bleiben · ↗liegenbleiben  ●  nicht weiterfahren können  Hauptform
  • (den) Aus-Knopf drücken · ↗abdrehen · ↗abschalten · ↗abstellen · ↗ausknipsen · ↗ausschalten  ●  (den) Ein-Aus-Schalter betätigen  förmlich · ↗ausmachen  ugs. · den Stecker (raus)ziehen  ugs.
Antonyme
  • ausgehen
Synonymgruppe
(seine) Wohnung verlassen · aus dem Haus gehen · ausgehen · außer Haus gehen · unter Menschen gehen · vor die Tür gehen  ●  ↗rausgehen  ugs., regional
Assoziationen
  • einkehren · essen gehen · in die Kantine gehen (Arbeit) · ins Restaurant gehen · zu Tisch gehen (von der Arbeit aus)  ●  aus essen gehen  ugs.
  • (sich) in der Öffentlichkeit zeigen · auf die Straße gehen · auf die Straße treten · das Haus verlassen · die Wohnung verlassen  ●  (sich) außer Haus begeben  geh. · nach draußen gehen  ugs.
  • (etwas) erleben wollen · ↗losziehen · nicht zu Hause (hocken) bleiben · nicht zu Hause versauern  ●  auf die Piste gehen  ugs., fig. · um die Häuser ziehen  ugs.
  • (einen) losmachen · (sich) amüsieren gehen · ↗(was) losmachen · ausgehen · feiern gehen · tanzen gehen
  • (etwas) unternehmen · aktiv sein  ●  nicht nur vor dem Fernseher sitzen  variabel, fig. · nicht (nur) zu Hause herumhocken  ugs., fig.
Synonymgruppe
(einen) losmachen · (sich) amüsieren gehen · ↗(was) losmachen · ausgehen · feiern gehen · tanzen gehen
Assoziationen
  • (sich) amüsieren (gehen) · auf Vergnügungstour gehen  ●  (einen) Zug durch die Gemeinde machen  fig. · auf die Piste gehen  fig. · auf Jück gehen  ugs. · auf Trallafitti gehen  ugs., regional · auf den Swutsch gehen  ugs., norddeutsch · auf die Walz gehen  ugs., fig. · op Jöck jonn  ugs., kölsch · um die Häuser ziehen  ugs.
  • (etwas) erleben wollen · ↗losziehen · nicht zu Hause (hocken) bleiben · nicht zu Hause versauern  ●  auf die Piste gehen  ugs., fig. · um die Häuser ziehen  ugs.
  • Gesellschaft suchen · nicht zu Hause versauern · unter Leute gehen · unter Menschen gehen
  • (seine) Wohnung verlassen · aus dem Haus gehen · ausgehen · außer Haus gehen · unter Menschen gehen · vor die Tür gehen  ●  ↗rausgehen  ugs., regional
  • (die) Puppen tanzen lassen · ausgelassen feiern · kräftig feiern  ●  (die) Sau rauslassen  ugs. · ↗(sich) austoben  ugs., fig. · (so richtig) einen draufmachen  ugs. · auf den Putz hauen  ugs. · auf die Pauke hauen  ugs. · die Korken knallen lassen  ugs. · es krachen lassen  ugs. · steil gehen (jugendsprachl.)  ugs.
Synonymgruppe
(sich) treffen (mit) · (sich) verabreden (mit) · ausgehen (mit)  ●  ↗(jemanden) daten  engl.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Analyst Annahme Bedrohung Beobachter Ermittler Experte Gefahr Geld Impuls Initiative Licht Luft Milliarde Million Polizei Prozent Puste Schätzung Signal Staatsanwaltschaft Voraussetzung Wachstum Wirkung davon gehen ich immer leer straffrei wir

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausgehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich gehe davon aus, dass diese Entwicklung noch für weitere 20 Jahre anhalten wird.
Die Zeit, 11.10.2013, Nr. 41
Wir gehen einmal davon aus, daß mehrere Gäste geladen sind.
Schäfer-Elmayer, Thomas: Der Elmayer. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1991], S. 4508
Gemeinsam ginge man von dem Verständnis von einer Welt aus.
Nr. 350: Gespräch Kohl mit Gorbatschow vom 15. Juli 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 3905
Wir gehen davon aus, den Komplex der deutschen Teilung aus einer Politik der europäischen Entspannung nicht auszuklammern.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1967]
Sie gehen von einer Situation aus, in der die vornehmsten Ziele, die sich die vorangegangenen Generationen gesetzt hatten, bereits erreicht waren.
Sartori, Claudio u. a.: Italien. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 42146
Zitationshilfe
„ausgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausgehen>, abgerufen am 22.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
ausgehbereit
Ausgehanzug
Ausgeglichenheit
ausgeglichen
ausgefuchst
ausgehend
Ausgeher
Ausgeherlaubnis
ausgehfertig
Ausgehgarnitur