ausgehen

Grammatik Verb · geht aus, ging aus, ist ausgegangen
Aussprache  [ˈaʊ̯sgeːən]
Worttrennung aus-ge-hen
Wortzerlegung aus- gehen
Wortbildung  mit ›ausgehen‹ als Erstglied: Ausgehanzug · Ausgehbeschränkung · Ausgeher · Ausgehgarnitur · Ausgehsperre · Ausgehtag · Ausgehtipp · Ausgehuniform · Ausgehverbot · ausgehbereit · ausgehend · ausgehfertig
 ·  mit ›ausgehen‹ als Grundform: Ausgang
eWDG

Bedeutungen

1.
hinausgehen
a)
das Haus, die Wohnung für eine gewisse Zeit verlassen
Beispiele:
die Mutter ist ausgegangen, um Besorgungen zu machen
der Kranke darf täglich nur eine Stunde ausgehen
er war am Ausgehen verhindert
Dann ging Fabian aus, sich die Gegend anzusehen [ RennKrieg201]
zu Vergnügungen, zum Tanz gehen
Beispiele:
der junge Mann geht fast jeden Abend, nur selten aus
am Sonntag werden wir mal nett ausgehen
b)
in gegensätzlicher Bedeutung zu eingehen
Grammatik: nur im Partizip I gebräuchlich
Beispiele:
die ausgehende Post muss noch eingetragen werden
die (über See) ausgehenden Güter, Waren werden verladen
c)
veraltet
Beispiel:
Geh aus, mein Herz, und suche Freud’ [Kirchenlied]
ergehen
Beispiel:
Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging [Anfang der biblischen Weihnachtsgeschichte]
etw. ausgehen lassen
Beispiele:
eine Botschaft, einen Befehl ausgehen lassen
Mitteilungen, welche der tätige Oberamtmann an die benachbarten Ämter … ausgehen ließ [ H. KurzSonnenwirt5,34]
2.
auf etw. ausgehen (= es auf etw. anlegen, absehen)
Beispiele:
auf Abenteuer, Eroberungen, Entdeckungen ausgehen
auf Gewinn, Betrug ausgehen
auf Raub, Beute ausgehen
die Parteien gehen vor den Wahlen auf Stimmenfang aus
dieser Schauspieler geht nur auf Effekthascherei aus
er geht darauf aus, mich zu ärgern, zu schädigen, zu verdrängen
der Diskussionsbeitrag, Zeitungsartikel geht darauf aus, die Gründe für einige Missstände aufzudecken
3.
von etw., jmdm. ausgehen
a)
jmd. geht von etw. aus (= jmd. nimmt etw. zum Ausgangspunkt)
Beispiele:
der Lehrer geht im Unterricht von etwas Bekanntem aus
der Gelehrte ist in seiner Untersuchung von historischen Quellen ausgegangen
in seinen Überlegungen von einer bestimmten Ansicht, Vorstellung, Idee, Theorie ausgehen
der Redner ging in seinen Ausführungen von der Voraussetzung, Tatsache aus, dass …
in unserer Diskussion waren wir von der Frage, dem Problem ausgegangen, wie …
jmd. kehrt an einen Ort zurück, von dem er ausgegangen (= ausgezogen) ist
er rastete nicht eher, als bis die Türme der engen Stadt, von der er ausgegangen war, sich vor ihm … erhoben [ Th. MannKröger9,239]
b)
etw. geht von jmdm., einer Sache aus (= etw. nimmt von jmdm., einer Sache seinen Ausgang)
α)
etw. wird von jmdm. geäußert, veranlasst
Beispiele:
der Gedanke, Plan ging von mehreren Mitarbeitern aus
der Vorschlag, die Anregung zu dieser Tarifvariante ist von der Gewerkschaft ausgegangen
die Verfügung, Anordnung ging von der vorgesetzten Dienststelle aus
alle Staatsgewalt geht vom Volke aus (= hat ihre Wurzeln im Volke)
β)
etw. wird von jmdm., einer Sache ausgeströmt, ausgestrahlt
Beispiele:
eine beruhigende Wirkung, zuversichtliche Stimmung, menschliche Wärme geht von der Krankenpflegerin aus
von dem Redner ging eine große Überzeugungskraft aus
von der Leselampe geht ein warmer Schein aus
vom Ofen geht eine behagliche Wärme aus
von der Pflanze geht ein zarter Duft aus
der Patient klagt über Beschwerden, die vom Magen ausgehen
Von ihr geht eine Spannung aus, die sich wie ein Druck auf die Ankömmlinge überträgt [ A. ZweigErziehung191]
γ)
abgehen
Beispiele:
vom Marktplatz gehen mehrere Straßen aus
die Reise ging von L aus (= begann in L)
4.
mit einem bestimmten Ergebnis enden
Beispiele:
die Angelegenheit kann für ihn schlecht, schlimm, böse, übel ausgehen
der Prozess ging für den Kläger günstig, erfolgreich aus
ich werde es versuchen, es mag ausgehen wie es will
der Roman geht tragisch aus
die Geschichte geht gut aus
auf etw. ausgehen
sprichwörtlichetw. geht aus wie das Hornberger Schießen
in etw. enden
Beispiele:
das Wort geht auf einen Vokal, Konsonanten aus
der Vers geht auf einen klingenden Reim aus
in etw. ausgehen (= in etw. auslaufen)
Beispiele:
das Ornament geht oben in eine Blume, Rosette aus
[das Haar] das nach rückwärts wie in einen Zopf auszugehen schien [ Halbe6,118]
5.
jmd. geht leer aus (= jmd. bekommt nichts ab)
Beispiele:
die letzten Käufer gingen beim Sommerschlussverkauf leer aus
kein Kind darf bei der Verteilung der Geschenke leer ausgehen
jmd. geht (straf)frei aus (= jmd. erhält keine Strafe)
Beispiele:
der Schüler, der sein Vergehen selbst meldete, ging (straf)frei aus
Warum war der Knecht des Sägemüllers, dieser Lump, heil ausgegangen [ LöscherAlles Getrennte192]
6.
schwinden
a)
umgangssprachlich zur Neige gehen
Beispiele:
der Expedition war die Verpflegung, der Proviant ausgegangen
in der heißen Jahreszeit waren die Getränke ausgegangen
dem Kraftfahrer ist das Benzin, dem Raucher sind die Zigaretten ausgegangen
dieser Artikel ist leider ausgegangen
auf der Reise war ihr das Geld ausgegangen
jmdm. geht der Gesprächsstoff aus
ihm geht nie die Geduld, der Humor aus
wie Bergsteiger, denen an einer steilen Wand die Kräfte ausgehen [ Kellerm.Tunnel252]
b)
umgangssprachlich jmdm. geht der Atem aus (= jmdm. bleibt der Atem weg)
Beispiel:
dem Sportler geht beim Laufen, der alten Frau geht beim Treppensteigen die Luft aus
bildlich jmdm. schwinden die finanziellen, materiellen Kräfte
Beispiele:
kleineren Firmen, Theaterunternehmen geht im Konkurrenzkampf oft die Luft aus
saloppDem Inhaber der Bar war bei dem allgemeinen Wettrennen um die rollende Mark die Puste nicht ausgegangen [ R. BartschGeliebt477]
c)
jmdm. gehen die Haare aus (= jmd. verliert die Haare)
Beispiele:
mir gehen in letzter Zeit die Haare sehr aus
dem Hund, der Katze gehen im Sommer die Haare aus
7.
umgangssprachlich aufhören zu brennen, erlöschen
Beispiele:
jmdm. geht (beim Erzählen) die Pfeife aus
Er zündete seine ausgegangene Zigarre von neuem an [ MusilMann1434]
in gegensätzlicher Bedeutung zu angehen
Beispiele:
das Licht, Feuer geht aus
die Lampe ist ausgegangen (= das Licht ist ausgegangen)
der Ofen ist ausgegangen (= das Feuer ist ausgegangen)
das Streichholz ist ausgegangen (= die Flamme ist ausgegangen)
8.
Beispiele:
die Farben (des Kleides) sind beim Waschen ausgegangen (= blasser geworden) (= ausgelaufen)
dieser Stoff geht nicht aus
9.
veraltet etw. geht an jmdm. aus (= etw. wird an jmdm. ausgelassen)
Beispiele:
Der Zorn gegen den Vater ging wie schon so oft auch diesmal an dem Kind aus [ Auerbach5,67]
An dir wird es ausgehen, sagte Laban mit schwerer Zunge und wies … auf den Neffen [ Th. MannJoseph3,238]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gehen · abgehen · Abgang · angehen · aufgehen · Aufgang · ausgehen · Ausgang · begehen · eingehen · Eingang · entgehen · ergehen · hintergehen · übergehen · Übergang · untergehen · Untergang · vergehen · Vergehen · Vergangenheit · vorgehen · Vorgang · Vorgänger
gehen Vb. ‘sich zu Fuß fortbewegen’. Im Paradigma von nhd. gehen sind die Formen von zwei verschiedenen, nicht miteinander verwandten Verben vereinigt. Das gemeingerm. starke Verb ahd. gangan (8. Jh.), mhd. gangen, asächs. aengl. gangan, mnl. ganghen, anord. ganga, got. gaggan gehört zu den reduplizierenden Verben und ist vielleicht als Rückbildung aus einem jan-Verb germ. *gangjan (vgl. ahd. zigengen ‘zergehen machen, vernichten’, um 1000, mhd. gengen ‘gehen machen, losgehen’, aengl. gengan ‘gehen, reisen, reiten’) anzusehen. Es ist verwandt mit Gang1 (s. d.) und außergerm. mit aind. jáṅghā ‘Unterschenkel’, jáṁhaḥ ‘Flügel, Schwinge’, lit. žeñgti ‘schreiten, gehen’ und vielleicht griech. kochṓnē (κοχώνη) ‘Stelle zwischen den Schenkeln, Hinterbacke’. Erschließbar ist ie. *g̑hengh- ‘schreiten, Schritt, Schenkelspreize, Schamgegend’. Auf dieses durch ahd. gangan vertretene Verb gehen das Prät. (ging) und das Part. Prät. (gegangen) von nhd. gehen zurück. Daneben steht gleichbed. ahd. gān (8. Jh.) und (zunächst nur bair. und frk.) gēn (8. Jh.), mhd. gān, gēn, asächs. -gān, mnd. aengl. gān, engl. to go, mnl. gaen, nl. gaan, anord. aschwed. , krimgot. geen, das ahd. nur durch den Infinitiv und athematisch gebildete Präsensformen (gām, gās(t), gāt usw. neben gēm, gēs(t), gēt usw.) belegt ist (vgl. aber aengl. Part. Prät. gegān), die Infinitiv und Präsens des nhd. Verbs gehen ergeben haben. Dieses Verb verbindet sich mit griech. (homerisch) kichā́nein (κιχάνειν) ‘erreichen, erlangen, antreffen’, aind. jíhītē ‘springt auf, begibt sich zu’ und führt auf eine Wurzel ie. *g̑hē-, *g̑hēi- ‘leer sein, fehlen, verlassen, fortgehen’, dann auch ‘gehen’, wobei eine Identität mit ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ erwogen wird (s. gähnen), da sich ‘fortgehen’ aus ‘klaffend abstehen’ entwickelt haben kann. abgehen Vb. ‘sich entfernen, fehlen, sterben, abschreiten’, ahd. abagangan, -gān ‘aufhören, vergehen’ (um 1000), mhd. abegān ‘abnehmen, etw. versagen, fehlen’; Abgang m. ‘Weggang, Tod, Weg nach unten’, mhd. abeganc ‘das Hinabgehen, ein hinabführender Weg, Mangel, Abfall’. angehen Vb. ‘beginnen, betreffen, um etw. bitten’, ahd. anagangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. anegān ‘anfangen, hineingehen, folgen, angreifen’. aufgehen Vb. ‘sich öffnen, emporsteigen, sichtbar werden’, ahd. ūfgangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. ūfgān, -gēn ‘aufgehen, sich erheben, entstehen, gedeihen’; Aufgang m. ‘Erscheinen, Weg nach oben, Treppe’, ahd. ūfgang (8. Jh.), mhd. ūfganc. ausgehen Vb. ‘fortgehen, sich aufbrauchen, enden, abzielen auf etw.’, ahd. ūʒgangan, -gān, -gēn ‘hinausgehen, aufhören’ (8. Jh.), mhd. ūʒgān, -gēn ‘heraus-, hervorgehen, über die Ufer treten, zu Ende gehen, sich verlieren’; Ausgang m. ‘das Hinausgehen, Schluß, Ende, Weg nach außen’, ahd. ūʒgang (um 800), mhd. ūʒganc ‘das Herausgehen, Ausgang, Ende’. begehen Vb. ‘besichtigen, entlanggehen, feiern’, ahd. bigangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. begān, -gēn ‘erreichen, antreffen, sorgen um etw., feiern, zu Grabe geleiten’. eingehen Vb. ‘hineingehen, eintreffen, sich mit etw. oder jmdm. beschäftigen, kleiner werden, schrumpfen, aufhören zu existieren’, ahd. ingangan, -gān, -gēn ‘hineingehen, ein-, betreten, eindringen, überfallen’ (8. Jh.), mhd. īngān, asächs. mnd. ingān, got. inngaggan. Eingang m. ‘Öffnung, Tür, Ankunft, Weg nach innen’, ahd. ingang (8. Jh.), mhd. īn-, inganc. entgehen Vb. ‘entkommen, nicht bemerkt werden’, ahd. intgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. engān, -gēn ‘entkommen, fortgehen, verlorengehen, sich entziehen’. ergehen Vb. ‘angeordnet werden’, reflexiv ‘spazierengehen’, auch unpersönlich mir ergeht es gut, schlecht, ahd. irgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. ergān, -gēn ‘zu gehen beginnen, kommen, geschehen, sich ereignen, einholen, zu Ende gehen’. hintergehen Vb. ‘betrügen, täuschen’, spätmhd. hindergān ‘von hinten herangehen, überfallen, betrügen’. übergehen Vb. ‘nicht beachten, übersehen, überlaufen, überfließen’, ahd. ubargangan, ubar(i)gān ‘überströmen, hinübergehen’ (8. Jh.), mhd. übergān, -gēn ‘übergehen, -fließen, vorübergehen, über etw. gehen, überfallen, übertreten’; Übergang m. ‘überführender Weg, das Überschreiten, Wechsel’, ahd. ubargang ‘das Herausgehen, Abweichung, Verderben, Seuche, Pest’ (8. Jh.), frühnhd. übergang ‘das Hinübergehen, Durchgang, Stelle, wo man hinübergeht’ (15. Jh.). untergehen Vb. ‘zugrunde gehen, versinken’, ahd. untargangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. untergān, -gēn ‘dazwischentreten, überkommen, befallen, versperren’; Untergang m. ‘das Zugrundegehen, Scheitern, Sinken’, ahd. untargang (9. Jh.), mhd. underganc ‘Verderben, Sinken (der Sonne), Unterwerfung, Schiedsgericht’. vergehen Vb. ‘aufhören zu existieren, vorbeigehen, verstreichen’, reflexiv ‘gegen eine Norm verstoßen, ein Verbrechen an jmdm. ausführen’, ahd. firgangan, -gān, -gēn ‘vorwärtsgehen, verstreichen’ (9. Jh.), mhd. vergān, -gēn, auch ‘übergehen, meiden, auseinandergehen, sich verirren’; Vergehen n. ‘zu bestrafende Handlung, Verbrechen’ (18. Jh.), vgl. mhd. vergān ‘das Vorübergehen, Hinweggehen’; Vergangenheit f. ‘zurückliegende, verflossene Zeit’ (18. Jh.), in diesem Sinne grammatischer Terminus für Zeitformen des Verbs, die ein Geschehen oder Sein als vergangen darstellen (19. Jh.), vgl. di vergangen zeit (um 1400), die verlauffene Zeit (Anfang 17. Jh.). vorgehen Vb. ‘vorwärtsgehen, nach vorn gehen, den Vorrang haben, sich ereignen’, ahd. foragangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. vor-, vürgān ‘vorangehen, übertreffen’; Vorgang m. ‘Ereignis, Ablauf eines Geschehens, in den Akten festgehaltener Fall’, mhd. vor-, vürganc ‘das Vorausgehende, Einleitung, Vortritt, Fortschritt, Erfolg’; Vorgänger m. ‘in Amt oder Stellung Vorangegangener’, spätmhd. vorganger, -genger.

Thesaurus

Synonymgruppe
(von etwas) ausgehen · annehmen · denken · erwarten · glauben · meinen · mutmaßen · vermuten  ●  tippen auf  fig. · schätzen  ugs. · zu wissen glauben  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
ausgehen · erlöschen
Synonymgruppe
(ein) Ende haben · (in bestimmter Weise) ausgehen · ablaufen (Frist, Zeitabschnitt) · aufhören · ausklingen · auslaufen · ein (...) Ende finden · schließen · verfallen · zu Ende gehen · zur Neige gehen  ●  enden  Hauptform · sich neigen  geh. · zu Ende sein  ugs.
Assoziationen
  • abgelaufen · beendet · gewesen · herum · passé · vergangen · vorbei · vorbei (sein) mit · vorüber  ●  passee  alte Schreibung bis 2017 · tot und begraben (z.B. Hoffnungen)  fig. · Die Zeiten sind vorbei.  ugs., Spruch · Geschichte (sein)  ugs. · aus (sein) mit  ugs. · aus und vorbei  ugs. · dahin  geh. · das war (ein)mal  ugs. · es war einmal (und ist nicht mehr)  ugs., Spruch · gelaufen  ugs. · rum  ugs. · verflossen  ugs.
Synonymgruppe
aufgebraucht werden · knapp werden · weniger werden · zu Ende gehen · zur Neige gehen  ●  (jemandem) ausgehen  ugs., regional · (langsam) alle werden  ugs. · bald aufgebraucht sein  ugs. · dahinschmelzen  geh., poetisch · dahinschwinden  geh.
Assoziationen
  • (sich) erschöpft haben · aufgebraucht sein · nicht mehr auf Lager  ●  (da) ist nix mehr von da  ugs., ruhrdt. · (von etwas) ist nichts mehr da  ugs. · alle sein  ugs., bundesdeutsch · aus sein  ugs., österr., süddt. · fertig sein  ugs., westösterreichisch, schweiz. · gar sein  ugs., bayr., ostösterreichisch · ham wer nich  ugs., Jargon · is nich (mehr)  ugs. · nicht mehr am Lager (Kaufmannsspr.)  fachspr., Jargon
  • (das) Ende ist abzusehen  ●  (das) Ende der Fahnenstange erreichen  fig. · irgendwann ist Schluss  ugs.
  • (schmelzen) wie Schnee an der Sonne · rapide abnehmen · zusehends weniger werden
Synonymgruppe
(gerade) noch ausreichen · (noch) knapp passen  ●  (sich) ausgehen  ugs., österr. · so gerade reichen  ugs.
Synonymgruppe
aufhören zu laufen · ausgehen · nicht funktionieren · stehenbleiben · streiken (Motor)
Assoziationen
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · hin  ugs. · im Eimer  ugs. · kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (eine) Panne haben · liegen bleiben · liegenbleiben  ●  nicht weiterfahren können  Hauptform
  • (den) Aus-Knopf drücken · abdrehen · abschalten · abstellen · ausknipsen · ausschalten  ●  (den) Ein-Aus-Schalter betätigen  förmlich · ausmachen  ugs. · den Stecker (raus)ziehen  ugs.
Synonymgruppe
(seine) Wohnung verlassen · aus dem Haus gehen · ausgehen · außer Haus gehen · unter Menschen gehen · vor die Tür gehen  ●  (sich) in der Öffentlichkeit zeigen  mediensprachlich · rausgehen  ugs., regional
Synonymgruppe
(einen) losmachen · (sich) amüsieren gehen · (was) losmachen · ausgehen · feiern gehen · tanzen gehen
Assoziationen
  • (sich) amüsieren (gehen) · auf Vergnügungstour gehen  ●  (einen) Zug durch die Gemeinde machen  fig. · auf die Piste gehen  fig. · auf Jück gehen  ugs. · auf Trallafitti gehen  ugs., regional · auf den Swutsch gehen  ugs., norddeutsch · auf die Walz gehen  ugs., fig. · op Jöck jonn  ugs., kölsch · um die Häuser ziehen  ugs.
  • (etwas) erleben wollen · losziehen · nicht zu Hause (hocken) bleiben · nicht zu Hause versauern  ●  auf die Piste gehen  ugs., fig. · um die Häuser ziehen  ugs.
  • Gesellschaft suchen · nicht zu Hause versauern · unter Leute gehen · unter Menschen gehen
  • (seine) Wohnung verlassen · aus dem Haus gehen · ausgehen · außer Haus gehen · unter Menschen gehen · vor die Tür gehen  ●  (sich) in der Öffentlichkeit zeigen  mediensprachlich · rausgehen  ugs., regional
  • ausgelassen feiern  ●  (die) Puppen tanzen lassen  ugs., fig. · (die) Sau rauslassen  ugs., fig. · (sich) austoben  ugs., fig. · (so richtig) einen draufmachen  ugs. · auf den Putz hauen  ugs., fig. · auf die Pauke hauen  ugs., fig. · die Korken knallen lassen  ugs., auch figurativ · es krachen lassen  ugs. · kräftig abfeiern  ugs. · steil gehen  ugs., jugendsprachlich · voll abgehen  ugs.
Synonymgruppe
(mit jemandem) ausgehen · (sich) treffen (mit) · (sich) verabreden (mit)  ●  (jemanden) daten  engl.
Assoziationen
  • (sich) einlassen (mit) · (sich) häufiger sehen · (sich) treffen (mit)  ●  (jemanden) daten  engl. · häufiger treffen  Hauptform
Synonymgruppe
funktionieren · gelingen · glücken  ●  aufgehen (Plan, Rechnung)  fig. · (sich) ausgehen  ugs., österr. · gutgehen  ugs. · hinhauen  ugs. · klappen  ugs. · laufen wie geplant  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(irgendwo seinen) Anfang nehmen · (irgendwo) anfangen · (irgendwo) seinen Ursprung haben · ausgehen (von)

Typische Verbindungen zu ›ausgehen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausgehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die völlig leer ausgegangenen Opfer sterben darüber hinweg, und es gibt sie allerorten. [Die Zeit, 03.04.1995, Nr. 14]
Bisher waren die Philosophen mit ihren Überlegungen immer von der Welt der Objekte ausgegangen. [Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 320]
Wir wollen vom Handwerk ausgehen, vom Handwerk des Wortes, vom Handwerk der Schrift. [Schalcher, Traugott: Die Reklame der Straße, Wien: C. Barth 1927, S. 27]
Seltsamerweise ging dieser Prozeß gar nicht von der Psychologie selbst aus. [Klix, Friedhart: Information und Verhalten, Berlin: Deutscher Verl. der Wissenschaften 1971, S. 13]
Von ihnen geht oft die Motivation aus, im Museum mehr darüber zu erfahren. [Schaub, Horst u. Zenke, Karl G.: Museumspädagogik. In: dtv-Wörterbuch Pädagogik [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1995], S. 25834]
Zitationshilfe
„ausgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausgehen>.

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