aushöhlen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-höh-len
Wortzerlegungaus-höhlen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. hohl machen
a)
Beispiel:
einen Kürbis aushöhlen
Grammatik: häufig im Part. Prät.
Beispiele:
ein ausgehöhlter Baumstamm, Felsen, Marmorblock
ein ... Kissen, das genau in den ein wenig ausgehöhlten Sitz [des Hockers] paßte [L. Frank6,390]
bildlich ausgehöhlthohl, eingefallen
Beispiel:
ausgehöhlte Wangen
b)
gehoben, übertragen jmdn., etw. innerlich hohl, leer machen
Beispiele:
die Fundamente des Staates, die Währung aushöhlen (= untergraben)
der Kummer nagte an seinem Innern und höhlte es aus [J. RothRadetzkymarsch108]

Thesaurus

Synonymgruppe
aushöhlen · ↗untergraben · ↗unterhöhlen · ↗unterminieren · ↗zersetzen  ●  erodieren lassen  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asylrecht Bankgeheimnis Bürgerrecht Demonstrationsrecht Fernmeldegeheimnis Flächentarifvertrag Freiheitsrecht Föderalismus Gewaltmonopol Gewaltverbot Grundrecht Haushaltsrecht Informationsrecht Kürbis Ladenschlußgesetz Mieterschutz Mitbestimmungsrecht Patentschutz Rechtsstaat Selbstverwaltung Solidarprinzip Sozialstaat Tarifautonomie Tarifrecht Termite Trennungsgebot Versammlungsfreiheit Wettbewerbsprinzip höhlen vollends

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aushöhlen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie höhle, so warnt er, die weiche Macht aus, die oft Teil der Lösung sein könnte.
Die Welt, 19.07.2003
Leichtes Spiel haben die Manager auch dann, wenn es darum geht, gewerkschaftliche Macht in den Betrieben auszuhöhlen.
Der Spiegel, 16.02.1981
Innen war sie ausgehöhlt von ihrem wilden Verlangen, hinzutreten vor die Welt und zu schreien.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 648
Zum besseren Trocknen werden die Arbeiten möglichst ausgehöhlt, zuweilen dabei zerschnitten und wieder zusammengesetzt.
o. A.: Lexikon der Kunst - F. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 2771
Er stand da, so steif, daß sein Rücken sich aushöhlte, und blickte kühl und unverwandt auf den Mann, der seine Tochter entführt hatte.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 272
Zitationshilfe
„aushöhlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aushöhlen>, abgerufen am 11.12.2019.

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