ausharren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-har-ren
Wortzerlegungaus-harren
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben aushalten, unter schwierigen Umständen bis zum Ende warten
Beispiele:
geduldig, mutig, treu ausharren
lange, tagelang ausharren
bei jmdm., bei einer Sache ausharren
in Qualen, in Sturm und Schnee, auf seinem Posten ausharren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

harren · ausharren · beharren · beharrlich · Beharrlichkeit · Beharrungsvermögen · verharren
harren Vb. ‘sehnsüchtig, geduldig warten’. Die Herkunft des erst im Mhd. auftretenden Verbs (mhd. harren) ist nicht geklärt. Größere Verbreitung erfährt es in frühnhd. Zeit vom omd. Raum aus, besonders durch Luther. Heute vornehmlich in Präfixbildungen: ausharren Vb. ‘aushalten, geduldig warten’ (15. Jh.). beharren Vb. ‘zäh festhalten, standhaft sein, nicht nachgeben’, mhd. beharren; beharrlich Adj. ‘zäh, standhaft, hartnäckig’ (15. Jh.); Beharrlichkeit f. (17. Jh.; um 1500 Beharrlicheit); Beharrungsvermögen n. ‘Fähigkeit, fest an einer Stelle, einem Fleck zu bleiben’ (Ende 18. Jh.), in der Physik ‘Trägheit’ (Mitte 19. Jh.). verharren Vb. ‘zäh festhalten, aushalten’, spätmhd. verharren.

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) gedulden · (sich) in Geduld fassen · (sich) in Geduld üben · ↗abpassen · ↗abwarten · ↗ausdauern · ausharren · ↗beharren · harren · ↗zuwarten  ●  ↗warten  Hauptform · nicht ungeduldig werden  ugs. · ↗teufen  ugs., plattdeutsch, regional
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absperrung Bunker Demonstrant Eiseskälte Fahrgast Freie Hitze Hundert Kälte Minusgrad Mitternacht Nieselregen Notquartier Notunterkunft Regen Schaulustige Schlange Tausend Warteschlange Zehntausend Zelt bis geduldig harren lange solange stundenlang tagelang tapfer wochenlang

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausharren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch in der zweiten Pause vier Stunden später harrt er noch aus.
Die Zeit, 27.08.2013 (online)
Auch dort hatten die Kinder unter den Netzen ausharren müssen.
Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 198
Und weil einige von ihnen keinen Platz mehr fanden, harrten sie vor der Kirche aus.
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2001
Meinem Mann zuliebe harrte ich aus, aber ich war mit meinen Kräften am Ende.
Eberlein, Gisela: Autogenes Training für Fortgeschrittene, Düsseldorf: Wien Econ Verlag 1974, S. 28
Sie wird stillgehalten, mit hochrotem Kopf in der unbequemen Stellung ausgeharrt haben.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 139
Zitationshilfe
„ausharren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausharren>, abgerufen am 18.11.2019.

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