auskehlen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-keh-len
Wortzerlegungaus-kehlen
eWDG, 1967

Bedeutung

Handwerk eine Hohlkehle in etw. herstellen, etw. rinnenartig aushöhlen
Beispiele:
einen Balken auskehlen
ein ausgekehltes Brett
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kehle · kehlen · auskehlen · Kehlung · Hohlkehle · Kniekehle · Kehlkopf
Kehle f. ‘Gurgel, Höhlung, Vertiefung’, ahd. kela (8. Jh.), mhd. kel(e) ‘Kehle, Hals, Luftröhre, Speiseröhre, Schlund’, asächs. kela, mnd. mnl. kēle, nl. keel, aengl. ceole ‘Kehle, Schlucht, Schiffsschnabel’ gehören mit ↗Kiel (s. d.), air. gelid ‘verzehrt, frißt, grast’ und den auf einer Gutturalerweiterung beruhenden Formen ahd. kel(a)h ‘Halsgeschwulst’ (10. Jh.), anord. kjalki ‘Kinnbacken’ zur Wurzel ie. *gel- ‘verschlingen’. Einer Parallelform ie. *gu̯el(ə)- (wohl entstanden unter Einfluß der gleichbed. Wurzel ie. *gu̯er(ə)-, s. ↗Gurgel) folgen griech. délear (δέλεαρ) ‘Köder, Lockspeise’, blōmós (βλωμός) ‘Bissen’, blétyes (βλέτυες) eigentlich ‘das Trinken’ und wohl auch das in jedem Fall verwandte lat. gula ‘Kehle, Schlund, Speiseröhre’ (s. ↗Gully). kehlen Vb. ‘mit einer Vertiefung, einer Rille versehen’ (17. Jh.), heute meist auskehlen (um 1700). Kehlung f. ‘Rille, Vertiefung, Höhlung’ (17. Jh.). Hohlkehle f. ‘langgestreckte Vertiefung zur Gliederung einer Fläche’ (16. Jh.). Kniekehle f. ‘hinterer Teil des Kniegelenks’, mhd. kniekel. Kehlkopf m. ‘Knorpelteil am Eingang der Luftröhre’ (18. Jh.).
Zitationshilfe
„auskehlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auskehlen>, abgerufen am 21.11.2019.

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