auskernen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-ker-nen (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-kernen1
eWDG, 1967

Bedeutung

den Kern aus einer Frucht entfernen, eine Frucht entkernen
Beispiele:
Kirschen, Pflaumen auskernen
ausgekernte Schoten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Kern · kernen1 · auskernen · entkernen · kernig · kerngesund · Kernseife
Kern m. ‘Samen einer Frucht, Wesen, Mittelpunkt einer Sache’, ahd. kerno (9. Jh.), kern (Hs. 12. Jh.), mhd. kern(e), asächs. kerno, mnd. mnl. kerne, nl. kern, anord. kjarni, schwed. kärna steht im Ablaut zu ↗Korn (s. d.) und ist wie dieses eine Bildung mit Nasalsuffix zur Wurzel ie. *g̑er(ə)- ‘morsch, reif werden, altern’, älter wohl ‘reiben, aufgerieben werden’. kernen1 Vb. ‘Kerne herausnehmen, entfernen’, ahd. kirnen (8. Jh.), mhd. kirnen, kernen ‘Kerne ausmachen, Kerne ansetzen, bilden’; auskernen (16. Jh.), entkernen (um 1700). kernig Adj. ‘voller Kerne, kraftvoll, derb, fest’ (16. Jh.), daneben auch kernicht (17. Jh.). kerngesund Adj. ‘bis ins Innerste, völlig gesund’ (18. Jh.). Kernseife f. ‘harte Natronseife’ (19. Jh.), ursprünglich ‘beste’, weil ‘feste Seife’ im Gegensatz zur Schmierseife. In den Komposita Kernspaltung, Kernphysik, Kernkraftwerk, Kernwaffen (alle 20. Jh.) bezeichnet Kern- den inneren, positiv geladenen Teil der Atome.
Zitationshilfe
„auskernen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auskernen>, abgerufen am 16.09.2019.

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