auskleiden

GrammatikVerb · kleidete aus, hat ausgekleidet
Aussprache
Worttrennungaus-klei-den
Wortzerlegungaus-kleiden
Wortbildung mit ›auskleiden‹ als Erstglied: ↗Auskleidung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben sich, jmdn. ausziehen
Beispiele:
sich rasch, vollends auskleiden und ins Bett gehen
halb ausgekleidet auf dem Sofa liegen
das Kind auskleiden
2.
das Innere eines Hohlraumes mit einer Schicht, Schutzschicht versehen
Beispiele:
einen Raum mit Fahnentuch auskleiden
auf dem Transport sind die Kartoffeln durch Auskleiden der Wagenwände gegen Frost zu schützen
ein Eisenrohr wird innen mit feuerfestem Material ausgekleidet
das Rippenfell kleidet den ganzen Brustraum aus

Thesaurus

Synonymgruppe
auskleiden (mit) · ↗bedecken · ↗umhüllen · ↗umkleiden · ↗ummanteln · ↗verkleiden · ↗verschalen  ●  ↗einmummeln  ugs.
Synonymgruppe
(Oberbekleidung) ablegen · (alle) Hüllen fallen lassen · (die) Hüllen fallen lassen · ↗(ein Kleidungsstück) abstreifen · ↗(sich) freimachen · auskleiden · ↗blankziehen · ↗entblößen · ↗enthüllen · ↗entkleiden  ●  ↗(sich) ausziehen  Hauptform · ↗(sich) (eines Kleidungsstücks) entledigen  geh., veraltend · ↗(sich) entblättern  ugs. · (sich) nackig machen  ugs. · ↗strippen  ugs.
Assoziationen
  • ausgezogen · ↗blank · entblättert · entblößt · enthüllt · entkleidet · ↗hüllenlos · mit bloßer Haut · nichts anhaben · ↗textilfrei · ↗unbekleidet  ●  im Adamskostüm  männl. · im Evakostüm  weibl. · im Evaskostüm  weibl. · im Naturzustand  scherzhaft · ↗nackend  regional · ↗nackt  Hauptform · wie Gott ihn schuf  männl. · wie Gott sie schuf  weibl. · barfuß bis zum Hals  ugs. · nackert  ugs., süddt. · nackicht  ugs. · ↗nackig  ugs. · ↗pudelnackt  ugs. · ↗splitterfasernackt  ugs. · ↗splitternackt  ugs.
  • (ein) Nackter · nackter Mensch  ●  ↗Nackedei  ugs. · ↗Nacktfrosch  ugs.
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atemweg Becken Blutgefäß Darm Edelstahl Folie Gefäß Hohlraum Holz Innenfläche Innenraum Innenseite Innenwand Innere Kachel Kofferraum Kunststoff Lungenbläschen Mage Marmor Röhre Samt Sarg Schleimhaut Tapete Teppich Teppichboden Wand innen kleiden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auskleiden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo sie sich einrollten, schienen sie mit dickem weißem Samt ausgekleidet.
Die Zeit, 11.02.2009, Nr. 08
Die Väter und Mütter aus dem Haus gegenüber kleiden sich jetzt aus zur Nacht.
Goldt, Max: Zehn hoch achtundfünfzig. In: ders., Ungeduscht, geduzt und ausgebuht, Berlin: a-verbal-Verl. 1988, S. 36
Er kleidet ihn soweit nötig aus und befühlt alles nach Brüchen.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 63
Ich kleidete mich unhörbar aus und legte mich ins Bett.
Rinser, Luise: Mitte des Lebens, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1952 [1950], S. 85
Diesmal war es ein schwarzer Koffer, mit schwarzem Samt ausgekleidet.
Die Welt, 08.11.2003
Zitationshilfe
„auskleiden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auskleiden>, abgerufen am 25.04.2019.

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