Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

auskramen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung aus-kra-men
Wortzerlegung aus- kramen

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] ...
    1. 1. etw. kramend aus etw. herausnehmen
    2. 2. [übertragen] etw. (Zurückliegendes) berichten, erzählen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
etw. kramend aus etw. herausnehmen
Beispiele:
die Kinder kramten das Spielzeug aus
die Großmutter kramt ihr Strickzeug aus
bildlich
Beispiel:
[ich] versuche, nebenher etwas Geld zu verdienen, indem ich alte Schulkenntnisse auskrame (= hervorhole, auffrische) und sie an gequälte Quintaner weiterverkaufe [ BöllWort120]
2.
übertragen etw. (Zurückliegendes) berichten, erzählen
Beispiele:
alte Erinnerungen auskramen
er hat manches aus den Jugendjahren ausgekramt
Neuigkeiten, Geheimnisse, seine Weisheit auskramen
doch habe er damals … ausgekramt, woher er sei und was er studiere [ FedererBerge333]

Verwendungsbeispiele für ›auskramen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann haben die Kinder auch Zeit, die alten Platten ihrer Mutter auszukramen. [Der Tagesspiegel, 18.10.2001]
Aber der Mann war nun einmal im Zuge und kramte weiter aus. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 09.03.1923]
Er kramt die steinalte Geschichte mit seinem sowieso total häßlichen T‑Shirt aus, das ich mal verbummelt habe. [Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 16]
Jetzt wird die biedere Alte anfangen, ihre armseligen Sünden auszukramen. [Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 329]
Hinten kramen die Leute vom Fernsehen ihre Kameras wieder aus. [Der Tagesspiegel, 09.09.2002]
Zitationshilfe
„auskramen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auskramen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
auskragen
auskotzen
auskosten
auskorrigieren
auskoppeln
auskratzen
auskrauten
auskreisen
auskriechen
auskriegen