auskramen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-kra-men
Wortzerlegungaus-kramen
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
etw. kramend aus etw. herausnehmen
Beispiele:
die Kinder kramten das Spielzeug aus
die Großmutter kramt ihr Strickzeug aus
bildlich
Beispiel:
[ich] versuche, nebenher etwas Geld zu verdienen, indem ich alte Schulkenntnisse auskrame (= hervorhole, auffrische) und sie an gequälte Quintaner weiterverkaufe [BöllWort120]
2.
übertragen etw. (Zurückliegendes) berichten, erzählen
Beispiele:
alte Erinnerungen auskramen
er hat manches aus den Jugendjahren ausgekramt
Neuigkeiten, Geheimnisse, seine Weisheit auskramen
doch habe er damals ... ausgekramt, woher er sei und was er studiere [FedererBerge333]

Thesaurus

Synonymgruppe
(wieder) herauskramen · ↗(wieder) heraussuchen · ↗(wieder) hervorholen · ↗(wieder) hervorkramen  ●  ↗(wieder) ausbuddeln  ugs., fig. · ↗(wieder) ausgraben  ugs., fig. · (wieder) auskramen  ugs. · (wieder) raussuchen  ugs.
Assoziationen
  • (wieder) Leben einhauchen · ↗(wieder) aktivieren · aus der Vergessenheit holen · aus der Versenkung holen · ↗reaktivieren  ●  ↗(wieder) wachküssen  fig. · aus dem Dornröschenschlaf wecken  ugs. · aus der Mottenkiste holen  ugs., abwertend
  • wieder auf die Tagesordnung setzen · wieder ins Gespräch bringen · wieder wachrufen · wieder zur Sprache bringen · zu neuem Leben erwecken  ●  wieder aufwärmen  fig. · wieder zum Leben erwecken  fig. · (einer Sache) neues Leben einhauchen  geh., fig. · aus der Mottenkiste holen  ugs., fig.

Typische Verbindungen zu ›auskramen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erinnerung kramen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auskramen‹.

Verwendungsbeispiele für ›auskramen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann haben die Kinder auch Zeit, die alten Platten ihrer Mutter auszukramen.
Der Tagesspiegel, 18.10.2001
Aber der Mann war nun einmal im Zuge und kramte weiter aus.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 09.03.1923
Er kramt die steinalte Geschichte mit seinem sowieso total häßlichen T-Shirt aus, das ich mal verbummelt habe.
Dückers, Tanja: Spielzone, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2002 [1999], S. 16
Jetzt wird die biedere Alte anfangen, ihre armseligen Sünden auszukramen.
Kisch, Egon Erwin: Der rasende Reporter, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1925], S. 329
Daß er zu den Russen gehen und sein Wissen auskramen wird, ist kaum zu befürchten.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 127
Zitationshilfe
„auskramen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auskramen>, abgerufen am 16.02.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Auskragung
auskragen
auskotzen
auskosten
auskorrigieren
auskratzen
Auskratzung
auskrauten
auskreisen
auskriechen