auslöschen

Grammatik Verb
Aussprache  [ˈaʊ̯slœʃn̩]
Worttrennung aus-lö-schen
Wortzerlegung aus- löschen1
Wortbildung  mit ›auslöschen‹ als Erstglied: Auslöschung  ·  formal verwandt mit: unauslöschlich

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. etw. zum Verlöschen bringen
    1. [gehoben, verhüllend, übertragen] ...
  2. 2. etw. zum Vergehen bringen, beseitigen, tilgen
    1. [verhüllend] ⟨jmdn. auslöschen⟩ jmdn. vernichten, töten
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. zum Verlöschen bringen
Beispiele:
eine Kerze, Fackel, Flamme auslöschen
das Gas auslöschen (= abstellen)
das Licht auslöschen (= ausschalten)
Der Diener löschte seine Laterne aus [ KafkaSchloß321]
Es ist ein Licht, das der Wind ausgelöscht hat [ TraklDichtungen61]
gehoben, verhüllend, übertragen
Beispiel:
jmdm. das Lebenslicht auslöschen (= jmdn. töten)
2.
etw. zum Vergehen bringen, beseitigen, tilgen
Beispiele:
Gefühle, Empfindungen, Erinnerungen auslöschen
einen Gedanken an jmdn. auslöschen
seine Bitterkeit war wie ausgelöscht
die Schmach, Schande auslöschen
Unterschiede auslöschen (= aufheben)
etwas wie Trotz sprang ihn an, beschwichtigte sein Gewissen und löschte Bedenken aus [ ZahnFrau Sixta234]
Die Sehnsucht löschte die Entfernung aus [ L. FrankMathilde5,357]
verhüllend jmdn. auslöschenjmdn. vernichten, töten
Beispiele:
einen Menschen, eine Familie auslöschen
ganze Völkerschaften wurden früher durch Krankheiten ausgelöscht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

löschen1 · erlöschen1 · verlöschen · löschen2 · auslöschen · erlöschen2 · Löschkalk · Löschblatt · Löschpapier
löschen1 Vb. ‘aufhören zu brennen, zu leuchten, ausgehen’, ahd. irlescan ‘erlöschen’ (s. unten), mhd. mnd. leschen ‘aufhören zu brennen, zu leuchten, zu tönen, zu sein’, asächs. leskan. Das im Nhd. nur noch selten gebrauchte starke Verb (vgl. die Flamme, das Leben lischt, Prät. losch) ist wohl im Sinne von ‘sich legen’ eine Bildung mit sk-Suffix zu der unter liegen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *legh- ‘(sich) legen, liegen’. Es ist erhalten in erlöschen1 Vb. ‘aufhören zu brennen, zu leuchten’, ahd. irlescan (9. Jh.), mhd. erleschen, und in verlöschen Vb. mhd. verleschen. Dazu das schwache transitive Kausativum (‘erlöschen machen’) löschen2 Vb. ‘das Brennen, Leuchten beenden, ausmachen, ersticken, beseitigen, tilgen’, ahd. lesken ‘auslöschen, beruhigen’ (8. Jh.), mhd. leschen ‘auslöschen, verdunkeln, beendigen, (ver)tilgen’, asächs. leskian, mnd. leschen, mnl. lesscen, nl. (transitiv und intransitiv) lessen, wozu auslöschen Vb. ‘ausmachen, tilgen’ (15. Jh.) und erlöschen2 Vb. ‘zu brennen aufhören, beseitigen’, ahd. irlesken, mhd. erleschen. Rundung von e zu ö zuerst beim schwachen Verb (15. Jh.), danach auf das starke übertragen, jedoch endgültig erst im 19. Jh. Löschkalk m. (15. Jh.). Löschblatt n. und Löschpapier n. (beide 17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›auslöschen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auslöschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›auslöschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Atmosphäre, in der so etwas alltäglich ist, löscht das Ziel des Kampfes, der da geführt wird, aus. [Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 154]
Und doch löscht dieses kleine Gemälde alles in seiner Umgebung aus! [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 236]
Aber schon Ende 1420 war diese Bewegung so gut wie ausgelöscht. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 1012]
In diesem Prozeß gilt es, die Reste der dämonischen Macht auszulöschen. [o. A.: Zweihundertzehnter Tag. Freitag, 23. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 28248]
Ich halte das für ein effektives Verfahren, jemanden geistig auszulöschen. [Der Spiegel, 19.09.1994]
Zitationshilfe
„auslöschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausl%C3%B6schen#1>.

Weitere Informationen …

auslöschen

Grammatik Verb · lischt aus, losch aus, hat ausgelöscht
Grammatik Verb · löscht aus, löschte aus
Aussprache 
Worttrennung aus-lö-schen
Wortzerlegung aus- löschen1

Bedeutungsübersicht+

  1. [veraltend] verlöschen
    1. [bildlich] ...
    2. [gehoben, verhüllend, übertragen] ...
eWDG

Bedeutung

veraltend verlöschen
Beispiele:
seine Zigarre ist ausgelöscht
Lisch aus, mein Licht, auf ewig aus [ BürgerLenore]
Da löschten alle Fackeln aus [ TraklGoldener Kelch35]
bildlich
Beispiel:
Er losch auf einmal aus so wie ein Licht [ Hofmannsth.Gedichte88]
gehoben, verhüllend, übertragen
Beispiele:
er ist ausgelöscht (= gestorben)
ein Leben losch aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

löschen1 · erlöschen1 · verlöschen · löschen2 · auslöschen · erlöschen2 · Löschkalk · Löschblatt · Löschpapier
löschen1 Vb. ‘aufhören zu brennen, zu leuchten, ausgehen’, ahd. irlescan ‘erlöschen’ (s. unten), mhd. mnd. leschen ‘aufhören zu brennen, zu leuchten, zu tönen, zu sein’, asächs. leskan. Das im Nhd. nur noch selten gebrauchte starke Verb (vgl. die Flamme, das Leben lischt, Prät. losch) ist wohl im Sinne von ‘sich legen’ eine Bildung mit sk-Suffix zu der unter liegen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *legh- ‘(sich) legen, liegen’. Es ist erhalten in erlöschen1 Vb. ‘aufhören zu brennen, zu leuchten’, ahd. irlescan (9. Jh.), mhd. erleschen, und in verlöschen Vb. mhd. verleschen. Dazu das schwache transitive Kausativum (‘erlöschen machen’) löschen2 Vb. ‘das Brennen, Leuchten beenden, ausmachen, ersticken, beseitigen, tilgen’, ahd. lesken ‘auslöschen, beruhigen’ (8. Jh.), mhd. leschen ‘auslöschen, verdunkeln, beendigen, (ver)tilgen’, asächs. leskian, mnd. leschen, mnl. lesscen, nl. (transitiv und intransitiv) lessen, wozu auslöschen Vb. ‘ausmachen, tilgen’ (15. Jh.) und erlöschen2 Vb. ‘zu brennen aufhören, beseitigen’, ahd. irlesken, mhd. erleschen. Rundung von e zu ö zuerst beim schwachen Verb (15. Jh.), danach auf das starke übertragen, jedoch endgültig erst im 19. Jh. Löschkalk m. (15. Jh.). Löschblatt n. und Löschpapier n. (beide 17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›auslöschen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auslöschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›auslöschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Atmosphäre, in der so etwas alltäglich ist, löscht das Ziel des Kampfes, der da geführt wird, aus. [Enzensberger, Hans Magnus: Der kurze Sommer der Anarchie, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972, S. 154]
Und doch löscht dieses kleine Gemälde alles in seiner Umgebung aus! [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 236]
Aber schon Ende 1420 war diese Bewegung so gut wie ausgelöscht. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 1012]
In diesem Prozeß gilt es, die Reste der dämonischen Macht auszulöschen. [o. A.: Zweihundertzehnter Tag. Freitag, 23. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 28248]
Ich halte das für ein effektives Verfahren, jemanden geistig auszulöschen. [Der Spiegel, 19.09.1994]
Zitationshilfe
„auslöschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausl%C3%B6schen#2>.

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