ausleben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-le-ben
Wortzerlegungaus-leben
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
sich auslebenausschweifend, ungebunden leben
Beispiele:
die jungen Leute wollen sich ausleben
Er findet, als Dichter müsse er sich ausleben [RemarqueSchwarzer Obelisk199]
gehoben etw. auslebenetw. in vollen Zügen auskosten
Beispiele:
den Augenblick, die Lust ausleben
um ihren Triumph tief im geheimen und ungesehen auszuleben [Halbe6,69]
2.
gehoben seine Anlagen und Kräfte ungehemmt entfalten
Beispiele:
seine Eigenart, Individualität, Natur, Begabung voll ausleben
daß wir nämlich unsere Persönlichkeit ausleben möchten [H. MannUntertan4,76]
sich ausleben
Beispiele:
das Gefühl, die Phantasie, der Wille lebt sich aus
da lagen Kräfte in mir, die sich niemals frei ausleben durften [HeyseII 4,585]
3.
veraltet etw. zu Ende leben, beschließen
Beispiele:
sein Leben, die letzten Tage des Lebens ausleben
ausgelebt haben (= gestorben sein)

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) ausleben · ↗(sich) austollen · ↗ausgelassen (sein) · ungezügelt sein · voll und ganz genießen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abenteuerlust Ader Aggression Bewegungsdrang Drang Emotion Faible Frust Gelüste Hang Homosexualität Individualität Kreativität Leidenschaft Lust Neigung Neurose Obsession Passion Phantasie Profilneurose Sadismus Sexualität Spieltrieb Temperament Trieb Vorliebe hemmungslos leben ungehemmt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausleben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einerseits wollen die Frauen ihre Lust ausleben, andererseits wollen sie sich schützen.
Die Zeit, 04.04.2012, Nr. 14
Es bleibt nicht viel Raum für die Helfer, ihre Emotionen auszuleben.
Süddeutsche Zeitung, 20.10.1994
Und so ist er geblieben, so hat er sich in glücklicher ungestörter Selbstentfaltung ausgelebt.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3138
Daß ich ohne zeitliche Zwänge jetzt eine Einsamkeitsphase ausleben muß.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 266
Schön, wenn sich der Mensch ausleben will, dann mag er das öffentlich tun!
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 82
Zitationshilfe
„ausleben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausleben>, abgerufen am 16.07.2019.

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