auspowern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-po-wern
HerkunftFranzösisch
Wortzerlegungaus-powern
Wortbildung mit ›auspowern‹ als Erstglied: ↗Auspowerung
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend, veraltet jmdn., etw. völlig aussaugen, ausbeuten
Beispiele:
ein Volk, Land auspowern
ausgepowerte Bauern
eine ausgepowerte Landwirtschaft
Ausgepowert (= bankrott) bis zum Letzten die ganze Monarchie [A. ZweigGrischa235]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

auspowern Vb. ‘aubeuten, aussaugen’. Zum Adjektiv power, früher auch pover, powerig ‘ärmlich, dürftig, elend’, das dt. Lautwerten angeglichenes frz. pauvre ‘arm’ (aus lat. pauper) wiedergibt (18. Jh.), wird in der 2. Hälfte des 19. Jhs. das Verb auspovern hinzugebildet.

Typische Verbindungen
computergeneriert

erschöpfen powern richtig total

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auspowern‹.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deutschland werde ausgepowert, und wenn erst die Amerikaner alles hätten, dann ließen sie unter den Bajonetten des Militärs zehn Stunden arbeiten, im Akkord.
Reger, Erik [d.i. Dannenberger, Hermann]: Union der festen Hand, Kronberg/Ts.: Scriptor 1976 [1931], S. 234
Zitationshilfe
„auspowern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auspowern>, abgerufen am 19.10.2019.

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