Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

ausraufen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung aus-rau-fen
Wortzerlegung aus- raufen

Bedeutungsübersicht+

  1. etw. (in großer Menge) ausreißen
    1. a) ...
    2. b) [landschaftlich] ...
eWDG

Bedeutung

etw. (in großer Menge) ausreißen
a)
Beispiele:
jmdm., sich [Dativ] die Haare ausraufen
übertriebenman möchte sich (vor Verzweiflung, Wut) die Haare ausraufen!
b)
landschaftlich
Beispiele:
einem Vogel die Federn ausraufen
Blumen, Gras ausraufen
bildlich
Beispiel:
Daß man immer und immer wieder dieselben Fehler bekämpfen, dieselben Unkräuter ausraufen mußte! [ HesseGlasperlensp.6,153]

Thesaurus

Synonymgruppe
ausjäten · ausraufen · ausreißen · ausrupfen · auszupfen · entfernen · herausreißen · herausrupfen · herausziehen · jäten  ●  (Unkraut) ziehen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›ausraufen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausraufen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausraufen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein junger Kapellmeister dirigierte, über den sich Bülow fast die Haare ausraufte. [Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054]
Manchmal ist der Job eines Pressespreches schon zum Haare ausraufen. [Süddeutsche Zeitung, 23.01.1995]
Du stehst da, als wolltest du dir die Haare ausraufen. [Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 199]
Es war zum Haare ausraufen. [Lochner, Rudolf: Gulle, Rammkeil und Muck. In: Flieger am Feind, Gütersloh: Bertelsmann 1934 [1934], S. 210]
Zitationshilfe
„ausraufen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausraufen>.

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