ausreiben

Grammatik Verb · reibt aus, rieb aus, hat ausgerieben
Aussprache 
Worttrennung aus-rei-ben
Wortzerlegung aus-reiben
Wortbildung  mit ›ausreiben‹ als Erstglied: ↗Ausreibtuch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. durch Reiben aus etw. herausbringen
Beispiel:
den Fleck (im Kleid) ausreiben
etw. durch Herausreiben reinigen
Beispiel:
die Badewanne (mit einem Lappen) ausreiben
landschaftlich (sich) [Dativ] die Augen ausreiben
Beispiel:
der Münzner‑Karl aber reibt sich die Augen aus, als habe er eben ein bißchen geschlafen [ F. WolfGrenze5,151]
2.
österreichisch etw. scheuern, reinigen
Beispiel:
die Küche, das Zimmer (mit Scheuerpulver) ausreiben

Typische Verbindungen zu ›ausreiben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausreiben‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausreiben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um sie wieder sauber zu kriegen, reibe ich sie mit einer Handvoll rohen Kartoffelschalen aus.
Bild, 23.03.2000
Oft genügt es schon, das Gefäß mit einer angeschnittenen Zehe auszureiben.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 14
Der Mann in der Ecke nimmt die Pfeife aus dem Munde, spuckt zwischen seine Füße und reibt es bedächtig aus.
Goote, Thor [d.i. Langsdorff, Werner von]: Die Fahne Hoch!, Berlin: Zeitgeschichte-Verlag 1933 [1933], S. 5
Die Gläser werden ausgerieben, die Teller blank geputzt, Messer, Gabel und Löffel mit dem Silbertuch poliert.
Goetz von Schüching, Ruth: Durch gute Lebensart zum Erfolg, Leipzig: Hesse & Becker 1932 [1925], S. 35
Als Vorbereitung zunächst die Knoblauchzehe halbieren und damit den Bräter ausreiben.
Die Zeit, 15.04.2004, Nr. 17
Zitationshilfe
„ausreiben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausreiben>, abgerufen am 23.09.2020.

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