ausschöpfen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungaus-schöp-fen (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-schöpfen
Wortbildung mit ›ausschöpfen‹ als Erstglied: ↗Ausschöpfung · ↗ausschöpfbar  ·  formal verwandt mit: ↗unausgeschöpft · ↗unausschöpflich
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. aus etw. herausschöpfen
Beispiel:
Wasser (aus dem Topf, dem Kahn) ausschöpfen
etw. durch Schöpfen leeren
Beispiel:
eine Grube, einen Brunnen, Kessel ausschöpfen
2.
übertragen etw. völlig nutzen
Beispiele:
alle Möglichkeiten, Reserven wurden ausgeschöpft
die Kapazität eines Betriebes ausschöpfen
ein Thema ausschöpfen (= erschöpfen)
Aber der Scherz war ausgeschöpft [MusilMann924]

Thesaurus

Synonymgruppe
absaugen · ↗auspumpen · ausschöpfen · ↗leer pumpen
Synonymgruppe
auslasten · ↗ausnutzen · ↗ausreizen · ausschöpfen

Typische Verbindungen zu ›ausschöpfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Budget Ermessensspielraum Freibetrag Kapazität Kontingent Kreditrahmen Leistungsvermögen Marktpotential Mittel Möglichkeit Potential Potenzial Potenziale Rationalisierungspotential Rationalisierungsreserve Rechtsmittel Rechtsweg Reservoir Sparerfreibetrag Sparmöglichkeit Sparpotential Spielraum Strafrahmen Synergie Verteilungsspielraum Wachstumspotential Wirtschaftlichkeitsreserve Wählerpotential schöpfen voll

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausschöpfen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausschöpfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb schöpfen wir auch unser Potenzial bei weitem noch nicht voll aus.
Die Welt, 16.08.2003
Möglicherweise werde man diese Quote sogar nicht einmal ausschöpfen müssen.
Der Tagesspiegel, 01.10.1998
Und mit diesem Satze war der Inhalt der stummen Lösung freilich fast ausgeschöpft.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 158
Tage, die wir nach vierjährigem Kampfe noch nicht voll und ganz ausschöpfen können.
o. A.: Heldengedenktagsfeier auf dem Wiener Heldenplatz, 13.03.1938
Keine Interpretation wäre demnach ausreichend, seinen Überfluß an Sinn, der sich in den menschlichen Epochen erneuert, auszuschöpfen.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 59
Zitationshilfe
„ausschöpfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aussch%C3%B6pfen>, abgerufen am 24.01.2020.

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