Dieser Artikel ist nicht auf dem aktuellen Stand. Er wird im Rahmen des DWDS-Projekts von der Redaktion überarbeitet.

ausschütten

Grammatik Verb · schüttet aus, schüttete aus, hat ausgeschüttet
Aussprache 
Worttrennung aus-schüt-ten
Wortzerlegung aus-schütten
Wortbildung  mit ›ausschütten‹ als Erstglied: ↗Ausschüttung
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. aus etw. herausschütten
a)
etw. durch Schütten hinausbefördern
Gegenwort zu einschütten
Beispiele:
den Inhalt des Sackes ausschütten
Wasser, Kartoffeln, Getreide ausschütten
bildlich
Beispiel:
gehobenGaben über jmdn. ausschütten (= jmdn. reich beschenken)
übertragen
Beispiele:
jmdm. seine Sorgen und Nöte, seinen Kummer, Schmerz, Unwillen ausschütten (= sie jmdm. erzählen)
das Kind mit dem Bade ausschütten (= etw. radikal, ohne Berücksichtigung positiver Seiten verurteilen)
b)
etw. durch Schütten leeren
Beispiel:
einen Sack, Korb, Mülleimer ausschütten
bildlich
Beispiel:
Die Kunst hat ja über Venedig ein so reiches Füllhorn ausgeschüttet [ Scheffel3,152]
übertragen
Beispiele:
jmdm. sein Herz ausschütten (= jmdm. alles erzählen, was einen bewegt)
jmdm. sein Inneres, seine Seele ausschütten
sich (vor Lachen) ausschütten können, wollen (= sehr lachen, sich totlachen)
2.
Geldsummen nach einem bestimmten Schlüssel verteilen, auszahlen
Beispiele:
Prämien, Dividenden, Gewinn(quoten) ausschütten
große Beträge für etw. ausschütten (= ausgeben)

Thesaurus

Synonymgruppe
ausschütten · ↗auszahlen

Typische Verbindungen zu ›ausschütten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausschütten‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausschütten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man solle "bloß nicht das Kind mit dem Bade ausschütten", mahnen die Schweizer Architekten.
Die Welt, 15.04.2003
Andererseits solle man nicht das Kind mit dem Bade ausschütten.
Der Tagesspiegel, 27.04.1997
Man schüttet, mit einem Wort, das Kind mit dem Bade aus.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 35
Und wenn sie es sich gefallen lassen wolle, so möchte ich ihr am liebsten mein ganzes Herz ausschütten.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 977
Und er schüttete dem weißen Gott sein übervolles Herz aus.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 35
Zitationshilfe
„ausschütten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aussch%C3%BCtten>, abgerufen am 08.03.2021.

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