ausspähen

GrammatikVerb
Worttrennungaus-spä-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungaus-spähen
Wortbildung mit ›ausspähen‹ als Erstglied: ↗Ausspähung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
nach jmdm., etw. spähend Ausschau halten
Beispiele:
er spähte nach der Mutter aus
nach dem Feind ausspähen
sie spähten neugierig nach allen Seiten aus
Als Robert ... nach der Möglichkeit eines Sitzplatzes ausspähte [KasackStadt14]
Ich muß scharf ausspähen: es ist richtig, da kommt er [Th. MannHerr u. Hund9,569]
2.
etw. erspähen, erforschen
Beispiele:
Er hatte mit seinem genauen Malerauge alle Winzigkeiten ihres äußern Wesens ausgespäht [Feuchtw.Goya193]
das Wetter ausspähend, ob es gute Jagdtage verspreche [G. KellerGr. Heinrich4,508]
etw., jmdn. auskundschaften, ausspionieren
Beispiele:
Truppenbewegungen ausspähen
der Feind hatte ihn ausgespäht

Thesaurus

Synonymgruppe
auskundschaften · ↗ausspionieren · ausspähen · ↗erkunden · ↗orientieren  ●  ↗ausbaldowern  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufspüren · ↗ausforschen · ↗auskundschaften · ausspähen · ↗durchstöbern · ↗nachschlagen · ↗nachspüren · ↗recherchieren · ↗suchen
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) folgen wie sein Schatten · ausspähen · ↗beschatten · ↗bewachen · ↗mithören · unauffällig folgen · ↗überwachen  ●  ↗bespitzeln  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angriffsziel Anschlagsziel Bankkunde Betrüger Decknamen E-Mail Entwickler Geheimdienst Geheimnummer Geheimzahl Geldautomat Hacker Industrieanlage Internetknoten Kartendaten Krimineller Kundendaten Oppositionelle PIN Paßwort Privatleben Rechner Spion Stasi Tatort Telefonat US-Geheimdienst Zugangsdaten abhören spähen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausspähen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ersten Analysen zufolge dient Flame dazu, Daten zu entwenden und Nutzer der Systeme auszuspähen.
Die Zeit, 05.06.2012, Nr. 22
Andere Teilnehmer können versuchen, persönliche oder unternehmensrelevante Daten auszuspähen oder zu zerstören.
C't, 1998, Nr. 2
Scheu spähten sie von einem sicheren Platz aus, bereit, jeden Augenblick fortzulaufen.
Pausewang, Gudrun: Die Wolke, Ravensburg: Maier 1989 [1987], S. 65
Er spähte aus nach Hammer und Sichel; da witterte er anderes Heil.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 431
Von dem Dach der Kathedrale wurde nach ihnen sehnsüchtig ausgespäht.
Heyking, Elisabeth von: Tschun. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1914], S. 8622
Zitationshilfe
„ausspähen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausspähen>, abgerufen am 09.12.2019.

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