ausströmen

Grammatik Verb · strömt aus, strömte aus, ist/hat ausgeströmt
Aussprache 
Worttrennung aus-strö-men
Wortzerlegung aus-strömen
Wortbildung  mit ›ausströmen‹ als Erstglied: ↗Ausströmung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. herausströmen und sich verbreiten
    1. [gehoben, bildlich] ausstrahlen, hervorquellen
    2. etw. herausströmen lassen und verbreiten
    3. [gehoben, bildlich] etw. ausstrahlen
  2. 2. ⟨einströmen und ausströmen⟩ in Scharen kommen und gehen
eWDG

Bedeutungen

1.
herausströmen und sich verbreiten
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
ausströmendes Wasser
Gas strömt (aus der Leitung) aus
die Luft, der Dampf ist durch das Ventil ausgeströmt
den Atem ausströmen lassen
gehoben, bildlich ausstrahlen, hervorquellen
Beispiele:
von jmdm. strömt Kraft aus
hast du eine solche Kälte auf mich ausströmen lassen, daß mich in deiner Gegenwart beständig gefroren hat [ Th. MannBuddenbrooks1,594]
er hat einfach seinen Haß gegen die Unterdrücker ausströmen lassen [ Feuchtw.Tag83]
etw. herausströmen lassen und verbreiten
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
der Ofen strömt Wärme aus
die Blumen strömen einen wunderbaren Duft aus
nach dem Regen strömten ihre Kleider einen Geruch von Nässe aus
gehoben, bildlich etw. ausstrahlen
Beispiele:
das Zimmer strömt Behaglichkeit aus
sie strömte Ruhe aus
dichterischWas er auf dem Herzen hatte, beschloß er statt in Worte ... lieber in Musik auszuströmen (= sich ergießen zu lassen) [ H. MannUntertan4,68]
2.
einströmen und ausströmenin Scharen kommen und gehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
Menschen strömen ein und aus
durch die Drehtür des Hotels strömten die Gäste aus und ein

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›ausströmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ausströmen‹.

Verwendungsbeispiele für ›ausströmen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zurzeit ströme noch etwa eine Tonne Öl pro Tag aus.
Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06
Gas strömte unter dem Druck von 16 Bar mit ohrenbetäubenden Zischen aus.
Die Welt, 09.04.2002
Der seelische Gehalt spricht sich nicht aus, sondern strömt und lebt sich aus.
Wiora, Walter: Hartmann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 5940
Die Pflanzen sind mehr oder weniger fleischig, oft stark verzweigt und strömen einen strengen aromatischen Duft aus.
Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 61
Während er ihn ruckweise ausströmen ließ, setzte er sich auf einen Hocker.
Süskind, Patrick: Das Parfum, Zürich: Diogenes 1985, S. 101
Zitationshilfe
„ausströmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ausstr%C3%B6men>, abgerufen am 18.01.2021.

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