bölken

GrammatikVerb
Worttrennungböl-ken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bölken‹ als Erstglied: ↗Bölkstoff · ↗Bölkwasser
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

norddeutsch, westdeutsch
1.
von Rindern, Schafen   blöken, brüllen
2.
aufstoßen; aus dem Magen hochgestiegene Luft hörbar ausstoßen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bölken Vb. ‘brüllen’ von Rindern, mnd. bolken, mnl. balken, belken, nl. bulken, lautnachahmende Bildung mit k-Suffix (wie auch nl. balken ‘schreien’ vom Esel und aengl. bealcian ‘rülpsen’) neben ↗bellen (s. d.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ihm einer zu dumm kam, bölkte er auch mal zurück.
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2004
Er konnte sich in solche Wut bölken, die Leute hatten weniger Angst vor ihm, als um ihn.
Die Zeit, 09.09.1988, Nr. 37
Geht es um Doping in der jüngeren Vergangenheit, dann bölkt Goldmann, das sei doch Unsinn.
Süddeutsche Zeitung, 02.02.2001
Ob er einen bayerischen Handwerker imitiert oder Herbert Wehner eine fiktive Abschiedsrede in den Plenarsaal bölken läßt - der Mann ist ein personifizierter Scheibenwischer im Dauerbetrieb.
Der Tagesspiegel, 28.11.1997
Zitationshilfe
„bölken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bölken>, abgerufen am 19.10.2019.

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