Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

böschen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung bö-schen
Wortbildung  mit ›böschen‹ als Letztglied: abböschen
eWDG

Bedeutung

Bauwesen unregelmäßig abfallendes Erdreich abschrägen und befestigen
Beispiele:
ein Ufer sanft böschen
ein geböschter Hang
eine geböschte Wand
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Böschung · böschen · abböschen
Böschung f. ‘schräg abfallende Seitenfläche, Abhang, Abschrägung’. Wohl im Anschluß an schweiz. schwäb. Bosch, auch Bösch (eigentlich Plur.) ‘Busch, Strauch, Gehölz’ und ‘(Gras)büschel, Rasenstück’ (s. Busch) entsteht die Suffixbildung Böschung (16. Jh.) für gras- bzw. strauchbewachsene Wälle im Festungsbau, aber auch für jede künstliche oder natürliche Abschrägung im Gelände. Dazu böschen, abböschen Vb. ‘abschrägen’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›böschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Höher aufsteigende Wände wurden durch Zurücktreten der einzelnen Stockwerke geböscht. [o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 41374]
Die vorgeblendeten Backsteinmauern wirken schwer und trutzig, der Sockel aus Quadern ist geböscht, klein sind die Fenster, selbst ein Burggraben fehlt nicht. [Die Zeit, 20.05.2002, Nr. 20]
Zitationshilfe
„böschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/b%C3%B6schen>.

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