bügeln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung bü-geln
Wortbildung  mit ›bügeln‹ als Erstglied: ↗Bügelanstalt · ↗Bügelbrett · ↗Bügeleisen · ↗Bügelfalte · ↗Bügelkissen · ↗Bügelmaschine · ↗Bügelzimmer · ↗Bügler · ↗bügelbeständig · ↗bügelecht · ↗bügelfest · ↗bügelfrei
 ·  mit ›bügeln‹ als Letztglied: ↗abbügeln · ↗aufbügeln · ↗ausbügeln · ↗einbügeln · ↗frisch bügeln · ↗frischbügeln · ↗glatt bügeln · ↗glattbügeln · ↗hineinbügeln · ↗niederbügeln · ↗trocken bügeln · ↗trockenbügeln · ↗verbügeln
 ·  mit ›bügeln‹ als Binnenglied: ↗Dampfbügelstation  ·  formal verwandt mit: ↗Schnellbügelei
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
ein Kleidungsstück, Wäschestück mit einem Bügeleisen glätten, etw. plätten
Beispiele:
Hemden, Wäsche bügeln
der Anzug ist frisch gebügelt
Nylon, Perlon darf nicht heiß gebügelt werden
übertragen
Beispiel:
eine Sache gerade bügeln (= einen Schaden wiedergutmachen)
umgangssprachlich geschniegelt und gebügelt (= (übermäßig) fein herausgeputzt)
Beispiel:
er kam geschniegelt und gebügelt zum Rendezvous
2.
Skisport eine Gleitschicht mit einem heißen Eisen ebenmäßig auftragen
Beispiel:
Wachs auf die Schier bügeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bügel · Bügeleisen · bügeln · bügelfrei · Steigbügel
Bügel m. ‘gebogener Griff, gebogenes Holz zum Aufhängen von Kleidern’, spätmhd. bügele f. ‘Steigbügel’, mnd. bȫgel, mnl. bōghel ‘Ring, Bügel’, nl. beugel stehen im Ablautverhältnis zu den unter ↗biegen (s. d.) angeführten Verben, bezeichnen also eigentlich etw. Gebogenes. Seit der 1. Hälfte des 16. Jhs. ist das Mask. Bügel bezeugt. Bügeleisen n. ‘Eisen zum Glätten der Wäsche’ (nach dem gebogenen Griff benannt?, oder weil ursprünglich ein gebogenes Eisen zum Kräuseln?) und bügeln Vb. (17. Jh.), nordd. md. dafür auch ↗Plätteisen, ↗Plätte und ↗plätten (s. d.). bügelfrei Adj. ‘ohne Bügeln glatt, knitterfrei’ (2. Hälfte 20. Jh.). Steigbügel m. ‘Fußstütze für den Reiter’, seit dem 17. Jh. für älteres ↗Stegreif (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) platt machen · ↗glätten · ↗mangeln · ↗plätten · ↗walzen  ●  bügeln  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bügeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bügeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›bügeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann bügele ich erst mal, kaufe ein und koche natürlich auch.
Bild, 24.03.2004
Bevor sie es anzieht, wird sie es noch bügeln müssen.
Der Tagesspiegel, 28.03.2003
Ich werde jetzt gleich komplizierte Dinge bügeln, das hilft vielleicht.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 215
Zwei Tage später brachte ich es ihr gewaschen und gebügelt zurück.
Hein, Christoph: Horns Ende, Hamburg: Luchterhand 1987 [1985], S. 60
Er bewegte sich rascher und war bestimmt nicht mehr so gut gebügelt.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 130
Zitationshilfe
„bügeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/b%C3%BCgeln>, abgerufen am 18.09.2020.

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