baden

Grammatik Verb · badet, badete, hat gebadet
Aussprache 
Worttrennung ba-den
Wortbildung  mit ›baden‹ als Erstglied: Badanstalt · Badeanlage · Badeanstalt · Badeanwendung · Badeanzug · Badearzt · Badeaufsicht · Badebekanntschaft · Badebekleidung · Badebetrieb · Badebrauch · Badedirektion · Badeeinrichtung · Badeeinrichtungen · Badeengel · Badeente · Badefrau · Badegast · Badegelegenheit · Badehandtuch · Badehaube · Badehaus · Badehose · Badekabine · Badekappe · Badekarren · Badekleidung · Badekostüm · Badekur · Badelaken · Badelatsch · Badelatschen · Badeleben · Badeleiter · Bademantel · Badematte · Bademeister · Bademode · Bademütze · Badenixe · Badeofen · Badeort · Badeplatz · Badepool · Badeprospekt · Badepublikum · Badepuppe · Bader · Baderaum · Badereise · Badesachen · Badesaison · Badesalz · Badeschlappen · Badeschuh · Badeschwamm · Badesee · Badeseife · Badeshorts · Badespaß · Badespielzeug · Badestelle · Badestrand · Badestube · Badeteich · Badeteil · Badetemperatur · Badethermometer · Badetod · Badetote · Badetrikot · Badetuch · Badeunfall · Badeurlaub · Badeutensil · Badeverbot · Badevergnügen · Badeverwaltung · Badewanne · Badewasser · Badeweiher · Badewetter · Badewärter · Badewäsche · Badezeit · Badezelle · Badezeug · Badezimmer · Badezober · Badezuber · Badezusatz · Badeöl · Badhaus · badelustig · badewarm
 ·  mit ›baden‹ als Letztglied: abbaden · anbaden · ausbaden · hallenbaden · moorbaden · sonnenbaden
 ·  mit ›baden‹ als Binnenglied: Nacktbadestrand · Warmbadetag  ·  mit ›baden‹ als Grundform: Baden2  ·  formal verwandt mit: schweißgebadet
eWDG

Bedeutungen

1.
(jmdn., etw.) zur Reinigung, Erfrischung ins Wasser tauchen
Beispiele:
kalt, warm, heiß baden
nackt baden
ich wollte heute Abend baden
sie ist baden gegangen
er badete im Freien, im Fluss
eine Badende belauschen, überraschen
beim Baden in den Wirbeln verunglücken
mit dem Baden aussetzen
das Baby jeden Morgen baden
er war soeben gebadet worden
saloppsie sieht aus wie eine gebadete Maus, Katze (= ist völlig durchnäßt)
den kranken Finger, das erhitzte Gesicht, die Wunden baden
die Flößer […] sitzen in ihren langen, grauen Hemden auf der Floßkante und baden sich die Füße [ Suderm.Reise nach Tilsit6,19]
sich in etw. baden
Beispiele:
die Spatzen baden sich in der Dachrinne
Von allem Wissensqualm entladen, / In deinem [des Mondes] Tau gesund mich baden [ GoetheFaustI 397]
bildlich etw., jmd. ist in etw. gebadet (= etw., jmd. ist von etw. überströmt, überflutet)
Beispiele:
ihr Gesicht war in Tränen, er war in Schweiß gebadet
Er […] erwachte, nicht in seinem Blute, aber in kaltem Schweiße gebadet [ C. F. MeyerSchuß v. d. Kanzel3,105]
übertragen
Beispiele:
in frischer Luft und Sonne baden
in Schlamm, Sand baden
der Raum war in Licht, Duft gebadet
Auf, bade, Schüler, unverdrossen / Die irdsche Brust im Morgenrot [ GoetheFaustI 445]
ich badete beglückt / Mein ganzes antlitz in den frischen rosen [ St. GeorgeGedichte36]
2.
landschaftlich, salopp etw., jmd. geht baden (= etw. wird vereitelt, jmd. wird enttäuscht)
Beispiele:
durch den Regen gehen unsere schönen Ferienpläne baden
dabei gehst du baden
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bad · baden · ausbaden · Bader
Bad n. ‘das Baden im Wasser, Örtlichkeit, wo gebadet wird’, ahd. bad ‘Wasserbad, Badehaus’ (8. Jh.), auch ‘Taufe’, mhd. bat, asächs. bað, mnd. mnl. bat, afries. beth, aengl. bæþ, engl. bath, anord. bað, dän. schwed. bad (germ. *baþa-) gehören zu ahd. bāen, nhd. bähen1 ‘erwärmen, erhitzen, rösten’ (s. d.), führen also auf eine Verbalwurzel ie. *bhē-, *bhō-, tiefstufig *bhə- ‘wärmen, rösten’, aus der mit partizipialem ie. to-Suffix Bad, eigentlich ‘das Gewärmte, Erhitzte’, entwickelt ist. An eine g-Erweiterung ie. *bhōg- schließen sich griech. phṓgein (φώγειν) ‘rösten, braten’, dt. backen (s. d.) an. Als Ortsname ist Baden Übersetzung von lat. Aquae, das im Dt. dativisch (ze den) Baden ‘zu den Bädern’ wiedergegeben wird. baden Vb. ‘zur Reinigung, Erfrischung ins Wasser tauchen’, ahd. badōn ‘baden, taufen’ (8. Jh.), mhd. baden, mnd. bāden, mnl. baden, aengl. baþian, engl. to bathe, anord. (reflexiv) baðast, schwed. bada. Dazu ausbaden Vb. oft in der Wendung etw. ausbaden müssen ‘die Folgen (der Schuld eines anderen) auf sich nehmen müssen’ (Ende 16. Jh.), zuvor ‘zu Ende baden’ (2. Hälfte 15. Jh.). Bader m. ehemals ‘Barbier und Wundarzt’, mhd. badære, asächs. baðeri (um 1100) ist der Inhaber einer Badestube, der die Badenden bedient, sie zur Ader läßt und ihnen die Haare schneidet.

Thesaurus

Synonymgruppe
baden · schwimmen  ●  paddeln  ugs. · plantschen  ugs. · rinnen (von Haarwild)  fachspr., Jägersprache
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›baden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›baden‹.

Verwendungsbeispiele für ›baden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich hatte selbst noch baden wollen, was ich auch verschoben habe. [Brief von Irene G. an Ernst G. vom 28.10.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Ich glaube, in 14 Tagen kann man schon baden gehen. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 24.03.1944, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Heute morgen habe ich mich schon gebadet, wenn man das so sagen darf. [Brief von Ernst G. an Irene G. vom 15.06.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Ich verstehe aber nicht genug von Marketing, möglicherweise wäre ich damit total baden gegangen. [C't, 1998, Nr. 4]
Dicht an dicht lagen die wassergefüllten Becken vor mir, und um keinen Preis der Welt wäre ich jetzt dort baden gegangen. [Die Zeit, 28.10.1999, Nr. 44]
Zitationshilfe
„baden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/baden>.

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