baldowern

GrammatikVerb · baldowert, baldowerte, hat baldowert
Aussprache
Worttrennungbal-do-wern
HerkunftHebräisch
GrundformBaldower
Wortbildung mit ›baldowern‹ als Letztglied: ↗ausbaldowern  ·  formal verwandt mit: ↗Baldower
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, besonders berlinisch, salopp nachforschen, nachspüren
Beispiel:
Da muß einer mindestens zwei Wochen lang baldowert haben [FalladaBlechnapf430]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Baldower · (aus)baldowern
Baldower m. ‘Kundschafter, Anführer oder Tipgeber einer Diebesbande, Betrüger’, in der Gaunersprache rotw. Baldower, Baldowerer, Baldewerer, Baldober (19. Jh.), aus jidd. baldṓwer ‘der in Rede Stehende, der Betreffende’, hebr. ba‛al-dāwār ‘Herr des Wortes, der Sache’, Euphemismus für jmdn., dessen Namen man nicht nennen will, mittelalterlich ‘Teufel’. Das in diesem Jargon davon abgeleitete Verb (aus)baldowern Vb. ‘auskundschaften, nachspüren’ gelangt in die Umgangssprache (19. Jh.), vor allem in das Berlin. (literarisch bezeugt bei Fontane).

Typische Verbindungen zu ›baldowern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

ausbaldowern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›baldowern‹.

Verwendungsbeispiel für ›baldowern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und darum hatte ihm Ilse ihren gestrigen Abendbesuch gemacht, auch sie hatte bloß baldowern wollen - für Batzke!
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 188
Zitationshilfe
„baldowern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/baldowern>, abgerufen am 23.01.2020.

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