bammeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbam-meln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bammeln‹ als Letztglied: ↗aufbammeln · ↗herabbammeln · ↗herunterbammeln
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, salopp baumeln, hängend schlenkern
Beispiel:
Alles lotterte und bammelte: schmutzige weiße Mullblusen, die keinen Halt gaben [ViebigErde134]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bammel · bammeln
Bammel m. ‘etw. schaukelnd Herabhängendes, Troddel, Quaste’, Bampel (16. Jh.; s. auch ↗Bummel, ↗Bommel), zu bammeln Vb. ‘schaukelnd sich hin und her bewegen’ (16. Jh.), ein die Bewegung symbolisierendes Verb (s. auch ↗baumeln). In neuerer Sprache steht Bammel für ‘Angst’ (Mitte 19. Jh.), gewöhnlich in der umgangssprachlichen Wendung Bammel haben ‘Angst haben’. Die etymologische Herleitung der Wendung ist offen. Wolf Rotw. 43 erklärt es als Metathesis von jidd. baal emoh ‘Furchtsamer’. Eher jedoch ist Bammel hier als Rückbildung von bammeln ‘schaukelnd sich hin und her bewegen’ (s. oben) zu verstehen, das als Übertragung die ängstliche Unsicherheit bei Gefahr oder vor einer wichtigen Entscheidung meint.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Lach dir 'nen Ast und setz dich druff Und bammle mit die Beene!
Röhrich, Lutz: Ast. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 375
Das Kabel bammelte zwischen meinen Beinen.
Brussig, Thomas: Wasserfarben, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1991], S. 129
Zitationshilfe
„bammeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bammeln>, abgerufen am 21.11.2019.

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