Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bang

Grammatik Adjektiv · Komparativ: banger/bänger · Superlativ: am bangsten/am bängsten
Nebenform bange
Aussprache 
Worttrennung bang ● ban-ge
Wortbildung  mit ›bang‹ als Erstglied: Bangbüx · Bangbüxe · Bangebüx · Bangigkeit
 ·  mit ›bang‹ als Letztglied: sterbensbang
eWDG

Bedeutung

angstvoll, angsterfüllt
Beispiele:
ein banges Vorgefühl
eine bange Erwartung, Frage, Furcht
voll banger Sorge
bange Träume quälten sie
bange Stunden der Ungewissheit
gehobensich in bangen Ahnungen verzehren
landschaftlich bang sein (= Angst haben)
ihm war bang zumute
ihm ist (es), ihm wird (es) angst und bang (= er bekommt Angst)
mir ist (angst und) bang um ihn (= ich sorge mich um ihn)
jmdm. (Angst und) Bange machen (= jmdn. in Angst versetzen)
salopp Bange machen gilt nicht! (= nur Mut!)
ihr wird (es) bang und immer bänger (= ihre Angst steigert sich)
landschaftlichihr war bang nach dem Kinde (= sie sehnte sich nach ihm)
Von dem Dome, / Schwer und bang, / Tönt die Glocke / Grabgesang [ SchillerGlocke]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bang · bange · bangen · Bange
bang bange Adj. ‘ängstlich, besorgt’. Mhd. bange Adv. ist eine Zusammensetzung von mhd. be- mit dem Adverb mhd. ange ‘eng’ (ahd. ango) und bezeichnet den seelischen Zustand der Beklommenheit, des Beengtseins. Zu weiterer Herkunft und Verwandtschaft s. eng. Häufig in der Wendung mir ist, wird angst und bange (16. Jh.). Adjektivischer Gebrauch setzt im 17. Jh. ein. bangen Vb. ‘ängstlich sein’; mhd. bangen ‘ängstlich werden’ verliert sich im 15. Jh.; erst im 18. Jh. wird bangen zum Adj. bange neu geprägt, ebenso wie Bange f. ‘Angst, Furcht, Sorge’, da auch mhd. bange m. sich im Nhd. nicht fortsetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
angsterfüllt · angstvoll · bang · bange · bebend · bekümmert · besorgt (um, wegen) · furchtsam · furchtsam (vor) · in tausend Ängsten (sein) · kleinmütig · mit Zittern und Zagen · zitternd · ängstlich  ●  mit flatterndem Herzen  geh., dichterisch · phobisch  fachspr.
Synonymgruppe
(jemandem) ist der Schreck in die Glieder gefahren · (sehr) erschrocken · bang(e) · eingeschüchtert · verschüchtert · verängstigt
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bang‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›bang‹ und ›bange‹.

Verwendungsbeispiele für ›bang‹, ›bange‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und man fragt sich etwas bang: Was ist für dieses Auto eine kritische Situation? [Die Zeit, 24.12.2003, Nr. 52]
Er blickt bang hinab auf ein Land, in dem er nicht landen will. [Die Zeit, 01.09.2003, Nr. 35]
Nur die Zeit ist uns unbekannt, das macht mir aber gar nicht bang. [Die Zeit, 15.07.1966, Nr. 29]
Doch mittendrin wird das Team bang gezweifelt haben, ob man vom steilen Wollen nicht auch abrutschen könne. [Süddeutsche Zeitung, 28.11.1995]
Und doch werden wir auch jetzt wieder bang bewegt in ihren Konzerten dabei sein. [Die Welt, 18.04.2006]
Zitationshilfe
„bang“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bang>.

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