baumeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbau-meln (computergeneriert)
Wortbildung mit ›baumeln‹ als Letztglied: ↗aufbaumeln · ↗herabbaumeln · ↗herunterbaumeln · ↗hervorbaumeln
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich hängend in seiner ganzen Länge schlenkern, schaukeln
Beispiele:
ein Maskottchen baumelt im Autofenster
ein Blechschild baumelt über der Wirtshaustür
eine Kirsche baumelt an einem Zweig
ein loser Knopf baumelt am letzten Faden
Strümpfe baumeln an der Wäscheleine
eine baumelnde Quaste
er ließ die Beine ins Wasser baumeln
baumle, baumele nicht mit den Füßen!
salopp, derbder Mörder soll (am Galgen, Strick) baumeln (= soll erhängt werden)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

baumeln Vb. ‘frei hängend hin und her schaukeln’ (17. Jh.). Die Herkunft ist ungewiß; baumeln wird teilweise als Ableitung von ↗Baum (s. d.) erklärt und als ‘an einem Baum hängend sich hin und her bewegen’ gedeutet. Eher aber dürfte darin eine omd. Nebenform des vorwiegend dem nordd. Sprachgebiet angehörenden bammeln ‘schaukeln’ zu sehen sein, das (wie ↗bummeln, ↗bammeln, s. d.) ursprünglich eine bewegungsnachahmende Bildung ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
herunterhängen · ↗hängen  ●  baumeln  ugs.
Synonymgruppe
baumeln · hin- und herpendeln · ↗hin- und herschwingen · hin- und herwedeln · ↗pendeln · ↗schwingen · ↗wedeln
Synonymgruppe
am Galgen hängen · baumeln

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ast Bein Brust Decke Galgen Glühbirne Goldkette Gürtel Haken Hals Halskette Handgelenk Hängematte Hüfte Kabel Kette Kordel Kronleuchter Liane Preisschild Rückspiegel Schnur Schnürboden Seil Strick herabbaumeln herunterbaumeln kopfüber lose schlaff

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›baumeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von der Decke des seit nunmehr fast zehn Jahren ungenutzten Gebäudes baumeln Fetzen aus Gips.
Der Tagesspiegel, 12.07.2000
Ein Mann baumelt im Wind, 120 Meter über der Erde.
Bild, 30.09.1998
Über seinem Arm baumelte ein langer Mantel mit braunkariertem Futter.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 104
Dabei fingen die beiden Kameras, die nun um seinen Hals hingen, zu baumeln an.
Simmel, Johannes Mario: Der Stoff, aus dem die Träume sind, Güterlsoh: Bertelsmann u. a. [1973] [1971], S. 45
Er zog sich auf einen Ast und ließ die Beine baumeln.
Welk, Ehm: Die Heiden von Kummerow, Rostock: Hirnstorff 1978 [1937], S. 69
Zitationshilfe
„baumeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/baumeln>, abgerufen am 18.11.2019.

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