baumwollen

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbaum-wol-len
GrundformBaumwolle
eWDG, 1967

Bedeutung

aus Baumwolle
Beispiele:
ein baumwollener Stoff, ein baumwollenes Mischgewebe
ein baumwollenes Kleid, Taschentuch
eine baumwollene Jacke
baumwollene Strümpfe, Handschuhe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Baum · bäumen · Baumwolle · baumwollen · Schlagbaum
Baum m. Gewächs aus Stamm und Ästen mit Blättern oder Nadeln, ahd. boum (8. Jh.), mhd. boum, asächs. mnd. bōm, mnl. nl. boom, afries. bām, aengl. bēam (engl. beam ‘Balken, Stange’) führen auf westgerm. *bauma-. Daneben stehen mit abweichender Bildungsweise got. bagms ‘Baum’, aschwed. bagn ‘Stock’, anord. baðmr ‘Baum’. Es gibt zahlreiche Versuche, die unterschiedlichen Formen des Westgerm., Got. und Nord. miteinander zu verbinden, eine einheitliche germ. Grundform konnte jedoch nicht mit Sicherheit erschlossen werden. So erwägt Pokorny 1, 149 die bereits bei Feist ³73 zitierte Herleitung aus ie. *bhou̯(ə)mo- ‘Gewächs’ und Anschluß an die Wurzel ie. *bheu-, *bheu̯ə- ‘wachsen, gedeihen’ (s. ↗bauen). Anders Hamp in: Festschr. Fisiak (1986) 1, 345 f. sowie Kuiper in: Novele 25 (1995) 63 ff. Da sich auch außergerm. keine eindeutigen Verwandten beibringen lassen, kann man in den germ. Formen unterschiedliche Gestaltung eines Substratwortes sehen. bäumen Vb. mhd. boumen ‘mit Bäumen bepflanzen’, (reflexiv) ‘sich aufrichten’ (von Pferden), später allgemein ‘sich auflehnen’, in der Jägersprache von auf Bäume kletternden Tieren (16. Jh.). Heute meist sich aufbäumen ‘sich aufrichten, auflehnen’ (15. Jh.). Baumwolle f. Samenhaare des Baumwollstrauchs, ahd. boumwolla (Hs. 12. Jh.), mhd. boumwolle, mnd. bōmwulle; auch ↗Kattun (s. d.). Greift vermutlich auf die bei Herodot belegte Vorstellung zurück, nach der die Inder Wolle von Bäumen gewinnen. baumwollen Adj. ‘aus Baumwolle’, ahd. boumwullīn (Hs. 12. Jh.), mnd. bōmwullen. Schlagbaum m. ‘bewegliche Sperrschranke’ (Anfang 16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›baumwollen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›baumwollen‹.

Verwendungsbeispiele für ›baumwollen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tags darauf wanderte das baumwollene Grauen direkt in den Müll.
Die Zeit, 08.09.2004, Nr. 37
Ein Mundschutz aus Papier und ein baumwollenes Stirnband schützen die Atemorgane und Ohren.
Süddeutsche Zeitung, 13.06.1997
Etwa 600 000 Strümpfe baumwollener oder halbseidener Art wurden täglich produziert und zum großen Teil nach Amerika verschifft.
Der Tagesspiegel, 11.09.2004
Blanke baumwollene Säuglingswäsche lag auf dem Deckel einer meerblau bemalten Truhe bereit.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 455
Die Nachfrage in wollenen und baumwollenen Stoffen und Tuchen erstreckt sich auf alle Verarbeitungen.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 07.03.1923
Zitationshilfe
„baumwollen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/baumwollen>, abgerufen am 07.04.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Baumwolle
Baumwollbatist
Baumwollband
Baumwollballen
Baumwipfel
Baumwollernte
Baumwollerzeugung
Baumwollfaden
Baumwollfaser
Baumwollfeld