beackern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-ackern
Wortbildung mit ›beackern‹ als Erstglied: ↗Beackerung  ·  formal verwandt mit: ↗unbeackert
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
den Boden mit Pflug und Egge bearbeiten
Beispiele:
ein Feld, das fruchtbare Land beackern
der Bauer beackert im Frühjahr und Herbst seine Felder
Das mondbeglänzte, teils beackerte, teils waldige Land [SeghersDie Toten6,37]
2.
salopp, übertragen etw. durchforschen
Beispiele:
ein Thema, eine Frage immer wieder beackern
er hat dieses Gebiet gründlich beackert
3.
salopp jmdn. bearbeiten, auf jmdn. einreden
Beispiel:
sie haben ihn so lange beackert, bis er zustimmte

Thesaurus

Synonymgruppe
(auf jemanden) einwirken · (jemandem) gut zureden · ↗(jemanden) traktieren · ↗einreden (auf jemanden)  ●  (auf jemanden) mit Engelszungen einreden  fig., variabel · zu überreden versuchen  Hauptform · (jemandem) in den Ohren liegen (mit)  ugs. · (jemandem) zureden wie einem kranken Gaul  ugs. · ↗(jemanden) bereden  geh., veraltet · ↗(jemanden) beschwatzen  ugs. · ↗(jemanden) beschwätzen  ugs., süddt. · (sich) Fransen an den Mund reden  ugs., sprichwörtlich · (sich) den Mund fusselig reden  ugs., sprichwörtlich · (so lange) belatschern (bis)  ugs. · beackern  ugs. · ↗bearbeiten  ugs. · ↗beknien  ugs. · ↗bequatschen  ugs. · ↗besabbeln  ugs. · ↗breitschlagen (wollen)  ugs. · herumkriegen wollen  ugs. · immer wieder anfangen von  ugs. · immer wieder ankommen mit  ugs. · ↗rumkriegen (wollen)  ugs. · ↗überreden (wollen)  ugs.
Unterbegriffe
  • (jemandem) das Wort im Mund umdrehen · (jemandem) die Worte im Mund verdrehen  ●  in den Mund legen  fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
ackern · beackern · ↗bearbeiten · ↗bestellen (Boden) · in Kultur nehmen · ↗kultivieren · unter Kultur nehmen
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) beschäftigen mit · ↗bearbeiten · ↗untersuchen  ●  beackern (Themengebiet)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anbieter Außenbahn Bauer Baustelle Boden Feld Felder Fleiß Fläche Garten Gelände Geschäftsfeld Hektar Jahrzehnt Markt Parzelle Politikfeld Problemfeld Scholle Stück Terrain Thema Themenfeld Traktor allein erfolgreich intensiv zusammen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beackern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hoffentlich schaffen sie es diesmal, beide Felder ertragreich zu beackern.
Der Tagesspiegel, 03.05.2004
Sie symbolisieren, dass da ein endlos großes Feld zu beackern ist.
Süddeutsche Zeitung, 21.02.2001
Das mag man kirchlich beackern - das Strafrecht hat hier nichts zu suchen.
Tucholsky, Kurt: An Marierose Fuchs, 17.12.1929. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929], S. 9783
Sie wenden sich an ein ähnliches Publikum und beackern das gleiche Gebiet, wenn auch mit anderen, radikaleren Mitteln.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 316
Wo man geistiges Neuland beackert, ist es meistens wichtiger, diskussionsfähige Probleme gestellt als fertige Lösungen geboten zu haben.
Schultze-Pfaelzer, Gerhard: Propaganda, Agitation, Reklame, Berlin: Stilke 1923, S. 376
Zitationshilfe
„beackern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beackern>, abgerufen am 20.03.2019.

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