Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

beackern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-ackern
Wortbildung  mit ›beackern‹ als Erstglied: Beackerung  ·  formal verwandt mit: unbeackert

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. den Boden mit Pflug und Egge bearbeiten
  2. 2. [salopp, übertragen] etw. durchforschen
  3. 3. [salopp] jmdn. bearbeiten, auf jmdn. einreden
eWDG

Bedeutungen

1.
den Boden mit Pflug und Egge bearbeiten
Beispiele:
ein Feld, das fruchtbare Land beackern
der Bauer beackert im Frühjahr und Herbst seine Felder
Das mondbeglänzte, teils beackerte, teils waldige Land [ SeghersDie Toten6,37]
2.
salopp, übertragen etw. durchforschen
Beispiele:
ein Thema, eine Frage immer wieder beackern
er hat dieses Gebiet gründlich beackert
3.
salopp jmdn. bearbeiten, auf jmdn. einreden
Beispiel:
sie haben ihn so lange beackert, bis er zustimmte

Thesaurus

Synonymgruppe
(auf jemanden) einwirken · (jemandem) gut zureden · (jemanden) traktieren · einreden (auf jemanden)  ●  zu überreden versuchen  Hauptform · (jemandem) in den Ohren liegen (mit)  ugs. · (jemanden) bereden  geh., veraltet · (jemanden) beschwatzen  ugs. · (jemanden) beschwätzen  ugs., süddt. · (so lange) belatschern (bis)  ugs. · beackern  ugs. · bearbeiten  ugs. · beknien  ugs., fig. · bequatschen  ugs. · besabbeln  ugs. · breitschlagen (wollen)  ugs., fig. · herumkriegen wollen  ugs. · immer wieder anfangen von  ugs. · immer wieder ankommen mit  ugs. · rumkriegen (wollen)  ugs. · so lange wiederholen, bis es einem zu den Ohren wieder herauskommt  ugs., fig., übertreibend · überreden (wollen)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
ackern · beackern · bearbeiten · bestellen (Boden) · in Kultur nehmen · kultivieren · unter Kultur nehmen
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) beschäftigen mit · bearbeiten · untersuchen  ●  beackern (Themengebiet)  ugs.

Typische Verbindungen zu ›beackern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beackern‹.

Verwendungsbeispiele für ›beackern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das mag man kirchlich beackern – das Strafrecht hat hier nichts zu suchen. [Tucholsky, Kurt: An Marierose Fuchs, 17.12.1929. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1929], S. 9783]
Und wenn so große Felder machbar sind, dann will man sie auch beackern können. [C't, 1990, Nr. 7]
Solange kein Investor kommt, beackern die Bauern weiter das Land. [Die Zeit, 12.06.2012, Nr. 11]
Ein Feld jahrelang beackert zu haben, das hat nach örtlichem Gewohnheitsrecht Gewicht. [Die Zeit, 11.04.2011, Nr. 15]
Hier haben künftige Historiker gewiß noch ein weites Feld zu beackern. [Die Zeit, 11.10.1974, Nr. 42]
Zitationshilfe
„beackern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beackern>.

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