bebbern

GrammatikVerb
Worttrennungbeb-bern
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

landschaftlich, besonders norddeutsch
Synonym zu bibbern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

beben · bebbern · bibbern · erbeben · Beben · Erdbeben
beben Vb. ‘heftig zittern’, ahd. bibēn ‘beben, zittern’ (9. Jh.), mhd. biben, asächs. biƀon, bibōn, mnd. mnl. bĕven, nl. beven, afries. bevia, bivia, aengl. bifian, anord. bifa erweisen sich als reduplizierende Bildungen (germ. *bibai-) zur Wurzel ie. *bhōi-, *bhəi- ‘sich fürchten’. Die Reduplikation stammt wie in aind. bibhḗti ‘fürchtet sich’ vermutlich aus einer alten Perfektform. Das -e- der ersten Silbe in nhd. beben setzt sich im 16. Jh. mit Luthers Bibelübersetzung durch und ist nd. Ursprungs, vgl. mnd. mnl. bēven ‘zittern, beben’. Mundartliche, besonders nd. Formen, wie iteratives bebern und bibbern, dringen ins Hd., vgl. nhd. bebbern, bibbern (Anfang 19. Jh.), auch nl. bibberen. erbeben Vb. ‘heftig erzittern, erregt werden’, ahd. irbibēn ‘erbeben, erzittern’ (10. Jh.), mhd. erbiben. Beben n. ‘Erschütterung der Erdoberfläche’, in der Geologie als gekürzte Form von Erdbeben seit der 1. Hälfte des 20. Jhs. gebräuchlich. Zur genaueren Bezeichnung dienen die Komposita Erd-, See-, Fernbeben. Erdbeben n. ‘Erschütterung der Erdkruste’, vgl. ahd. erdbibunga, erdbiba (9. Jh.), mhd. ertbibunge, ertbibe, asächs. erðbiƀunga, mnd. ērtbēvinge, mnl. erdbevinge, aengl. eorþbyfung. Im Mhd. (md.) erscheint der substantivierte Infinitiv im Kompositum ertbiben; Luther verwendet Erdbeben neben Erdbebung.

Typische Verbindungen zu ›bebbern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bebbern‹.

Verwendungsbeispiele für ›bebbern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun zog die Wirklichkeit die Decke weg, und wir bibbern gemeinsam in einem schlingernden Boot.
Süddeutsche Zeitung, 10.04.2004
Dann wieder dröhnt und bibbert er, daß man davonlaufen möchte.
Die Zeit, 20.09.1985, Nr. 39
Aber was, wenn sie seine Rede gar nicht erst bemerken, da sie selber bibbern in der feuchten Morgenkälte?
Beyer, Marcel: Flughunde, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1995 [1995], S. 13
Dann bibbert Eva auf dem Sofa neben der fetten Toni.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 402
Er war noch bleicher als sonst und bibberte vor Erregung.
Spoerl, Heinrich: Die Feuerzangenbowle, München: Piper o.J. [1933], S. 150
Zitationshilfe
„bebbern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bebbern>, abgerufen am 02.04.2020.

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