bedichten

GrammatikVerb · bedichtet, bedichtete, hat bedichtet
Worttrennungbe-dich-ten
Wortzerlegungbe-dichten2
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutung

jmd. bedichtet jmdn., etw.als literarischen Stoff künstlerisch bearbeiten; in einem literarischen Werk erwähnen, beschreiben, rühmen, verherrlichen, verewigen
siehe auch besingen (1)
Beispiele:
Wein ist […] ein Stück abendländischer Kulturgeschichte, er wird bedichtet, besungen und verehrt. [Neue Zürcher Zeitung, 29.11.2016]
Doch man könnte den Mann, den Ror Wolf [Schriftsteller] schon so lange bedichtet […], nicht nur komisch finden, sondern auch tragisch[…]. [Die Welt, 24.12.2015]
»Der klassische Morast, wo Varus stecken geblieben« – so bedichtete Heinrich Heine den Teutoburger Wald. [Welt am Sonntag, 01.03.2009, Nr. 9]
Würde der grandiose Großstadt-Lyriker Bertolt Brecht in den neunziger Jahren Straßenschluchten, Betonwüsten und U-Bahn-Stationen bedichten, nutzte er möglicherweise auch die wütenden, sich überschlagenden Sentenzen des Rap. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.1999]
Die Filmemacher fanden Zeitzeugen und Spuren in der Stadt am Pruth, den Fluß, den er [der Dichter Paul Celan] als Junge bedichtet hat, bevor seine Gedichte die spätere Einsamkeit ausstrahlten, die abweisende Intensität, sein Verschwinden hinter der Sprache. [Süddeutsche Zeitung, 05.12.1994]

Typische Verbindungen zu ›bedichten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bedichten‹.

Zitationshilfe
„bedichten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bedichten>, abgerufen am 05.04.2020.

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