bedrängen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-drän-gen
Wortzerlegung be-drängen
Wortbildung  mit ›bedrängen‹ als Erstglied: ↗Bedränger · ↗Bedrängnis · ↗Bedrängung
eWDG

Bedeutung

jmdn. in Not bringen, in eine schlimme Lage drängen
Beispiele:
die Stadt ist von Feinden hart bedrängt
den von allen Seiten Bedrängten zu Hilfe kommen
der Mann bedrängte (= belästigte) das Mädchen
jmdn. mit Fragen, Bitten, Forderungen heftig bedrängen
er wurde von seinen Gläubigern sehr bedrängt
Zweifel, Sorge bedrängen jmdn., jmds. Herz
sein bedrängtes Herz erleichtern
den Armen und Bedrängten beistehen
sich in bedrängter (= besonders wirtschaftlich schwieriger) Lage befinden
Er mußte drängen, da waren wieder andere, die ihn bedrängten [ ViebigTägl. Brot442]
Frau Konsul Mönkeberg ... fand sich in bedrängten Verhältnissen [ K. MannMephisto62]

Thesaurus

Synonymgruppe
(auf jemanden) eindringen · ↗(jemandem) zusetzen · (jemanden) drängen (zu) · (jemanden) in Bedrängnis bringen · bedrängen · ↗befallen · ↗beknien · ↗drangsalieren · im Nacken sitzen · ↗löchern · ↗traktieren · unter Druck setzen  ●  ↗(in jemanden) dringen  geh., veraltet · (jemandem) auf den Pelz rücken  ugs. · (jemandem) auf die Pelle rücken  ugs. · (jemandem) die Hölle heiß machen  ugs. · ↗belagern  ugs. · bitteln und betteln  ugs. · keine Ruhe geben  ugs. · nicht in Ruhe lassen (mit)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) Vertraulichkeiten herausnehmen · ↗(sich) aufdrängen · bedrängen · ↗belästigen · lästig fallen · lästig sein · lästig werden · nicht in Ruhe lassen · zudringlich werden  ●  (jemandem) auf den Pelz rücken  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bedrängen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bedrängen‹.

Verwendungsbeispiele für ›bedrängen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie bedrängen die Autos, die durch den Park fahren, hoffen auf Futter.
Bild, 27.03.1999
Auch ein halbes Jahr vor seinem Tod sollte kein Argument ihn mehr bedrängen.
Harig, Ludwig: Ordnung ist das ganze Leben, München u. a.: Hanser 1987 [1986], S. 601
Sie bedrängen sie, sie treiben sie in die Enge, sie bringen sie zum Erliegen.
Die Zeit, 06.03.1959, Nr. 10
Trotzdem bedrängte ihn jetzt, da nichts mehr daran geändert werden konnte, dieses Schicksal.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1033
Ich war so überrascht, daß mein Lachen aufhörte, mich zu bedrängen.
Rilke, Rainer Maria: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Prosa 1906 bis 1926, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1966 [1910], S. 662
Zitationshilfe
„bedrängen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bedr%C3%A4ngen>, abgerufen am 05.03.2021.

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