beehren

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-eh-ren
Grundform ehren

Bedeutungsübersicht+

  1. jmdm., einer Sache eine Ehre erweisen
  2. ⟨jmdn., etw. beehren⟩ jmdn., etw. besuchen
  3. ⟨sich beehren⟩ sich erlauben
eWDG

Bedeutungen

jmdm., einer Sache eine Ehre erweisen
Beispiele:
spöttischjmdn. durch seinen Besuch beehren
spöttischeine Veranstaltung mit seiner Gegenwart beehren
jmdn., etw. beehrenjmdn., etw. besuchen
Beispiele:
gespreizt beehren Sie uns bald wieder!
Wenn Euere Hoheit wieder einmal unser unwürdiges Haus beehren [ Th. MannKönigl. Hoheit7,333]
sich beehrensich erlauben
Beispiel:
wir beehren uns, die Geburt eines Stammhalters anzuzeigen (= formelhafte Geburtsanzeige)

Thesaurus

Synonymgruppe
dabei sein · ↗teilnehmen · unter den Teilnehmenden sein · zugegen sein  ●  (sich) blicken lassen  ugs. · (sich) sehen lassen  ugs. · beehren  geh. · ↗beiwohnen  geh. · ↗da sein  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem einen) Höflichkeitsbesuch abstatten  ●  (jemandem) die Reverenz erweisen  veraltend · (jemandem) seine Aufwartung machen  geh. · (jemanden) (mit seinem Besuch) beehren  geh., ironisierend · (sich) sehen lassen (bei)  ugs., salopp
Oberbegriffe
  • (bei jemandem) Station machen · (sich) begeben zu · ↗aufsuchen · einen Besuch abstatten · ↗visitieren · zu Besuch kommen  ●  ↗besuchen  Hauptform · (jemandem) auf die Bude rücken  ugs., salopp · (sich) blicken lassen  ugs. · eine Visite abstatten  geh., veraltet · ↗kommen  ugs.

Typische Verbindungen zu ›beehren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beehren‹.

Verwendungsbeispiele für ›beehren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Siebenmal hat er das Land am Kap als Tourist beehrt, nun ist er erstmals in offizieller Mission hier.
Süddeutsche Zeitung, 13.12.1995
Doch mit dem Preis an sie, so scheint es, hat sich der Verleiher in erster Linie selbst beehrt.
Die Zeit, 11.11.1977, Nr. 46
Ich beehre mich, Ihnen von dieser Sachlage Kenntnis zu geben.
o. A.: Zweiundvierzigster Tag. Donnerstag, den 24. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21047
Der Herr Polizeipräsident läßt sich zuweilen herab, mich zu beehren.
Klabund: Der Kreidekreis. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 15006
Die Mutti hat mich heute auch mit einigen Zeilen beehrt, sogar in blau.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 20.11.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„beehren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beehren>, abgerufen am 15.05.2021.

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