Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.
Bitte unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Teilnahme an unserer aktuellen Umfrage!

befähigen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-fä-hi-gen
Grundformfähig
Wortbildung  mit ›befähigen‹ als Letztglied: unbefähigt
eWDG

Bedeutung

jmdn. zu etw. fähig machen, in die Lage versetzen, etwas zu tun
Beispiele:
jmdn. befähigen, etw. zu erkennen, zu beobachten, Schwierigkeiten zu überwinden
jmdn. durch genaue Unterweisung zu selbständiger Arbeit, zu besonderen Leistungen befähigen
seine Phantasie befähigte ihn, sich alles vorstellen zu können
ein befähigter (= begabter) Kritiker, Musiker, Wissenschaftler
befähigt sein
Beispiel:
jmd. ist durch seine Kenntnisse, durch eine lange Praxis für diesen Beruf, zu der Bewältigung großer Aufgaben befähigt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

fähig · befähigen · Fähigkeit
fähig Adj. ‘imstande zu etw., begabt, tüchtig’, im 15. Jh. von fahen, der älteren Form von fangen (s. d.), abgeleitet (vgl. auch gleichbed. spätmhd. gevæhic, 2. Hälfte 14. Jh.), daher ursprünglich ‘imstande sein zu fassen, aufzunehmen, empfänglich’, sowohl körperlich (von Gefäßen) als auch geistig; in der Rechtssprache so viel wie ‘berechtigt’ (vgl. erbfähig). Der Zusammenhang mit dem Verb wird auch in der alten Bedeutung ‘fangbar’ (von Tieren) deutlich (16. Jh.). Modern vorwiegend auf Lebewesen und speziell auf ihr geistiges Erfassungsvermögen bezogen, daher oft ‘begabt, tüchtig’. – befähigen Vb. ‘fähig machen, in die Lage versetzen’ (18. Jh.). Fähigkeit f. ‘Vermögen, Imstandesein’ (Anfang 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
befähigen · bevollmächtigen · ermächtigen · in die Lage versetzen

Typische Verbindungen zu ›befähigen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›befähigen‹.

Verwendungsbeispiele für ›befähigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Durch besondere Schulung des Auges sucht er das schwerhörige Kind zu befähigen, das gesprochene Wort vom Munde abzusehen. [Allgemeine Deutsche Lehrerzeitung, 1912, Nr. 16, Bd. 64]
Die Abwehr ist dafür nicht befähigt, sie kann so etwas nicht. [o. A.: Einhundertster Tag. Freitag, 5. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 17052]
Zu einer großen Offensive ist man aber noch nicht gleich befähigt. [Delbrück, Hans: Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte – Dritter Teil: Das Mittelalter, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1923], S. 24650]
Ihnen helfen wir, sich wieder für einen Job zu befähigen. [Die Zeit, 02.07.1998, Nr. 28]
Da wir aus allen Kulturen der Erde stammen, sind wir hierzu in einer einzigartigen Weise befähigt. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1997]]
Zitationshilfe
„befähigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bef%C3%A4higen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
befunken
befummeln
befugt
befugen
befruchten
beförderbar
beförderlich
befördern
beförstern
befühlen