befahren

GrammatikVerb · befährt, befuhr, hat befahren
Aussprache
Worttrennungbe-fah-ren (computergeneriert)
Grundformfahren
Wortbildung mit ›befahren‹ als Erstglied: ↗Befahrung · ↗befahrbar  ·  mit ›befahren‹ als Grundform: ↗befahren2
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. fahrend benutzen, auf etw. fahren
siehe auch befahren2
Beispiele:
eine Straße (oft, viel) mit dem Auto, Fahrrad befahren
den Fluss mit einem Dampfer befahren
eine Einbahnstraße in der vorgeschriebenen Richtung befahren
die neue Eisenbahnlinie zum ersten Male, regelmäßig, in einer bestimmten Geschwindigkeit befahren
diese Strecke darf nur mit 30 Stundenkilometern befahren werden
das Befahren der Autobahn mit dem Rad ist verboten
er hat viele Länder (im Auto) befahren (= bereist)
eine befahrene Straße, Strecke
2.
zu etw. hinfahren
Beispiel:
wenn die Ampel grün aufleuchtet, darf man die Kreuzung befahren
3.
in etw. hineinfahren
Beispiele:
einen Schacht, den Stollen, Grubenbau befahren
ein leicht zu befahrendes Bergwerk
4.
etw. mit etw. befahrenetw. im Fahren auf etw. schütten, abladen
Beispiel:
den Weg mit Kies, ein Feld mit Dung befahren
5.
veraltet etw. zu befahren haben, etw. befahren müssenetw. befürchten müssen
Beispiel:
so haben wir Schlimmeres ... von den Bischöflichen zu befahren [G. Hauptm.GeyerI]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausfallstraße Autobahn Autostraße Bahnstrecke Bodenseestraße Bundesstraße Durchgangsstraße Eisenbahnstrecke Fernstraße Fürstenrieder Hauptstraße Hauptverkehrsstraße Highway Kreuzung Landshuter Landstraße Nebenstraße Nebenstrecke Schifffahrtsstraße Seestraße Straße Straßenkreuzung Strecke Strecken Uferstraße Verdistraße Verkehrsader Wasserstraße stark viel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›befahren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wird voller auf den zuvor so wenig befahrenen Straßen.
Die Zeit, 27.12.2010 (online)
Stattdessen solle die Straße künftig nur noch von Ost nach West befahren werden können.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.1997
Niemand lehrte ihn, schmale Waldwege zu befahren, doch er befährt sie.
Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 126
Sie sind doch ein alter befahrener Mann, Sie kriegen spielend ein Schiff.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 185
Gegen Abend kam ich an eine undeutliche, lange nicht befahrene Wagenspur.
Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 123
Zitationshilfe
„befahren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/befahren#1>, abgerufen am 24.10.2019.

Weitere Informationen …

befahren

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Aussprache
Worttrennungbe-fah-ren (computergeneriert)
Grundformbefahren1
Wortbildung mit ›befahren‹ als Letztglied: ↗unbefahren · ↗vielbefahren
eWDG, 1967

Bedeutung

siehe auch befahren1 (Lesart 1)
1.
Jägersprache bewohnt
Beispiele:
ein befahrener Bau
dieser Fuchsbau ist befahren
2.
Seemannssprache im Seedienst erprobt
Beispiele:
jmd. ist befahren
ein befahrenes Volk (= erfahrene Seeleute)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausfallstraße Autobahn Autostraße Bahnstrecke Bodenseestraße Bundesstraße Durchgangsstraße Eisenbahnstrecke Fernstraße Fürstenrieder Hauptstraße Hauptverkehrsstraße Highway Kreuzung Landshuter Landstraße Nebenstraße Nebenstrecke Schifffahrtsstraße Seestraße Straße Straßenkreuzung Strecke Strecken Uferstraße Verdistraße Verkehrsader Wasserstraße stark viel

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›befahren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wird voller auf den zuvor so wenig befahrenen Straßen.
Die Zeit, 27.12.2010 (online)
Stattdessen solle die Straße künftig nur noch von Ost nach West befahren werden können.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.1997
Niemand lehrte ihn, schmale Waldwege zu befahren, doch er befährt sie.
Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 126
Sie sind doch ein alter befahrener Mann, Sie kriegen spielend ein Schiff.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 185
Gegen Abend kam ich an eine undeutliche, lange nicht befahrene Wagenspur.
Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 123
Zitationshilfe
„befahren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/befahren#2>, abgerufen am 24.10.2019.

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