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befallen

Grammatik Verb · befällt, befiel, hat befallen
Aussprache 
Worttrennung be-fal-len
Grundformfallen
Wortbildung  mit ›befallen‹ als Grundform: Befall
eWDG

Bedeutung

etw. befällt jmdn., etw.etw. ergreift, überkommt jmdn., etw.
Beispiele:
eine Krankheit, hohes Fieber, eine Schwäche, Ohnmacht befällt jmdn.
eine Epidemie, Panik hat viele tausend Menschen befallen
jmdn. befällt Hunger, Durst
unter Grübeln befiel sie der Schlaf
jmdn. befällt Angst, Heimweh, ein Gefühl der Unruhe, Beklommenheit, Trauer, Furcht
jmdn. hat plötzliche Reue, Scham, Verlegenheit, eine fixe Idee, ein anhaltendes Lachen befallen
ihn befällt das Verlangen, mitzumachen, völlig auszuspannen
von etw. befallen sein
Beispiele:
von Ausschlag, von Anwandlungen der Mutlosigkeit, Eifersucht, des Größenwahns befallen sein
das Haus ist vom Schwamm, die Pflanzen sind von Ungeziefer befallen (= betroffen)

Thesaurus

Synonymgruppe
(auf jemanden) eindringen · (jemandem) zusetzen · (jemanden) drängen (zu) · (jemanden) in Bedrängnis bringen · bedrängen · befallen · beknien · drangsalieren · im Nacken sitzen · löchern · traktieren · unter Druck setzen  ●  (in jemanden) dringen  geh., veraltet · (jemandem) auf den Pelz rücken  ugs. · (jemandem) auf die Pelle rücken  ugs. · (jemandem) die Hölle heiß machen  ugs. · belagern  ugs. · bitteln und betteln  ugs. · keine Ruhe geben  ugs. · nicht in Ruhe lassen (mit)  ugs.
Assoziationen
  • anfassen · berühren · tangieren  ●  (an etwas) drankommen  ugs.
  • (jemandem) auf die Nerven gehen · ...schreck · lästig werden · nerven · Überdruss / Ablehnung hervorrufen  ●  (jemandem) auf den Keks gehen  ugs. · (jemandem) auf den Sack gehen  derb · (jemandem) auf den Senkel gehen  ugs. · (jemandem) auf den Wecker fallen  ugs. · (jemandem) auf den Wecker gehen  ugs. · (jemandem) auf den Zeiger gehen  ugs. · (jemandem) auf die Eier gehen  derb · (jemandem) auf die Nüsse gehen  derb · (jemandem) den letzten Nerv rauben  ugs. · (jemanden) auf den Mond schießen (können)  ugs., fig., kommentierend
  • (jemandem) arg zusetzen · (jemanden) hart angehen · (jemanden) hart rannehmen · (jemanden) nicht schonen · in die Mache nehmen · nicht mit Samthandschuhen anfassen  ●  (intensiv) bearbeiten  fig. · (jemand hat) keine ruhige Minute mehr  übertreibend · (jemandem) (tüchtig / ordentlich) einheizen  fig. · (jemandem) ans Leder gehen  fig. · (jemanden) in die Zange nehmen  fig. · (mit jemandem) Schlitten fahren  fig. · (jemandem) an die Eier gehen  derb · (jemandem) die Hölle heißmachen  ugs., fig. · (jemanden) bei den Eiern packen  derb, fig. · durch die Mangel drehen  ugs., fig. · in die Mangel nehmen  ugs., fig.
Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›befallen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›befallen‹.

Verwendungsbeispiele für ›befallen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Virus hat aber den ursprünglichen Beginn des befallenen Programms auf sich umgeleitet, damit er zuerst ausgeführt wird. [C't, 1990, Nr. 5]
Nur die von ihm selbst heruntergeladenen Programme gelangen auf die befallenen Computer. [Die Zeit, 26.01.2009, Nr. 04]
Der Beginn ist meist auf einem Ohr; schließlich sind beide Ohren befallen. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 941]
Dort gibt er durch einen Sprung zum Beginn des befallenen Programms die Kontrolle an dieses zurück. [C't, 1990, Nr. 5]
Von außen sehe es zwar einwandfrei aus, doch unter der schmucken Oberfläche habe er befallene Stellen gefunden. [Die Zeit, 02.08.2007, Nr. 32]
Zitationshilfe
„befallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/befallen>.

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