Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

begönnern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-gön-nern
Wortbildung  mit ›begönnern‹ als Erstglied: Begönnerung
eWDG

Bedeutung

abwertend jmdn., etw. unterstützen
Beispiel:
Sein dicker Kollege Junius Thrax von der Justiz begönnerte sie [ Feuchtw.Jüd. Krieg62]
jmdn. von oben herab, gnädig behandeln
Beispiel:
den betroffen in seiner Vorlesung innehaltenden Dichter leutselig begönnernd [ MühsamNamen70]

Verwendungsbeispiele für ›begönnern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Mutter begönnert das „schwachsinnige“ Kind, terrorisiert es mit Fürsorge. [Die Zeit, 04.05.1979, Nr. 19]
Seit 1945 aber ist die deutsche Gefahr vorbei, seit 1945 hat die russische Gefahr begönnert. [Die Zeit, 09.12.1948, Nr. 50]
In einfachen Geschäften wird die ältere Dame ohne Begleitung gelegentlich mit „Frauchen“ begönnert. [Die Zeit, 05.06.1964, Nr. 23]
Kinder wurden nicht mehr von Erwachsenen begönnert, sondern ernstgenommen als Menschen mit einem Recht auf eigene Wünsche und Ziele. [Die Welt, 14.05.1999]
Ende vergangener Woche hatte sie ihre kleine Tournee durch Deutschland in Hamburg begönnert. [Die Zeit, 13.10.1978, Nr. 42]
Zitationshilfe
„begönnern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beg%C3%B6nnern>.

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