begönnern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-gön-nern
Wortbildung mit ›begönnern‹ als Erstglied: ↗Begönnerung
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend jmdn., etw. unterstützen
Beispiel:
Sein dicker Kollege Junius Thrax von der Justiz begönnerte sie [Feuchtw.Jüd. Krieg62]
jmdn. von oben herab, gnädig behandeln
Beispiel:
den betroffen in seiner Vorlesung innehaltenden Dichter leutselig begönnernd [MühsamNamen70]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Mutter begönnert das „schwachsinnige“ Kind, terrorisiert es mit Fürsorge.
Die Zeit, 04.05.1979, Nr. 19
Seit 1945 aber ist die deutsche Gefahr vorbei, seit 1945 hat die russische Gefahr begönnert.
Die Zeit, 09.12.1948, Nr. 50
Kinder wurden nicht mehr von Erwachsenen begönnert, sondern ernstgenommen als Menschen mit einem Recht auf eigene Wünsche und Ziele.
Die Welt, 14.05.1999
Einst von den Schwarzen begrüßt, sind es jedoch die Tüchtigen unter ihnen inzwischen leid, von ihren weißen Kollegen als inkompetente Almosenempfänger begönnert zu werden.
Die Welt, 20.01.2004
Zitationshilfe
„begönnern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/begönnern>, abgerufen am 24.08.2019.

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