behumpsen

GrammatikVerb
Worttrennungbe-hump-sen
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

selten, landschaftlich, besonders mitteldeutsch, salopp
Synonym zu behumsen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

behumsen · behumpsen
behumsen, behumpsen Vb. omd. berlin. ‘übervorteilen, beschummeln, betrügen’, nd. auch ‘stehlen’ (19. Jh.). Herkunft unbekannt. Lautlich nahe steht lautmalendes humsen (wie eine Hummel) ‘brummen, summen’ (15. Jh.). Eine semantische Entwicklung von ‘summen’ zu ‘betrügen’ ist nicht erkennbar. Es sei denn, humsen ‘summen’ ist (in der Gauner- und Händlersprache) euphemistisch für ↗bescheißen ‘betrügen’ (s. d.) eingetreten?

Verwendungsbeispiele für ›behumpsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch Disney wird behumpst und ist nach einem Jahr Pleite.
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2001
Ich muß ihn aus Gründen meiner Weltanschauung behumpsen, aber im Stich lassen - das kommt nicht in Frage!
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 110
Sie fühlen sich von ihrer Regierungspropaganda behumpst und suchen nach Informationen und Hintergründen.
Die Zeit, 07.07.2004, Nr. 28
Seinerzeit war Sergej Kirjakow Wortführer einer Sechsergruppe, die dem damaligen Trainer Pawel Sadyrin vorwarf, sie um die Qualifikationsprämien behumpst zu haben.
Süddeutsche Zeitung, 20.06.1996
Zitationshilfe
„behumpsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/behumpsen>, abgerufen am 26.02.2020.

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