behumsen

GrammatikVerb
Worttrennungbe-hum-sen
eWDG, 1967

Bedeutung

selten, landschaftlich, besonders mitteldeutsch, salopp jmdn. ein bisschen betrügen
Beispiele:
du willst mich wohl behumsen?
du hast dich aber behumsen lassen!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

behumsen · behumpsen
behumsen, behumpsen Vb. omd. berlin. ‘übervorteilen, beschummeln, betrügen’, nd. auch ‘stehlen’ (19. Jh.). Herkunft unbekannt. Lautlich nahe steht lautmalendes humsen (wie eine Hummel) ‘brummen, summen’ (15. Jh.). Eine semantische Entwicklung von ‘summen’ zu ‘betrügen’ ist nicht erkennbar. Es sei denn, humsen ‘summen’ ist (in der Gauner- und Händlersprache) euphemistisch für ↗bescheißen ‘betrügen’ (s. d.) eingetreten?

Thesaurus

Synonymgruppe
übertölpeln  ●  ↗anschmieren  ugs. · behum(p)sen  ugs., regional · ↗beschummeln  ugs. · ↗beschupsen  ugs. · ↗betuppen  ugs., ruhrdt.
Oberbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„behumsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/behumsen>, abgerufen am 08.12.2019.

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