beifällig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbei-fäl-lig (computergeneriert)
WortzerlegungBeifall-ig
eWDG, 1967

Bedeutung

zustimmend, anerkennend
Beispiele:
beifällig nicken, lächeln
etw. beifällig aufnehmen, erwähnen
sich über etw. beifällig äußern, aussprechen
beifälliges Gemurmel, Kopfnicken
eine beifällige Bemerkung
das beifällige Urteil des Rezensenten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beifall · beifallen · beifällig · Beifallsbezeugung
Beifall m. ‘Händeklatschen, zustimmende Äußerungen des Publikums, Applaus, Zustimmung, Anerkennung’. Im Anschluß an vorher bezeugtes mnd. bīval ‘Hilfe, Unterstützung, Anhang, Zustimmung’, auch (in der Rechtssprache) ‘das Zufallende wie Nebeneinkünfte, Erbschaft aus der Seitenlienie’ (14. Jh.), erscheint nhd. Beifall seit dem 15. Jh. ‘Übertritt zu einer Partei, politische Parteinahme’ (im Gegensatz zu Abfall ‘Loslösung, Treubruch’), aber auch in der Bedeutung ‘Zustimmung’, die bis in die Gegenwart fortlebt. Zur Etymologie s. ↗fallen. Heute ungebräuchlich ist das Verb beifallen ‘einfallen, in den Sinn kommen, zustimmen’. An mhd. bīvallen ‘ab-, danebenfallen’ schließt sich gleichbed. frühnhd. beifallen an, das unter Einfluß von mnd. bīvallen ‘zustimmen, beistehen, jmds. Partei nehmen’ im 16. Jh. außerdem die Bedeutung ‘zustimmen, beipflichten’ entwickelt und bis ins jüngere Nhd. bewahrt. Im 18. Jh. steht beifallen häufig für ‘in den Sinn kommen, einfallen’. beifällig Adj. ‘zustimmend, anerkennend’; Ende des 15. Jhs. im Sinne von ‘zustimmend, günstig’, im 16. Jh. auch ‘zufällig, beiläufig’, im 18. Jh. setzt sich die heutige Bedeutung durch. Beifallsbezeugung f. (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beifall ausdrückend · Zustimmung ausdrückend · anerkennend · beifällig · bestätigend · billigend · einverständig · gutheißend · ↗verständnisvoll · wissend · zunickend · zustimmend
Assoziationen
  • anerkennend · erfreut · mit Wohlgefallen · mit offensichtlicher Sympathie · ↗wohlgefällig
  • anerkennend · lobend · ↗positiv · wertschätzend

Typische Verbindungen
computergeneriert

Applaus Aufnahme Echo Gelächter Gemurmel Grinsen Klatschen Klopfen Kommentar Kopfnicken Murmeln Nicken Raunen Schmunzeln Schweigen Zustimmung aufgenommen aufnehmen klatschen klopfen kommentieren lachen murmeln nicken nickend notieren vermerken zitieren zunicken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beifällig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da war der Kanzler schon gegangen, aber beifällig genickt hätte er bestimmt.
Die Welt, 22.06.2005
Manchmal murmeln sie beifällig, ein paar Mal wird auch geklatscht, und einmal lachen sie.
Süddeutsche Zeitung, 15.04.2000
Die Nase hoch, entfernte sie sich durch eine beifällige Menge.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1064
Auch ich nicke beifällig und sage dir meinen herzlichen Glückwunsch.
Brief von Wilhelm Busch an Grete Meyer vom 00.06.1906. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1906], S. 20674
Die Leute vom Theater, denen es offenbar mehr auf die Worte als auf den Sinn ankam, legten die Hand an die Ohren und murmelten beifällig.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 213
Zitationshilfe
„beifällig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beifällig>, abgerufen am 13.10.2019.

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