Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

beifällig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung bei-fäl-lig
Wortzerlegung Beifall -ig
eWDG

Bedeutung

zustimmend, anerkennend
Beispiele:
beifällig nicken, lächeln
etw. beifällig aufnehmen, erwähnen
sich über etw. beifällig äußern, aussprechen
beifälliges Gemurmel, Kopfnicken
eine beifällige Bemerkung
das beifällige Urteil des Rezensenten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beifall · beifallen · beifällig · Beifallsbezeugung
Beifall m. ‘Händeklatschen, zustimmende Äußerungen des Publikums, Applaus, Zustimmung, Anerkennung’. Im Anschluß an vorher bezeugtes mnd. bīval ‘Hilfe, Unterstützung, Anhang, Zustimmung’, auch (in der Rechtssprache) ‘das Zufallende wie Nebeneinkünfte, Erbschaft aus der Seitenlienie’ (14. Jh.), erscheint nhd. Beifall seit dem 15. Jh. ‘Übertritt zu einer Partei, politische Parteinahme’ (im Gegensatz zu Abfall ‘Loslösung, Treubruch’), aber auch in der Bedeutung ‘Zustimmung’, die bis in die Gegenwart fortlebt. Zur Etymologie s. fallen. Heute ungebräuchlich ist das Verb beifallen ‘einfallen, in den Sinn kommen, zustimmen’. An mhd. bīvallen ‘ab-, danebenfallen’ schließt sich gleichbed. frühnhd. beifallen an, das unter Einfluß von mnd. bīvallen ‘zustimmen, beistehen, jmds. Partei nehmen’ im 16. Jh. außerdem die Bedeutung ‘zustimmen, beipflichten’ entwickelt und bis ins jüngere Nhd. bewahrt. Im 18. Jh. steht beifallen häufig für ‘in den Sinn kommen, einfallen’. – beifällig Adj. ‘zustimmend, anerkennend’; Ende des 15. Jhs. im Sinne von ‘zustimmend, günstig’, im 16. Jh. auch ‘zufällig, beiläufig’, im 18. Jh. setzt sich die heutige Bedeutung durch. Beifallsbezeugung f. (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beifall ausdrückend · Zustimmung ausdrückend · anerkennend · beifällig · bestätigend · billigend · einverständig · gutheißend · verständnisvoll · wissend · zunickend · zustimmend
Assoziationen
  • anerkennend · erfreut · mit Wohlgefallen · mit offensichtlicher Sympathie · wohlgefällig

Typische Verbindungen zu ›beifällig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beifällig‹.

Verwendungsbeispiele für ›beifällig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manchmal murmeln sie beifällig, ein paar Mal wird auch geklatscht, und einmal lachen sie. [Süddeutsche Zeitung, 15.04.2000]
Als letzteres geschehen war, klopften alle beifällig auf den Tisch. [Süddeutsche Zeitung, 26.08.1999]
Da war der Kanzler schon gegangen, aber beifällig genickt hätte er bestimmt. [Die Welt, 22.06.2005]
Einer der Männer spricht, der andere nickt ab und zu beifällig. [Süddeutsche Zeitung, 17.02.1999]
Die Nase hoch, entfernte sie sich durch eine beifällige Menge. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 1064]
Zitationshilfe
„beifällig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beif%C3%A4llig>.

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